Michael Wüst hat Tipps für Asyltouristen

"Transitzonen"

von Michael Wüst

Hier geht's lang, und zwar nur hier, so ist das Prinzip (zu sehen ist eine andere Transitzone). Foto: gr.

Die Frage ist, nachdem sich wie in einer Déja-vu-Paranoia oder in einem rückwärts laufenden Film die gefallenen Dominosteine der Grenzen in Europa plötzlich wieder neu aufgerichtet haben, wie stellt es nun der Africanus simplex oder der Homo Arabiensis an, direkt nach Deutschland einzudringen, ohne dass irgendwelche Transit-Spuren aus einem Vorgängerland an ihm nachweisbar wären? Ohne, dass etwa selbst in einem Haartest ein vorheriger Aufenthalt in einem EU-Land nachgewiesen werden könnte?

Oder mittels DNA-Test ein nordeuropäisches Merkmal in seinem Genom? Ein Hinweis darauf, dass bereits Vorfahren des betreffenden Petenten auffielen durch aggressiv-invasives Asyl-Ersuchen? Ein weites Feld. Nehmen wir also zum Beispiel Maghrebiner, Syrer, Libyer oder Eritreer, die über Ostende oder Sylt infiltrieren wollen. Wer also hier Asyl beantragt, sofern er nicht vorher über ein nördliches EU-Land gekommen ist, hätte Chancen als Asyl-Tourist einchecken zu dürfen. Muss da nun überlegt werden, die Magellanstraße zu sperren - sind Kamtchatka, die Beringstraße, der Skagerrak, die Ostsee, die Nordsee disponiert migrantisch beansprucht zu werden? Die Flüchtlingsroute über Russland, vielleicht über Japan oder die Kamtchatka ist schwierig, wahrscheinlich nicht ganz billig für Syrer, Iraker, Sudanesen und andere ausgebombte Undsoweitermenschen, vor allem weil vor dem Besteigen der Boote im Bottnischen oder Finnischen Meerbusen, die EU-Staaten Finnland oder Estland zuerst registrierend zuschlagen könnten.

Bleibt eigentlich nur die Nordsee als Zugang für einen Asyl-Rafting-Urlaub nach Deutschland über Russland und via oder wassers über die ostsibirische See oder das Nordpolarmeer in die Nordsee oder gleich per Flug zum Nordpol. Cuxhaven, Wilhelmshaven, Ostfriesische Inseln, einzelne Halligen wären Anlaufstellen, wo kleine deutsche Erstregistrierung-Stellen in verwaisten Poststationen eingerichtet werden könnten. Von der einzigen ostfriesischen Hallig Bant ist allerdings nur noch eine Sandbank übriggeblieben. Hier erscheint möglicherweise das Sprengen von Leuchttürmen zweckmäßiger. Transitzonen, Ankerzentren oder Transitlager sind hier zum Schutze eines etwaigen Ansturms auf Borkum vorerst nicht angezeigt. Trotzdem, schlussendlich und darüber hinausweisend, der Grundgedanke des Asyls muss wieder hergestellt werden, in einem rückwärts laufenden Film in seinen Ursprung zurück in die die Essenz des gesellschaftlichen Handelns. Denn es ist die Politik, die als Asylum Ignorantiae, stets und gefordert ist, ihr ureigenstes Territorium zu verteidigen: Die Transitzone des zu verwaltenden reinrassigen Nonsense.

Veröffentlicht am: 12.07.2018

Über den Autor

Michael Wüst

Redakteur

Michael Wüst ist seit 2010 beim Kulturvollzug.

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