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Leben

Das Europäische Künstlerhaus in Freising zeigt Kunst von syrischen KünstlernAuf der Suche nach Identität

von kulturvollzug am 16.07.2016

In den vergangenen elf Jahren hat sich der Schafhof in Freising als Begegnungsstätte europäischer Künstler einen Namen gemacht, nun überschreitet er mit der Ausstellung „Transfer > Syrien“ seine selbst gesteckten Grenzen. Er eröffnet damit Einblicke in die zeitgenössische Kunst eines Landes, das derzeit vor allem wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in aller Munde ist. Ein wesentlicher Aspekt für dieses Projekt ist die Sensibilisierung der Besucher für die Flüchtlingssituation.     » weiterlesen


Stadtteil-Tour zu neuen Projekten eines sozial-ökologischen MünchensVom Holler beim Fräulein bis zur Insel am Marienplatz

von Karl Stankiewitz am 24.06.2016

Wir stehen am Südeingang des Englischen Gartens. Nebenan bieten die Eisbachsurfer ihr ganzjährig gut besuchtes Spektakel. Ringsum vier Ausstellungshäuser. Doch nichts davon interessiert unseren Stadtführer. Vielmehr geleitet Max Zeidler die kleine Gruppe zu einem unscheinbaren Holundergewächs am Wegrand. Fragende Augen. Da zieht der Max aus seiner roten „Stattreisen“-Tasche einen bunten Internet-Ausdruck, auf dem unser Bäumchen mit einem roten Icon auftaucht. Die Karte stammt von „mundraub“.     » weiterlesen


70 Jahre "Meitinger-Plan" für MünchenRettung der Ruinenstadt

von Karl Stankiewitz am 28.04.2016

Das neue München wurde vor 70 Jahren im 6. Stock des alten Hochhauses an der Blumenstraße geplant. Vom Februar bis zum Mai 1946 arbeitete Stadtbaurat Karl Meitinger an seinen „Vorschlägen zum Wiederaufbau“. Schon während des Krieges hatte er einige Gedanken dazu niedergeschrieben, sagt sein Sohn Otto Meitinger dem Kulturvollzug. Bei der endgültigen Fassung, die Oberbürgermeister Karl Scharnagl am 14. August 1946 dem Stadtrat vorlegte, musste er sich auf 64 Seiten beschränken. „Für ein umfassenderes Dokument reichte die Papierzuteilung der amerikanischen Militärregierung nicht“, verrät heute der 87jährige Architekt und Denkmalpfleger Otto Meitinger, der für den Wiederaufbau der Residenz verantwortlich und acht Jahre lang Präsident der Technischen Universität war.     » weiterlesen


Vollrad Kutscher und Richard Thieler im Freisinger SchafhofLeuchtende Werke

von kulturvollzug am 27.04.2016

Licht ist Energie und macht die Dinge erst sichtbar. Diese schlichte Tatsache kommt selten so markant wie in der aktuellen Ausstellung im Schafhof in Freising zur Geltung. Ohne Strom nämlich wäre dort rein nichts zu sehen und somit avanciert diese Präsentation flugs zu einer Chiffre für unsere Abhängigkeit. Um dies zu visualisieren hat Eike Berg zwei namhafte deutsche Künstler eingeladen, die sich mit dem Thema Identität beschäftigen - womit ihre Arbeiten sich zudem in das Jahresthema des Hauses einfügen. Obendrein reflektieren beide das Phänomen Kino, was in einer kinolosen Stadt wie Freising freilich von besonderer Bedeutung ist. Im Schafhof gibt es regelmäßige Filmvorstellungen - ein Grund mehr für diese Ausstellung an diesem Ort.     » weiterlesen


Ugo Dossi in der Regensburger Galerie "Artaffair"Ein feines Grinsen der Götter

von Michael Wüst am 22.04.2016

Ugo Dossi zeigt derzeit Arbeiten von 1976 bis 2016 in der Regensburger Galerie "Artaffair". In den Räumen der ehemaligen Privatkapelle in der Nähe des bedeutendsten Doms der süddeutschen Gotik nehmen sich die Arbeiten Dossis, eingebettet in die gotischen Spitzbögen, kongenial, geradezu konspirativ aus. Er selbst bezeichnet sich als Schmuggler des Unbewussten.  Was er schmuggelt, sind Reanimationen des im Konstrukt der Geschichte schlummernden Wissens und Ahnens.     » weiterlesen


