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Musik

Zu "Zaun", dem neuen Album von KofelgschroaVom Wesen der Knallheit

von Christian Jooss-Bernau am 22.11.2014

„Und im Zehnminutentakt, / fahrt de S-Bahn durch die Stadt“, singen sie im Refrain des ersten Songs. Immer wieder erstaunlich, dieses Leben in München. Wie die Masse Mensch rhythmisch funktioniert. Unvergessen, das erste Interview mit Kofelgschroa – 2012. Gut zwei Stunden vor dem eigentlichen Termin kam ein Anruf. Man sei jetzt doch schon da. Es sei doch alles schneller gegangen beim Bayerischen Rundfunk. Nein, bitte keine Eile. Man eilte dann doch.     » weiterlesen


Puccinis "Manon Lescaut" mit Jonas Kaufmann an der OperÜberraschung - es ist so schlüssig wie unspektakulär!

von Volker Boser am 21.11.2014

An der Kasse konnte man seit langem hören, was ohnehin jeder echte Freak ahnte: Innerhalb von fünfzehn Minuten waren alle Vorstellungen von Puccinis „Manon Lescaut“ an der Bayerischen Staatsoper ausverkauft. Nicht etwa, weil Spät-Revoluzzer Hans Neuenfels inszenierte. Seit seinem Bayreuther „Lohengrin“ mit den legendären Laborratten muss man bei ihm schließlich immer auf allerlei Schnickschnack gefasst sein. Aber Anna Netrebko und Jonas Kaufmann – dieses Traumpaar wollte sich dann doch niemand entgehen lassen.     » weiterlesen


"Lament", das neue Album der Einstürzenden NeubautenDer Gott, der Eisen wachsen ließ

von Christian Jooss-Bernau am 14.11.2014

Die Einstürzenden Neubauten beschäftigen sich auf ihrem neuen Album „Lament“ mit dem Ersten Weltkrieg. Am Sonntag (16. November 2014) spielen sie in der Muffathalle.     » weiterlesen


Zur CD "At The Middle" mit Geoff Goodman und Fjoralba TurkuDunkel leuchtende Enklave in einem Nowhere-Palazzo von John Cage

von Michael Wüst am 13.11.2014

Zur Veröffentlichung ihres Erstlings “Joshua” ist die in Albanien geborene und München lebende Sängerin und Schauspielerin Fjoralba Turku bereits ausgiebig mit Lorbeeren bedacht worden. Dass der Vorschuss keinesfalls verbraucht war, sondern sehr gewinnbringend angelegt wurde, zeigt nun die neueste CD „At The Middle“, die heuer im Sommer bei Tutu Records herauskam. Die beiden spielten erst vor kurzem ein bejubeltes Konzert beim Jazzfest München.     » weiterlesen


The Asteroids Galaxy Tour im Atomic CafeSternenstaub aus den 60ern live im Wohnzimmer

von Isabel Winklbauer am 03.11.2014

Die dänische Band The Asteroids Galaxy Tour steht seit 2007 für 60er-Jahre Retropop. Ihre Gitarrenriffs verankern sich direkt im Stammhirn, die Basslines knipsen das Licht im Unterbauch an, die Bläsersequenzen beamen Flash Gordon und Barbarella vors geistige Auge. Kein Kunststück, Sängerin Mette Lindberg und Produzent Lars Iversen experimentieren zuhause in Kopenhagen mit allen möglichen Synthesizern. Dass das Ganze auf der Livebühne fast noch besser wirkt als vom Tonträger, ist bemerkenswert.     » weiterlesen


