Archiv

Münchner Allerlei

Ralf Westhoffs Gesellschaftskomödie "Wir sind die Neuen"Im Häuserkampf

von Katrin Kaiser am 17.07.2014

Schrullige Großstädter beim Speed-Dating und ein sympathisches Pärchen um die dreißig, das seine Beziehung zu Tode analysiert – damit beschäftigte sich Ralf Westhoff in seinen höchst unterhaltsamen Spielfilmen „Shoppen“ und „Der letzte schöne Herbsttag“. Westhoff ist der Mann für vergnügliche Zeitgeistanalyse in der Karriere- und Single-Hauptstadt München. Sein neuer Film „Wir sind die Neuen“ schickt eine junggebliebene Alt-Achtundsechziger-WG in den Kampf gegen das Spießertum ihrer jungen Nachbarn.     » weiterlesen


Zur Hagelkatastrophe vor 30 JahrenMünchner Sommernachtsalbtraum - die Eisbomben von 1984

von Karl Stankiewitz am 12.07.2014

Der Himmel des 12. Juli 1984 strahlt über Bayerns Hauptstad so blau und so klar wie in den ungewöhnlich warmen Tagen zuvor. Satellitenaufnahmen zeigen bis 17 Uhr keinerlei Wolkenbildung, danach aber ein plötzliches Hochschießen zweier Gewittersysteme über dem Bodensee. Eines davon bildet bereits Hagel und bewegt sich – fast schon wie 40 Jahre zuvor die alliierten Bomber-Schwärme - über den Ammersee nach München. Karl Stankiewitz erinnert sich.     » weiterlesen


Auf den Spuren der Münchner Bohème des 19. Jahrhunderts im IsartalWo nicht nur der Buchenwald auf den blonden Liebling wartete

von Karl Stankiewitz am 25.06.2014

Einen Blick in das „Liebesnest der Weltliteratur“ will eine Ausstellung bieten, die am 27. Juni 2014 im Hollerhaus von Irschenhausen unter dem Titel „Heimweh nach draußen“ eröffnet wird. Die anzüglich-anspruchsvolle Bezeichnung gilt einer Reihe von Schriftstellern und Künstlern, die seit Ende des 19. Jahrhunderts im Isartal südlich von München, im heutigen Landkreis Wolfratshausen, einen Ableger der Schwabinger Bohème gegründet hatten. Eine Tradition, die wenig bekannt ist und nun neu belebt wird, nicht zuletzt durch einen rührigen Kulturverein im Bauerndörfchen Irschenhausen.     » weiterlesen


Interview mit Brigitte von Welser zum Klangfest 2014"Es gibt hier etwas für alle, auch ohne Eintrittskarte"

von Michael Grill am 07.06.2014

Und schon ist es eine Institution: Das 5. Klangfest im Gasteig wird wohl trotz Sommerausbruchs am Samstag (7.6.2014) wieder mehr als 10.000 Besucher anziehen. Organisiert vom Produzenten-Verband VUT werden sich rund 30 regionale Bands und Musikfirmen aller Stilrichtungen bei freiem Eintritt in den Sälen, Foyers und auf einer Open-air-Bühne präsentieren. Gastgeberin des bunten Festivals ist Gasteig-Geschäftsführerin Brigitte von Welser. Im Interview erklärt sie, was Imageveranstaltungen sind, wie die Konzertsaal-Debatte des Gasteig beeinflusst, und wie ihre eigene Zukunft aussieht.     » weiterlesen


Zum Tod des großen Rolf Boysen"Die Sprache ist das Einzige, woran ich überhaupt glaube!"

von Michael Grill am 21.05.2014

Rolf Boysen starb am 16. Mai 2014 im Alter von 94 Jahren in München. Er war einer der größten deutschen Schauspieler und für München schon zu Lebzeiten eine Theater-Legende. Münchens neuer Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) würdigte Boysen wie folgt (SZ-Anzeige vom 21. Mai 2014): "Der Münchner Theatergemeinde hat er mit seiner Darstellungskunst viele unvergessliche Stunden geschenkt." Der Kulturvollzug erinnert daran, was für ein faszinierender Mensch von Kultur und Geist Boysen auch jenseits der großen Schauspielrollen gewesen ist. Äußerst beliebt beim Publikum waren seine Lesungen großer literarischer Stoffe. Wir veröffentlichen im Gedenken an Rolf Boysen ein Interview, das erstmals am 6. November 2008 in der Münchner Abendzeitung erschienen war, vor Boysens Lesung aus Vergils "Aeneis" im Prinzregententheater.     » weiterlesen


