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Theater

"Sommertag" von Nikolaus Brass im Schwere Reiter bei der BiennaleHin- und hergerissen von der ersten Oper im Herbst des Lebens

von Alexander Strauch am 16.05.2014

Am Mittwoch (16.5.14) fand im Schwere Reiter anlässlich der diesjährigen Opern-Biennale die Dernière der ersten Oper „Sommertag“ des 64-jährigen Münchner Komponisten Nikolaus Brass statt. Nachdem die Premiere mit dem Vorwurf einiger Längen in der Öffentlichkeit registriert worden war, war es um so interessanter zu erleben, wie sich das Stück nach seinem kurzen Aufführungszyklus jetzt präsentieren würde. Nach der wohl ausverkauften Voraufführung und Premiere war der Saal jetzt nur halbvoll. So konnte man sich bequem im Raum verteilen, was einigen im weiteren Verlauf der Aufführung noch zum Nachteil geraten sollte.     » weiterlesen


Kabarettist Hagen Rether im Deutschen TheaterIn Wut ergraut

von Eveline Kubitz am 15.05.2014

Das erste, das einem auffällt im neuen alten Deutschen Theater: Die Sitze sind so weich und bequem. Das letzte, das man denkt bevor man – nach dreieinhalb Stunden – geht, nein, entlassen wird: Wieso sind die Sitze eigentlich so hart? Kabarettist und Gesellschaftsstudierender Hagen Rether fesselt das Publikum mit Charisma und klugem Witz, um es dann zu fordern, zu provozieren und – zu beschenken.     » weiterlesen


Biennale mit Henze/Liebrecht in der Philharmonie und Vivier in der ReaktorhalleMünchner Leidenschaften – Sankt Sebastian in Konzert und Musiktheater

von Alexander Strauch am 14.05.2014

Langsam begreift man, was das Motto „Ausser Kontrolle“ gemeint haben könnte: Zum Auftakt der Biennale hatte sich in Marko Nikodijevics Oper „Vivier“ die Titelfigur Claude Vivier heftig in eine Imagination verliebt, den heiligen Sebastian. Im Sonderkonzert der Münchner Philharmoniker, zu Ehren des 2012 verstorbenen Biennale-Gründers Hans-Werner Henze, erklang dessen Spätwerk, „Sebastian im Traum“, eine Reflexion, frei nach Georg Trakl, über einen klassisch morbiden Salzburgaufenthalt. Jobst Liebrechts "Nebelheim und Sonnenland", Hans Werner Henzes siebte Sinfonie und noch einmal Musiktheater von Claude Vivier selbst, "Kopernikus, Ritual-Oper über den Tod", deuteten auf einen thematischen Gesamtentwurf.     » weiterlesen


"Sketches/Notebook" von Meg Stuart in der Spielhalle der KammerspieleWas für ein hyperaktiver Unsinn

von Gabriella Lorenz am 12.05.2014

Da wurde der Aufführungsort beim Namen genommen: Die Choreografin Meg Stuart machte die Spielhalle zur Spielwiese eines hyperaktiven Kindergartens. Ihre  jüngste Produktion, „Sketches/ Notebook“, uraufgeführt 2013 in Berlin, eröffnete das „Relations“-Möchtegern-Festival der Kammerspiele mit drei Tanztheater-Gastspielen.     » weiterlesen


Oper "Vastation-Wüstung" von Samy Moussa bei der BiennaleMilizen, Miezen und Matritzen

von Alexander Strauch am 11.05.2014

„Eine Melodie soll dein Führer sein“, gab am Mittwoch (7.5.2014) anlässlich der Eröffnungs-Oper der 13. Musiktheater-Biennale ein Zen-Meister noch in Marko Nikodijevics Oper der Titelfigur Claude Vivier mit auf den Weg. Und in der Tat beherzigte dies auch Nikodijevic, fand im eigenem Herzen und in Vorbildern Anregungen, wie er zwischen Worten und Sound seinen persönlichen Weg finden würde. Denn seit Opern-Urvater Monteverdi finden so die Protagonisten wie der Komponist zu sich selbst.     » weiterlesen


