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Theater

Uwe Eric Laufenbergs Parsifal in BayreuthViel hilft viel auf der Nahost-Expedition

von Christa Sigg am 18.08.2016

Am Ende löst sich alles auf. Amfortas, Kundry – überdimensional wird ihr sieches Antlitz für einen kurzen Moment auf die Bühne geblendet, um sogleich im Diffusen zu verschwinden. Selbst die Totenmaske Richard Wagners erscheint in dieser Trias der von Leid und Verdammnis Befreiten. Eine Spur Überheblichkeit darf man da ruhig unterstellen, Regisseur Uwe Eric Laufenberg, der vor anderthalb Jahren für den geschassten Jonathan Meese eingesprungen ist, wollte den Parsifal nach all dem betörenden Ballast der letzten Produktionen aufs Eigentliche zurückführen: den religiösen Gehalt. Doch erlöst wurden weder das Bühnenweihfestspiel, noch der Komponist.     » weiterlesen


Stückl inszeniert Ibsen im Passionsspielhaus OberammergauEine sperrige Angelegenheit

von Jan Stöpel am 08.07.2016

Großes Historienkino in Oberammergau: Christian Stückl inszeniert im Passionsspielhaus Ibsens Drama "Kaiser und Galiläer". Mit viel Volk, Blut, Flammen und Pathos. Aber: Warum nur?     » weiterlesen


"América" in den KammerspielenEine Mauer durchs Parkett

von Michael Weiser am 23.05.2016

In seinem Roman "Tortilla Curtain" hielt T.C.Boyle den Amerikanern den Spiegel vor. Nur den Amerikanern? In "América", Stefan Puchers Inszenierung  der Roman-Adaption, kommt das Unbehagen mit dem Fremden in die Mitte der Kammerspiele.     » weiterlesen


Radikal Jung 2016 am Volkstheater - die BilanzEin Champion ist der Sieger

von Jan Stöpel am 04.05.2016

Ein Box-Champion mit vielen Fans: "Raging Bull", die Geschichte von Jake LaMotta in der Inszenierung des Caliband Theatre aus Rouen, wurde vom Publikum zum Sieger von Radikal Jung 2016 gewählt. Für heuer ist das Festival Geschichte - welche Zukunft aber hat Theater? Eine Woche Standortbestimmung einer Kommunikationsform. Wir ziehen Bilanz.     » weiterlesen


"Raging Bull" bei Radikal JungEine Geschichte wie ein Schlag ins Gesicht

von Michael Weiser am 28.04.2016

Ein Mann, seine Wut, sein Aufstieg und Scheitern: Das ist "Raging Bull", die Lebensbeichte des Box-Weltmeisters Jake LaMotta, inszeniert von Mathieu Létuvé. Nicht unbedingt der Abend zur Lösung aller Probleme der Welt - aber nach all dem Nachdenken über die Grenzen des Theaters bei Radikal Jung 2016 ein willkommen süffiges Ereignis.     » weiterlesen


Ein großartiger "Katzelmacher" bei Radikal JungLeben in der Schablone

von Jan Stöpel am 28.04.2016

Einer der Höhepunkte bislang bei Radikal Jung am Volkstheater: Abdulla Karacas  "Katzelmacher" nach dem Film von Werner Fassbinder. Als Produktion, die heuer absolut aus dem Rahmen fällt und zeigt: Das gute alte Theater kann es noch, wenn der Regisseur nur will. Und kann.     » weiterlesen


Ersan Mondtag bei Radikal Jung im VolkstheaterHaus ohne Worte

von Jan Stöpel am 26.04.2016

Ein elegantes Haus mit Ecken, in die man nicht schauen kann, ein gespenstisches Treiben einer nur oberflächlich normalen Familie, der irgendwie die Sprache abhanden gekommen ist, und das alles in Hochglanz inszeniert: Ersan Mondtags "Tyrannis" verwirrt bei Radikal Jung, fesselt dann - und lässt einen schließlich ratlos zurück.     » weiterlesen


Auftakt für Radikal Jung im VolkstheaterMenschen, die auf Lampen starren

von Jan Stöpel am 24.04.2016

Was ist Theater eigentlich? Und was ist es heute? Das Festival Radikal Jung im Volkstheater macht mit "Flimmerskotom" und "Regie 2" gleich zu Beginn den Testlauf. Mit einem Stück ohne Menschen und einem Abend ohne Theater, aber einer Entführung.     » weiterlesen


Ballettfestwochen in Muffathalle und PrinzregententheaterBittere Gewehrsalven vor süßem Finale

von Isabel Winklbauer am 17.04.2016

Ein Mal schmerzhafter Dauerbeschuss, ein Mal Erdbeerbecher mit Sahne - so könnte man die beiden Premieren beschreiben, die die Ballettfestwoche fürs Publikum noch parat hielt. Mit Richard Siegal und Simone Sandroni wurden sie von zwei guten alten Münchner Bekannten kreiert - wobei Sandroni alle Erwartungen erfüllte, Siegal über das Ziel hinaus schoss. Er präsentierte Brachialklänge, wogegen Sandroni mit einem Seifenblasenregen endete.     » weiterlesen


"Ostwind" von Emre Akal und "transit@stuttgart" an den KammerspielenEin Kessel Traurigkeiten

von Michael Wüst am 07.04.2016

Aus Migrationsbewegungen sind Flüchtlingsströme geworden. Innerhalb eines halben Jahres hat ein semantischer Paradigmenwechsel dazu geführt, gegenüber dem einzelnen Schicksal schmerzunempfindlicher zu werden. Darunter leidet möglicherweise "Ostwind" von Emre Akal und transit@stuttgart in der Kammer 3 der Münchner Kammerspiele.     » weiterlesen


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