Des Oberbürgermeisters Abschieds-Tour nach 21 JahrenUde ade

von Michael Grill am 16.05.2014

Jetzt ist dann aber endgültig Schluss: Nachdem Münchens Alt-OB Christian Ude seit gefühlten Jahren aus dem Amt schied, wird heute (16.5.2014) mit einem Festakt zu seinen Ehren im Deutschen Theater noch ein finales Mal glamour- und promimäßig gefeiert. Offiziell war Ude, der München 21 Jahre lang regiert hat, schon am 30.  April aus dem Amt geschieden, in dem er aus Altersgründen nicht verbleiben durfte. An jenem letzten Arbeitstag machte er, taktisch und rhetorisch geschickt versteckt, wie es seine Kunst ist, auch eine kleine kulturelle Grundsatz-Erklärung.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über Visionen - und was aus ihnen wurdeModerner, schneller, teurer - 50 Jahre Größenwahn in Bayern

von Karl Stankiewitz am 01.05.2014

Vor einem halben Jahrhundert hat der Marsch in die Großtechnik des atomaren Zeitalters begonnen. Und man muss kein Lokalpatriot sein, um sagen zu können, dass Bayern einer der ganz wichtigen Startplätze war - so dass Franz Josef Strauß in einer späteren Regierungserklärung verkünden konnte, das von ihm regierte Land müsse der „modernste Staat in Europa“ werden. Jedenfalls überschlugen sich im Jahr 1964 die Meldungen über Innovationen, die fantastische Möglichkeiten zu eröffnen schienen. Allerdings: Fast alle dieser Projekte waren mit ungeheuren Kosten und vielen anderen Problemen belastet - oder sind letztlich gescheitert. Einige erwiesen sich als Utopien. Ein Rückblick von Karl Stankiewitz.     » weiterlesen


Thomas Vasek im Gespräch mit Rebekka Reinhard im Salon LuitpoldDu sollst nicht lügen! Warum eigentlich nicht?

von Anne Mazuga am 07.04.2014

Ausgerechnet am 1. April präsentierte der Salon Luitpold einen philosophischen Gesprächsabend über den moralischen Wert der Lüge. Eingeladen waren Rebekka Reinhard, Philosophin, und Thomas Vašek, Chefredakteur des Philosophiemagazins Hohe Luft.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über die Eröffnung der ständigen Archiv-Ausstellung im Haus der KunstVielzweck-Tempel im kritischen Rückbau

von Karl Stankiewitz am 13.03.2014

Die dunkle Bronzetafel ist leicht zu übersehen. Sie steht gleich am Eingang, vielleicht hat man sie auch bewusst so niedrig postiert. Auf ihr sind Namen von deutschen Wirtschaftsführern eingraviert, die damals wichtig waren und meist heute noch glänzen. Sie alle hatten dem Hitler-Staat 1937 finanziell unter die Arme gegriffen, damit dessen erster repräsentativer, protziger Großbau am Rand des Englischen Gartens errichtet werden konnte. Damit begann eine ebenso dunkle wie dramatische, lange verdrängte oder nur in Bruchstücken dokumentierte Geschichte der Architektur und der Kunst in Deutschland.     » weiterlesen


Der Start der Abendzeitung - ein Rückblick aus gegebenem AnlassAls das Blei floss und Kohle vorhanden war

von Karl Stankiewitz am 08.03.2014

Die Münchner Abendzeitung hat Insolvenz angemeldet. Ob sie noch länger als einige Wochen erscheinen wird, ist ungewiss. Die Zeitungslegende mit trauriger Gegenwart hat früher Maßstäbe im Journalismus gesetzt. Das ist sehr lange her. Karl Stankiewitz war bei der Gründung der Abendzeitung als Jungredakteur dabei. Der heute 85-Jährige hätte wohl nie gedacht, dass er auch einmal das mutmaßliche Ende seiner damaligen Zeitung wird erleben müssen. Hier erinnert er sich noch einmal an die ersten Stunden. (gr.)     » weiterlesen


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