Randy Hansen mit Hendrix' Woodstock-Show im Backstage-ClubDas sollte man tatsächlich irgendwann mal gesehen haben

von Michael Grill am 30.10.2014

Wer so spielen kann auf der Gitarre wie Randy Hansen, ist ein Künstler. Ist es aber Kunst, wenn ein Künstler seine Fähigkeiten fast ausschließlich dazu verwendet, das Werk eines anderen zu imitieren? Was in der Klassik mit ihrem festen Werkbegriff keine so großen Fragen aufwerfen würde, ist in der Rockmusik anders: Bataillone von AC/DC-, Queen-, Pink-Floyd-Tributebands leben gut vom musikalischen Reenactment als Geschäftsmodell - gelten aber bestenfalls als Unterhaltung. Nun kommt Randy Hansen, der seit mehr als 30 Jahren der beeindruckendste Wiedergänger des 1970 gestorbenen Jimi Hendrix ist, auf die Idee, zum, nunja, "45. Jubiläum" des berühmten Hippie-Festivals in Woodstock, den noch berühmteren Auftritt des Gitarrengotts dort "originalgetreu aufleben zu lassen". Im Backstage-Club gab es dafür mächtig Beifall.     » weiterlesen


Das Gärtnerplatztheater mit "Peter Grimes" von Benjamin Britten im PrinzeAuf schwierigem Terrain irgendwie doch nicht gescheitert

von Volker Boser am 22.10.2014

Ein Schelm, wer unterstellt, dass sich das Gärtnerplatztheater vorsätzlich zur Aufgabe gemacht hat, trübe Herbsttage zusätzlich zu verdunkeln. Schließlich ist die von Benjamin Britten in teils wilde und ekstatische Musik gesetzte Geschichte des Fischers Peter Grimes nicht gerade eine Story zum Wohlfühlen. Auch wenn am Ende so mancher Premierenbesucher im Prinzregententheater eher ratlos als emotional aufgerüttelt zurückgelassen wird.     » weiterlesen


Janaceks "Die Sache Makropoulos" in der StaatsoperKaum verhüllt gewonnen, mit SM-Quatsch genervt

von Volker Boser am 21.10.2014

Eine Oper, eineinhalb Stunden kurz, die über das ewige Leben spekuliert: Janaceks „Die Sache Makropulos“ ist seit ihrer Uraufführung im Jahr 1926 ein Geheimtipp geblieben, geachtet, doch nicht geliebt, ein Stück für den fortgeschrittenen Fan, der glaubt, „La Traviata“ hinter sich gelassen zu haben und nach Höherem strebt. Erstmals präsentiert nun die Staatsoper im Nationaltheater die von Annette Thein, Jonás Hájek und dem Dirigenten Tomás Hanus gemeinsam mit dem Verlag Bärenreiter erarbeitete, kritische Neuedition in tschechischer Sprache – musikalisch auf höchstem Niveau, szenisch bisweilen eher fragwürdig als überzeugend.     » weiterlesen


"Tesseract" und "Animals as Leaders" im BackstageWunderkinder und Sparzwang

von kulturvollzug am 18.10.2014

Das war früher so eine Sache mit den Wunderkindern: Den Mozart Wolfgang konnte man rumschippern und exklusiv vermarkten; eine europäische Berühmtheit, die sich noch keinem globalen Konkurrenzdruck stellen musste. Heute schnurren die Distanzen internetbedingt nur auf ein paar Clicks zusammen, und auf YouTube häufen sich die Beiträge im steten Wettstreit darum, wer auf der Gitarre die schnellsten Skalen frickelt.     » weiterlesen


"Kaspar Hauser" mit der Kammeroper im HubertussaalEin gefundenes Märchen für die Gesellschaft

von kulturvollzug am 03.09.2014

Ein Protagonist, der kaum spricht und sich mit dem Gehen schwer tut – ein gewagter Stoff für eine Oper. Viel hängt in so einem Fall von der Qualität der Inszenierung ab. Mit Einfallsreichtum und Eleganz meistern Regisseur Dominik Wilgenbus und Arrangeur Alexander Krampe diese Herausforderung in der Oper „Kaspar Hauser“. Die jungen Solisten und das Orchester der Münchner Kammeroper überzeugen mit ausdrucksstarkem Gesang und präzisem Spiel.     » weiterlesen


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