Archiv

Theater

Ein großartiger "Katzelmacher" bei Radikal JungLeben in der Schablone

von Jan Stöpel am 28.04.2016

Einer der Höhepunkte bislang bei Radikal Jung am Volkstheater: Abdulla Karacas  "Katzelmacher" nach dem Film von Werner Fassbinder. Als Produktion, die heuer absolut aus dem Rahmen fällt und zeigt: Das gute alte Theater kann es noch, wenn der Regisseur nur will. Und kann.     » weiterlesen


Ersan Mondtag bei Radikal Jung im VolkstheaterHaus ohne Worte

von Jan Stöpel am 26.04.2016

Ein elegantes Haus mit Ecken, in die man nicht schauen kann, ein gespenstisches Treiben einer nur oberflächlich normalen Familie, der irgendwie die Sprache abhanden gekommen ist, und das alles in Hochglanz inszeniert: Ersan Mondtags "Tyrannis" verwirrt bei Radikal Jung, fesselt dann - und lässt einen schließlich ratlos zurück.     » weiterlesen


Auftakt für Radikal Jung im VolkstheaterMenschen, die auf Lampen starren

von Jan Stöpel am 24.04.2016

Was ist Theater eigentlich? Und was ist es heute? Das Festival Radikal Jung im Volkstheater macht mit "Flimmerskotom" und "Regie 2" gleich zu Beginn den Testlauf. Mit einem Stück ohne Menschen und einem Abend ohne Theater, aber einer Entführung.     » weiterlesen


Ballettfestwochen in Muffathalle und PrinzregententheaterBittere Gewehrsalven vor süßem Finale

von Isabel Winklbauer am 17.04.2016

Ein Mal schmerzhafter Dauerbeschuss, ein Mal Erdbeerbecher mit Sahne - so könnte man die beiden Premieren beschreiben, die die Ballettfestwoche fürs Publikum noch parat hielt. Mit Richard Siegal und Simone Sandroni wurden sie von zwei guten alten Münchner Bekannten kreiert - wobei Sandroni alle Erwartungen erfüllte, Siegal über das Ziel hinaus schoss. Er präsentierte Brachialklänge, wogegen Sandroni mit einem Seifenblasenregen endete.     » weiterlesen


"Ostwind" von Emre Akal und "transit@stuttgart" an den KammerspielenEin Kessel Traurigkeiten

von Michael Wüst am 07.04.2016

Aus Migrationsbewegungen sind Flüchtlingsströme geworden. Innerhalb eines halben Jahres hat ein semantischer Paradigmenwechsel dazu geführt, gegenüber dem einzelnen Schicksal schmerzunempfindlicher zu werden. Darunter leidet möglicherweise "Ostwind" von Emre Akal und transit@stuttgart in der Kammer 3 der Münchner Kammerspiele.     » weiterlesen


Eröffnung der Ballettfestwochen mit Pina BauschRiesenanlauf für wenige Tanzpreziosen

von Isabel Winklbauer am 06.04.2016

Wer ist Joana de Andrade? Seit das Bayerische Staatsballett Pina Bauschs "Für die Kinder von gestern, heute und morgen" aufführte, weiß man es. Die Kompanie hat nun neue Gesichter - Gesichter von Tänzern, die seit Jahren ihren Dienst im Corps oder als Solisten leisten und nun endlich Raum für die eigene Person bekommen. Andrade war bisher einer der dienstältesten dritten Schwäne von rechts oder "Freundin von" - jetzt ist sie für immer das Mädchen mit dem blauen Rock und den Katzenpfotengesten, das die Bühne bis in den letzten Winkel mit Emotion und Lebenslust ausfüllt.     » weiterlesen


Simon Solbergs "Odyssee" nach Homer am Münchner VolkstheaterVon nun an gilt's dem Krieg

von Michael Weiser am 29.01.2016

Odysseus, der es mit den Göttern aufnimmt, der Listenreiche, immer Herr der Lage? Im Volkstheater zeichnet Simon Solberg ein anderes Bild des Helden. Und macht aus dem Krieg der Griechen gegen die Trojaner glaubhaft die Urkatastrophe der Menschheit. Sehenswertes Theater, diese "Odyssee" nach Homer, die Tour de Force durch die Geschichte der Gewalt.     » weiterlesen


"Welten.Tänzer" - eine Körperanthologie von und mit Stefan Maria Marb im Schwere ReiterTanz ums goldene Ideal

von Michael Wüst am 18.01.2016

"Im Gebirge ist der nächste Weg von Gipfel zu Gipfel: aber dazu mußt du lange Beine haben". Friedrich Nietzsches Zarathustra, dem das Denken ein Tanz ist, inspirierte Stefan Maria Marb, im Schwere Reiter, ausgehend vom Rückblick auf 25 Jahre seiner Welten als Tänzer und Choreograph, sich mit dem "Selig-Leichtfertigen" zu konfrontieren. Zarathustra, dessen guruhafte Lebensregeln stets im tönenden Erz göttlicher Bevollmächtigung erklingen - "Wahrlich, ich sage euch" -, Zarathustra, der Mussolini und Robert Walser entzückte, der Thomas Mann immerhin achtungsvoll verstörte, Zarathustra, für den die Metaphysiker Pharisäer waren, Zarathustra, der Freund der Wollust. Und widerspenstig selbst dem Autor.     » weiterlesen


Grillparzers "Das goldene Vlies" am ResidenztheaterUnd ewig grüßt das Afrikakorps

von Michael Weiser am 14.12.2015

Was hat Kolonialismus mit Flüchtlingselend zu tun? Eine ganze Menge. Dennoch scheitert Anne Lenk beim Versuch, beide Themen in Franz Grillparzers Dreifach-Drama "Das goldene Vlies" unterzubringen. Weil die Griechen in diesem Drama eben nicht so gut zu Kolonisatoren taugen.     » weiterlesen


Kammerspiele-Intendant Matthias Lilienthal im Interview"Mein Blick hat etwas Touristisches"

von Michael Weiser am 27.11.2015

Seit einigen Wochen schwingt Matthias Lilienthal an den Kammerspielen das Szepter. Kaum war der Intendant zu Atem gekommen, baten wir ihn zum Plausch. Warum es gut ist, über einem Café zu wohnen; warum es nicht gut ist, alle Schauspieler auszuwechseln, wenn man als Intendant anfängt; wie er zu Christoph Schlingensief kam und warum Beirut besser sein sollte als Bayreuth - darüber sprachen wir mit Lilienthal.     » weiterlesen


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