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Leben

Das Internationale Fellowship Programm Büchsenhausen in InnsbruckDenn Kunst und Theorie gehören zusammen

von kulturvollzug am 14.08.2015

Ein Schloss aus dem beginnenden 16. Jahrhundert in beherrschender Hanglage. Eine handverlesene Auswahl internationaler Künstler, die recherchezentriert arbeitet. Ein engagierter Leiter, der in der Kunsttheorie zu Hause ist und zum kritischen Diskurs rund um die eingeladenen Positionen lädt. Und schließlich eine jährlich stattfindende Gruppenausstellung, die sich aus am Ort und eigens für den Ort des Tiroler Kunstpavillons geschaffenen Arbeiten zusammensetzt.Dies sind die Zutaten des internationalenFellowship-Programms für Kunst und Theorie in Innsbruck, Tirol, Österreich. Ein Blick auf ein bemerkenswertes Projekt.      » weiterlesen


Karl Stankiewitz über die Geschichte des KarlstorsDie alten Türme, von denen aus München modern wurde

von Karl Stankiewitz am 10.08.2015

„Nix g'wiss woas ma net.“ Gewiss ist, dass dieser Münchner Spruch, der dem als „Finessensepperl“ bekannten Kramer und Liebesbriefboten Joseph Huber (1763 – 1829) zugeschrieben wird, auf einem Wapperl hoch droben am Karlstor zu lesen ist, wenn auch nur schwerlich. Und gewiss ist, dass sich eben dieses mittelalterliche Stadttor - wie derzeit andere berühmte Bauwerke - hinter einem Gerüst versteckt hat. Das Baureferat renoviert gerade derzeit die Fassaden. Sie sollen bis Mitte September 2015 in „historischem Altweiß“ erstrahlen. Auch die Steinschilder mit dem Sepperl und drei anderen Münchner Originalen sowie weitere Merkmale an der alten Mauer werden renoviert und besser erkenntlich gemacht. Die Arkadendurchgänge zwischen Stachus und Fußgängerzone bleiben derweil offen, nur die seitlichen Torbögen werden zur Sicherheit gesperrt. Ein Blick in die Historie des bekannten Bauwerks.     » weiterlesen


Der neue "Tristan" von Katharina Wagner in BayreuthVon der Liebe nicht mal den Tod

von Christa Sigg am 27.07.2015

Natürlich flog die blonde Mähne wieder kopfüber mit diesem zackigen Katharina-Wagner-Ruck. Der hat meistens etwas Trotziges. Doch diesmal klammerte sich die Festspielchefin verkrampft an ihr Regieteam, zog die Arme der Nebenmänner vor sich, als wollte sie in Deckung gehen. Allein: Es bestand kein Grund dazu, das Bayreuther Premierenpublikum spendierte ihrem „Tristan“ begeisterten Applaus, kein einziges Buh war zu vernehmen. Und das, obwohl Isolde nicht einmal den Liebestod sterben durfte.     » weiterlesen


Seefestspiele in MörbischMit Berliner Charme im Burgenland

von Volker Boser am 17.07.2015

Es werde sich schon ein Plätzchen finden, wo er das Papier „hinstecken“ könnte - da war er wieder ganz der alte Grantler. Zwanzig Jahre lang leitete Harald Serafin die Seefestspiele im burgenländischen Mörbisch, nahe der österreichisch-ungarischen Grenze. Er machte sie zum „Mekka der Operette“. Aber immer noch hat er sich nicht damit abgefunden, dass es ihm nicht gelungen ist, Sohn Daniel als seinen Nachfolger durchzuboxen. Seit drei Jahren leitet die deutsche Sopranistin Dagmar Schellenberger das ambitionierte Festival. Allen Unkenrufen zum Trotz, mit Erfolg: Nach verwackeltem Start mit Millöckers „Bettelstudent“ wurde das Musical „Anatevka“ im letzten Jahr mit insgesamt 168.000 Besuchern zum unerwarteten Hit, den die resolute Chefin aus Sachsen diesmal mit der Strauß-Operette „Eine Nacht in Venedig“ sogar noch übertreffen möchte. Vor der Premiere überreichte sie dem angereisten Oldtimer Serafin noch schnell die Mörbischer Ehrenmitgliedschaft – eben jene Urkunde, für die der mittlerweile 83jährige jetzt das passende Örtchen sucht.     » weiterlesen


