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Leben

Alt-OB Christian Ude zu seiner SPD beim Neujahrsempfang des KulturforumsNicht nur an den Viehhof denken

von Michael Grill am 08.01.2015

Wie viel SPD ist noch in Alt-OB Christian Ude? Während eine Münchner Zeitung allen Ernstes behauptet, er "zementiert das Zerwürfnis mit seiner alten Partei", bloß weil er beim Dreikönigstreffen der Münchner SPD nicht anwesend war, agierte er am Abend desselben Tages recht leidenschaftlich mitten unter seinen Genossen: beim Neujahrsempfang des SPD-Kulturforums im "Pschorr". Da geht's ja bloß um die Kultur? Mitnichten, Ude machte sogar ein ganz neues Fass auf: das der Außenpolitik.     » weiterlesen


Anna Netrebko und Christian Thielemann beim Silvesterkonzert mit der "Csárdásfürstin"Patriotische Fürstin rettet in Dresden das Operettenland

von Volker Boser am 29.12.2014

Der einmalige Ausrutscher einer weltberühmten Opern-Primadonna? Yvonne Kálmán, die Tochter des Komponisten hatte lange darauf hingearbeitet: Wer anders als Anna Netrebko wäre dazu geeignet, der „Csárdásfürstin“ zu neuem Glamour zu verhelfen? Emmerich Kálmáns einst vielgeliebte Operette kann zwar immer noch mit manch vergnüglichen Augenblicken punkten. Aber sie ist längst nicht mehr „up to date“, die Handlung dürftig, die Musik von gestern. Im vorgezogenen Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden war es nun endlich soweit. Anna Netrebko wagte sich mutig auf ungewohntes Terrain -  und siegte glanzvoll, auch wenn sie manchmal nicht so recht im Bilde schien. Stimme, Allüre, Ausstrahlung: Alles passte. Eine Diva hielt Hof. Die übrigen hatten zu gehorchen, Dirigent Christian Thielemann, das Orchester, vor allem aber der ebenfalls mächtig bejubelte Tenor Juan Diego Flórez.     » weiterlesen


Alt-OB Christian Ude und Verleger Dirk Ippen im SPD-Kulturforum über Münchner ZeitungenAuf dem Weg in die Nische

von Michael Grill am 08.12.2014

Beim Publikum auf dem Kulturforum der Sozialdemokratie in München darf man eine Zeitungs-Abo-Quote von 100 Prozent vermuten. Die Lage auf dem Zeitungsmarkt wäre sicherlich um einiges entspannter, wäre ganz München ein Kulturforum der Sozialdemokratie. Der doppelte Konjunktiv signalisiert: Da gibt es nicht nur ein Problem. Die Zeitungen siechen, die Journalisten bangen, die Verleger, sofern noch vorhanden, zürnen. Bei Dirk Ippen, Verleger von Münchner Merkur und tz und sehr vielen weiteren deutschen Zeitungen, ist das nicht völlig, aber ein Stück weit anders. Im Kulturforum befragte ihn dessen Vorsitzender höchstselbst, nämlich Alt-OB (und Uralt-Redakteur) Christian Ude, wie das denn nun weitergehe mit dem Münchner Journalismus. Auch Ude verriet Erstaunliches, etwa über seine neue Lieblings-Lokalzeitung.     » weiterlesen


Wie München sich in Zukunft der Welt präsentieren willKultur ist die neue Wiesn

von Michael Grill am 03.12.2014

Die Münchner Kultur steht vor einem Paradigmenwechsel, wie er tiefgreifender kaum sein könnte. Zwar nicht in der Innensicht, denn die Politik des Tourismusamtes interessiert den Münchner höchstens, wenn der Bierpreis auf der Wiesn tangiert ist. Aber sehr wohl in der Außendarstellung, also dem Bild, das sich der Rest der Welt von München macht oder machen soll. Grob gesagt, will die Stadt in Zukunft weniger auf Bier und Fußball, und mehr auf Kunst, Kultur - und das offenbar so unvergleichliche Lebensgefühl setzen. Ob das gutgeht? Die Präsentation des Konzepts als eine Art verspätete Regierungserklärung der seit anderthalb Jahren amtierenden Tourismus-Chefin Geraldine Knudson im Olympiapark wurde jedenfalls zu einer Kampfansage an das jahrzehntelang gepflegte München-Image ihrer Vorgängerin Gabriele Weishäupl.     » weiterlesen


Ballett im Theater Augsburg mit "Romeo und Julia" von Sergei ProkofjewLakonisch von der Schwärmerei zur verzweifelten Liebe

von Volker Boser am 02.12.2014

Man hat ihm Zeit gelassen, und er hat sie genutzt. Seit 2007 ist der Amerikaner Robert Conn Ballettchef am Theater Augsburg. Sieben Jahre nach seinem Amtsantritt kann der ehemalige Tänzer im Stuttgarter Ballett die Früchte seiner hartnäckigen Arbeit ernten. Vor allem die Ensembleszenen in Young Soon Hues Choreographie von Prokofjews „Romeo und Julia“ zeigen perfekt abgestimmtes Teamwork, das auch in weitaus berühmteren Compagnien nicht selbstverständlich ist. Aber diese Präzision hat ihren Preis.     » weiterlesen


