Archiv

Ausstellungen

Junge israelische Kunst auf der PraterinselStarke Frauen zeigen viel Tel Aviv und wenig Jerusalem

von kulturvollzug am 13.09.2014

Über ein Jahr lang haben die israelische Kuratorin Lee-More Kohen und die Münchner Ausstellungsleiterin Marlène Sternbaum ihr komplexes Unterfangen vorangetrieben. Das Resultat ist nun zu sehen: 285 israelische Künstler zeigen 1005 Werke in Art Works, einer Verkaufsausstellung der Superlative. Zollgewölbe, Füllhalle und Orangerie der Praterinsel sind randvoll mit Gemälden, Fotografien, Skulpturen, Plastiken und Installationen. Klares Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad von Israels üppiger Kunstszene zu steigern und einen Absatzmarkt zu schaffen. Die Initiatorinnen konnten bei der Planung natürlich noch nicht ahnen, dass ihre Ausstellung mitten in eine hochexplosive Nah-Ost Lage hineinfallen würde.     » weiterlesen


"Allsympathien" in der Milchstraße 4Sie wollen uns erzählen, in der schönsten Nische

von Michael Wüst am 27.08.2014

Schon von Weitem war in der Milchstraße in Haidhausen eine Menschentraube zu sehen, vor dem Ausstellungsraum, der viel zu klein war, die Leute zu fassen. Man ging also einzeln und respektvoll hinein, die Objekte behielten ihre Aura, sich in Stille zu entfalten. Phillip Messner, der bei Michelangelo Pistoletto in Wien studiert hat und Nick Bötticher, Meisterschüler des hiesigen Olaf Metzel, haben das liebenswürdige Projekt mit acht Kollegen initiiert.     » weiterlesen


Ausstellung "Between apple and the plate" von Bianca Regl im HeadeggBilder, die uns gelassen verschmähen

von Michael Wüst am 23.08.2014

Abgetragenes Dekor, Zeugnisse von Lebenshaushalten, Tapeten, Brokat, Faltenwürfe. Die österreichische Malerin Bianca Regl zeigt in den drei liebenswürdigen Kiosken der Galerie Headegg noch bis zum 4. September 2014 Arbeiten aus den Serien „Folds“, „Stucco“ und „Wallpapers“. Was auf den ersten Blick manchem nur als dekorativ erscheinen mag, erweist sich alsbald in der Stille als gesprächig, raunend. Leise sprechend von untergangener Häuslichkeit, als übriggebliebene Gestaltung von verschwundenen Räumen.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über den Aufbruch im Münchner Kunstmarkt vor 50 JahrenAvantgarde im Kaufhaus, Abfall in der Galerie

von Karl Stankiewitz am 21.08.2014

Im sechsten und im siebten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts erlebte München ein geradezu goldenes Zeitalter. Die olympische Sonne strahlte, lange schon vor den Sommerspielen von 1972, über diese Stadt. Auch hatten die ab 1962 bei den „Schwabinger Krawallen“ erkennbaren gesellschaftlichen Umbrüche deutliche Nachwirkungen auf vielen Gebieten, nicht zuletzt in der Kunstszene. Plötzlich wagten Maler, Bildhauer und andere Kunstmacher erneut, wie 70 Jahre zuvor, einen Ausbruch aus dem allzu lange Gewohnten. Karl Stankiewitz erinnert sich.     » weiterlesen


Zum Schwabinger Kunstpreis 2014Grau und grauer - doch ewig lockt Wahnmoching

von Michael Grill am 25.07.2014

Der Schwabinger Kunstpreis ist ja sozusagen der Christian Ude unter den Münchner Kunstpreisen, womit gemeint ist, dass er erstens eine sehr spezielle, in München aber weit verbreitete Klientel anspricht, und zweitens, dass er scheinbar schon immer da war und alterlos ist, was aber gar nicht stimmt. Der Schwabinger Kunstpreis 2014 ging an die Zeichnerin Cornelia von Seidlein, den Filmhistoriker Helmut Färber und den Musiker Roman Bunka.     » weiterlesen


"The Good Cause: Architecture of Peace - Divided Cities" im Architekturmuseum der TUMIm besten Sinne unfertig

von Anne Mazuga am 20.07.2014

Mit der vor wenigen Tagen eröffneten Ausstellung „The Good Cause: Architecture of Peace – Divided Cities” setzt das Architekturmuseum der TU München seine Auseinandersetzung mit der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung von Architektur fort.     » weiterlesen


Stefan Hunsteins großartige Installation "Gegenwart...!" in der PaulskircheAn der Grenze, auf der Schnittstelle

von Michael Grill am 03.07.2014

In der Paulskirche, wo die katholische Kirche der modernen Kunst gegenüber auffallend aufgeschlossen ist, gibt es jetzt eine Arbeit des Schauspielers und Fotokünstlers Stefan Hunstein zu erleben, die vor Jahren in Freising fast schon ein bisschen berühmt geworden war, und die nun möglicherweise die Chance auf einen festen Platz in München hat. Die Installation zeigt sieben Gesichter. Sie hat eine Intensität, der sich kaum ein Betrachter entziehen kann und die den riesigen neugotischen Kirchenraum erfüllt, obwohl sie im rechten Seitenschiff steht.     » weiterlesen


Zur Ausstellung "Playtime" im KunstbauLeben wird Arbeit wird Kunst wird Leben

von Barbara Teichelmann am 11.06.2014

Wer keine Arbeit hat, hat und ist ein Problem. Nicht nur, weil er sich je nach Vermögenslage nicht mehr ernähren, kleiden und unterbringen kann, sondern vor allem, weil er außen vor ist. Arbeit ist gleich Identität. Wer nichts leistet, hat kein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe oder Anerkennung. Die Ausstellung "Playtime" im Kunstbau fragt, was Arbeit mit uns macht, was die Kunst mit der Arbeit macht. Und ob Kunst überhaupt Arbeit ist.     » weiterlesen


Tagung zu Robert Musil und dem 1. Weltkrieg im Münchner LiteraturhausDer amorphe Mensch

von kulturvollzug am 16.05.2014

„Ende Juli. Eine Fliege stirbt: Weltkrieg.“ Im Werk des österreichischen Schriftstellers Robert Musil gibt es nur wenige direkte Thematisierungen des 1. Weltkrieges. Die Musil-Forscher, die im Münchner Literaturhaus vom 8. bis 9. Mai 2014 zusammengekommen waren, um die Bedeutung der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts für Musil auszuloten, verfolgten daher zwei spannungsgeladene gegensätzliche Zugänge: Biographische Einsichten zum K.u.K.-Offizier Robert Musil an der Weltkriegsfront in Südtirol und literaturwissenschaftliche Untersuchungen der Spuren der Kriegserlebnisse in seinem Werk.     » weiterlesen


Zur Stroke Art Fair auf der PraterinselKunst zwischen Trash und Schick

von Olga Levina am 01.05.2014

Ganz nach dem Motto "Purer Kunstgenuss statt Höchstpreise" setzen unkonventionelle Galerien im Rahmen der Stroke Art Fair Akzente auf dem Kunstmarkt. In München versuchen die Brüder Schwalbe zum fünften Mal Raum für Kreativität und Leidenschaft zu schaffen – mit Erfolg. Doch kann das Ganze tatsächlich ohne ein wirtschaftliches Kalkül umgesetzt werden? Wohl kaum.     » weiterlesen


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