Pierre Jarawans Roman "Am Ende bleiben die Zedern"Sehnsuchtsorte der Geschichte

von Katrin Kaiser am 08.04.2016

Der Münchner Poetry Slammer Pierre Jarawan hat mit "Am Ende bleiben die Zedern" seinen ersten Roman geschrieben. Und der ist auf ziemlich viel Medieninteresse gestoßen. Besprechungen in zahlreichen regionalen und überregionalen Zeitungen, Online-Magazinen und Blogs sind ja gerade bei einem Erstlingswerk nicht selbstverständlich. Man muss konstatieren, dass Jarawan bei diesem kraftvollen, poetischen Buch ziemlich viel richtig gemacht hat.     » weiterlesen


Berlinale-Auftakt mit "Midnight Special" von Jeff NicholsMix aus Paranoia-, Thriller- und Familienfilm

von kulturvollzug am 15.02.2016

Mit 66 Jahren... da fängt das Leben an... Ob trotziges Seniorentum à la Udo Jürgens auf die Internationalen Filmfestspiele von Berlin passt, auch wenn die Berlinale heuer ihren 66sten feiert? Welchen Jahrgang an Filmen diese Schnapszahl wohl hervorbringt? Kopfweh-lastiges oder Feier-Filme? Wir werden sehen. Bis zum 21.2.2016 grassiert auf jeden Fall wieder das Filmfieber in der Hauptstadt. Am Donnerstagabend stand schon mal ein erstklassiger Eröffnungsfilm auf dem Programm: Die vierfach Oscar-dekorierten Coen-Brüder hatten ihre satirisch-überdrehte Hommage an das klassische Hollywood-System der „Goldenen Ära“ der 1940er und 1950er Jahre („Hail, Caesar!“) im Gepäck: Ein absoluter Hit, der Kritiker- wie Publikumsherzen im Sturm für sich gewinnen konnte und zugleich ein seltener Fall.     » weiterlesen


Nach "Trash People II" auf der Theresienwiese für TollwoodWie „Macher“ HA Schult die vermüllte Umwelt zur Kunst umfunktioniert

von Karl Stankiewitz am 08.02.2016

Winter-Tollwood ist vorbei, doch das Festival wirkt nach: Vor kurzem wurde es im Rahmen der European Festival Awards auf dem Eurosonic-Festival im niederländischen Groningen mit dem Green Operations Award ausgezeichnet. Der Preis zeichnet ökologisch und sozial engagierte Festivals aus; mit Tollwood nun auch erstmals eines aus Deutschland. Auf dem Winter-Tollwood hatte es viele Aktionen gegeben, von der Kampagne „Artgerechtes München“ bis zu „Bio für Kinder“. Zudem krönte das Festival eine Kunstaktion von HA Schult auf der Theresienwiese - "Trash People II". Wir blicken aus diesem Anlass noch einmal auf das Schaffen des Künstlers.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über die Einführung der Redoute vor 300 JahrenWie der Fasching in München entstand

von Karl Stankiewitz am 08.02.2016

Ob Max Emanuel die Idee vom Carneval in Venedig oder von seinem langjährigen Exil in Frankreich heimgebracht hatte, ist noch nicht erforscht worden. Jedenfalls erwähnt die Stadtchronik im Jahr 1716 die erste „Redoute“ in der Residenz des an Lust und Luxus gewohnten „Blauen Kurfürsten“, der zehn Jahre später an einem Magenleiden starb. Wenn das Datum stimmt, dann wird die Hochform des Münchner Faschings jetzt genau 300 Jahre alt.     » weiterlesen


Zum 85. Geburtstag des Bildhauers Martin MayerMit Gottvertrauen und üppigen Feen

von Christa Sigg am 28.01.2016

Seinen Keiler vor dem Jagdmuseum in der Münchner Fußgängerzone kennt jedes Kind. Auch den Franziskus oder die dralle Olympia. Am 16. Januar 2016 wurde der Münchner Bildhauer Martin Mayer 85 – ein Besuch bei ihm in der Borstei. Die eine räkelt sich ungezwungen am Boden. Zwei andere gucken Löcher in die Luft. Dazwischen öffnet eine Mollige verträumt die angewinkelten Beine, während einem die nächste ihr herrlich ausuferndes Gesäß entgegenstreckt. Ein bisschen wie in Ingres‘ „Türkischem Bad“ geht es hier zu. Nur sitzt der Pascha mittendrin: Martin Mayer lächelt, und seine durchdringenden blauen Augen leuchten herausfordernd. So viele Frauen – das macht ihm so schnell keiner nach.     » weiterlesen


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