Wohnungs-Aktivist Max Heisler über das Scheitern eines KulturprojektsGelackmeiert in Haidhausen

von kulturvollzug am 23.11.2014

Die Münchner Jugend-, Kultur- und Stadtviertel-Szene schleppt sich von Zwischennutzung zu Zwischennutzung. Seit Puerto Giesing ist aber nicht mehr viel passiert. Jetzt sollte in Haidhausen die "Lackiererei" das nächste große heiße Ding werden. Doch das ist am Ende, bevor es überhaupt richtig begonnen hat. Maximilian Heisler, Vorsitzender des "Bündnis Bezahlbares Wohnen", hat sich für den Kulturvollzug auf die Suche nach den Gründen gemacht - und war plötzlich live dabei beim endgültigen Ende. (gr.)     » weiterlesen


Zum Film über Dieter Hildebrandt - und Münchens neuen Preis-PlänenWeiterlachen gegen die Entklugung

von kulturvollzug am 18.11.2014

„Es gibt Reden, die kann man nicht halten, die muss man fallen lassen“, hatte der vor einem Jahr verstorbene Kabarettist Dieter Hildebrandt einmal gesagt. Doch die kleine Rede, die der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ihm zu Ehren am Montagmittag in der Lach-und-Schießgesellschaft hielt, sollte man ganz hochhalten. Darin versprach der Oberbürgermeister nämlich einen städtischen Förderpreis für Nachwuchskabarettisten, der zur Erinnerung an den größten Kabarettisten dieser Stadt nach Dieter Hildebrandt benannt werden soll. Wie hoch der Preis dotiert ist, der jährlich zu Hildebrandts Geburtstag im Mai verliehen werden soll, muss noch geklärt werden - so wie überhaupt erst der Stadtrat Reiters Vorschlag akzeptieren muss.     » weiterlesen


Vor 60 Jahren startete der moderne BahntourismusHotel und Tanz auf Schienen - die Mutationen eines Transportmittels

von Karl Stankiewitz am 01.11.2014

Zuerst sattelten die deutschen Urlauber – dank Wirtschaftswunder - aufs eigene Automobil um und fühlten sich richtig frei. Dann waren es die zunächst noch mit Propellern motorisierten, doch schon bald düsengetriebenen Charterflugzeuge, die ein messbares Quantum von Ferienreisenden der Deutschen Bundesbahn entzogen. Ungefähr zeitgleich wurde sie von immer dicker werdenden Kreuzfahrtschiffen nicht gerade gerammt, aber doch bedrängt. Und schließlich, seit jüngster Zeit, schnappen sich rasch vermehrende Fernbusse einen immer größeren Anteil von Reisenden.     » weiterlesen


Der Bayerische Rundfunk feiert ein Jahr der JubiläenBastler und Botschaften aus dem Bahnhofsviertel

von Karl Stankiewitz am 24.10.2014

Vor 90 Jahren gründete der Likörfabrikant Robert Riemerschmid zusammen mit drei anderen Münchnern die „Deutsche Stunde in Bayern“. Von einem Studio im Verkehrsministerium aus wurden die Eröffnungsansprache und das anschließende Festkonzert drahtlos ins Auditorium maximum der Universität übertragen. Die regelmäßigen Sendungen beinhalteten zunächst fast ausschließlich Zeitansagen, Nachrichten, Wetterberichte, Börsennachrichten – und etwas Musik. Aber schon am 4. September 1924 wurde erstmals ein Sängerwettbewerb mit immerhin 3880 Meldungen gesendet und am 21. Februar 1925 die erste Oper, der „Lohengrin“. Dies gilt als die Geburt des Bayerischen Rundfunks, auch wenn der Name „Bayerischer Rundfunk GmbH“ erst 1931 auftauchte, als bereits eine Viertelmillion Hörer gezählt wurden. Zu diesem Jubiläum gesellen sich heuer noch weitere.     » weiterlesen


Zur Geschichte der Migration an der IsarMünchen und seine Minderheiten – eine endlose Geschichte

von Karl Stankiewitz am 20.10.2014

„München ist eine weltoffene, tolerante und bunte Stadt. Menschen vieler Nationen, Kulturen und Religionen sind hier zu Hause. Humanität, Solidarität und Demokratie sind die Grundwerte, die unser kommunales Zusammenleben tragen. Das Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft gehört zur Geschichte unserer Stadt und wird ihre Zukunft sein. Wir setzen uns entschlossen für Menschenwürde, kulturelle Vielfalt und Freiheit ein.“ Mit dieser Resolution beantwortete die große Mehrheit des Münchner Stadtrats am 1. Oktober 2014 den Versuch einer extremistischen Gruppe, ihr Mütchen wieder einmal an einer Minderheit anderen Glaubens zu kühlen. Dem Autor Karl Stankiewitz bot sie Anlass, einige Grundgedanken zu formulieren für ein schon seit langem geplantes Buch mit dem Arbeitstitel „Bürger am Rande. München und seine Minderheiten“.     » weiterlesen


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