„Vivier“ von Marko Nikodijevic eröffnet die OpernbiennalePanoptikum der Wiedergänger

von Alexander Strauch am 09.05.2014

Wo man den Premierenabend in der Muffathalle auch hinschaute, überall sah man Menschen als Wiedergänger. Als zur Premierenfeier der städtische Kulturreferent Hans-Georg Küppers dem scheidenden Intendanten Peter Ruzicka für die langjährige erfolgreiche Leitung der Biennale dankte, sah man unter den Gästen mit Manos Tsangaris auch einen seiner beiden Nachfolger. Bevor der Abend begann, glaubte man im Orchestergraben am Horn den Wiedergänger des kürzlich verstorbenen Berliner Komponisten Friedrich Schenker zu erkennen, seinerseits Posaunist.     » weiterlesen


"Nystagmus - Eine große deutsche Kunstausstellung" von Eyal Weiser am VolkstheaterDerwischtanz in die Nazifalle

von Gabriella Lorenz am 08.05.2014

Nystagmus nennt die Medizin ein unkontrolliertes Zucken der Augäpfel, das die Wahrnehmung beeinträchtigt. Solches unterstellte Hitler den Malern, die er 1937 mit der Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ an den Nazi-Pranger stellen ließ und deren verfemte Werke danach verramscht, enteignet, gestohlen und verschoben wurden. „Nystagmus - Eine große deutsche Kunstausstellung“ nennt der israelische Regisseur Eyal Weiser seine Uraufführung am Volkstheater, wo er zwei Mal beim Festival „Radikal jung“ zu Gast war.     » weiterlesen


"Die Spaßmacher" im GOP Varieté-TheaterVerklemmt, verknäuelt, virtuos

von Gabriella Lorenz am 04.05.2014

Der eine kann’s, der andere nicht. Das unterscheidet Akrobaten von Hobby-Sportlern am Trimmrad. Wie man aus scheinbarem Nicht-Können hohe akrobatische Kunst macht, hat der Artist Jon Young zu seinem Stil erkoren. Und wird in der neuen Show „Die Spaßmacher“ im GOP Varieté-Theater damit zum Publikumsliebling.     » weiterlesen


Fantasy-Musical "Tschitti Tschitti Bäng Bäng" im PrinzregententheaterFliegendes Auto mit Raketenstart

von Volker Boser am 02.05.2014

Rechtzeitig zur Pause ist es endlich soweit: Da hebt sich, knatternd und fauchend das von Caractacus Potts erfundene Wunderauto mit Gepolter in den Bühnenhimmel. Das Publikum im Prinzregententheater johlt, pfeift und klatscht begeistert. Intendant und Regisseur Josef. E. Köpplinger hat ins Schwarze getroffen. Seine bunte, wunderbar schrille Inszenierung für das Gärtnerplatztheater könnte der Clou der Saison werden.     » weiterlesen


Ein Rückblick auf "Radikal jung" 2014 im Münchner Volkstheater von Gabriella LorenzImmer nur Sex ist auch keine Lösung

von Gabriella Lorenz am 17.04.2014

Für viele war dies schon das Highlight beim Festival „Radikal jung“. Die französische Truppe „Si vous pouviez lécher mon coeur“ (Wenn Sie mein Herz lecken könnten) wurde beim Theaterfestival in Avignon 2013 mit „Elementarteilchen“ nach Michel Houellebecq als Entdeckung gefeiert. Auch im halbvollen Volkstheater applaudierte das Publikum nach vier Stunden frenetisch. Und verlieh der Aufführung am Ende den mit 2500 Euro dotierten Publikumspreis.     » weiterlesen


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