Stückls "Nabucco" begeistert in OberammergauLenker der Volksmassen

von Jan Stöpel am 09.07.2015

Große Oper gibt's eben auch außerhalb der großen Städte: Oberammergau wagt sich unter Christian Stückl an Verdis "Nabucco" und meistert seine erste eigene Opernproduktion beeindruckend.     » weiterlesen


Bayern und die Nuklearenergie - Karl Stankiewitz über 40 Jahre OhuWie Deutschlands stärkste Atomfestung entstand, angegriffen und verteidigt wurde

von Karl Stankiewitz am 23.06.2015

Die Bayerische Staatsregierung wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, dass der Freistaat wie andere Bundesländer auch Atommüll zur Zwischenlagerung zurücknimmt. Dies wäre Bestandteil des Konzepts der Bundesregierung, mit dem die Folgen des Atomausstiegs und der Energiewende abgearbeitet werden sollen. KV-Autor Karl Stankiewitz erinnert sich an den Anfang der Bürgerbewegung gegen die Atomkraft in Bayern vor 40 Jahren, als den ersten klar wurde, dass diese Technik gewaltige Folgen haben wird.     » weiterlesen


Das war das Klangfest 2015 im GasteigVoll wie nie

von Michael Wüst am 26.05.2015

Das sechste Klangfest im Gasteig brach, zumindest was den Ansturm des Publikums anging, alle bisherigen Rekorde. Vorsichtig geschätzt deutlich über 10.000 Musikfreunde, hauptsächlich aus der Generation Silver Ager, schoben sich geduldig ineinander und voreinander her. Irgendwann waren die Schlangen hinsichtlich ihres Ziels nicht mehr zu unterscheiden, man stand sozusagen pauschal für die Konzerte in Black Box, Kleiner Konzertsaal und Carl-Orff-Saal an. Ein gelegentlicher Abstecher ins Überflutungsbecken Open-air-Bühne brachte mit klassisch kühlen Pfingstwetter etwas Erfrischung. 32 Konzerte.     » weiterlesen


Zum 66. Sudetendeutschen Tag an Pfingsten in Augsburg - Karl Stankiewitz erinnert sichVor 70 Jahren begann der Leidensweg

von Karl Stankiewitz am 23.05.2015

Der 66. Sudetendeutsche Tag, der zu Pfingsten 2015 in Augsburg stattfindet, hat heuer drei Höhepunkte: Zu gedenken ist der vor 70 Jahren begonnen Vertreibung von über drei Millionen Sudetendeutschen aus ihrer Heimat, aufzubauen ist ein internationales Netzwerk, das angesichts der weltweit größten Flüchtlingswelle seit 1945 ein kodifiziertes Heimatrecht anstrebt und zu würdigen ist der tschechisch-deutsche Verständigungsprozess, der nach einem Geleitwort von Bernd Posselt, dem Sprecher der Volksgruppe, „weiter an Fahrt aufnimmt“. Mit den stammesverwandten Bayern haben sich die „böhmischen Leut“ ohnehin längst verbrüdert.     » weiterlesen


Die Pinakothek der Moderne präsentiert "Königsklasse" auf HerrenchiemseeFür die Meerjungfrau - auf ins bayerische Meer!

von Christa Sigg am 21.05.2015

Schon erstaunlich, wie schnell sich eine Sache etabliert und ein Gefühl von Selbstverständlichkeit vermittelt. Allerdings muss sie dann auch passen, so, wie die „Königsklasse“ auf Herrenchiemsee. Oder konkret: die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im bayerischen Klein-Versailles Ludwigs II. Was 2013, als die Pinakothek der Moderne aufgrund von Rissen in der Rotunde saniert werden musste, als Versuch angedacht worden war, geht nun bereits ins dritte Jahr. Und hört man Josef Austermayer, den heutigen „Schlossherrn", in seiner kaum mehr zu steigernden Begeisterung erzählen, dann sollte das gemeinsame Projekt möglichst noch lange dauern.     » weiterlesen


50 Jahre diplomatische Beziehungen - Karl Stankiewitz über Juden nach 1945 in SüdbayernDer Hass hatte noch lange nicht kapituliert

von Karl Stankiewitz am 13.05.2015

Zum Jahresende 1944 – in den Kinos lief gerade das Veit-Harlan-Melodram „Opfergang“ an – konnten die Münchner Massenmordhelfer nach Berlin melden: Die Hauptstadt der Bewegung ist "judenfrei". Von den rund 12.000 jüdischen Bürgern überlebten hier, in ihrer Heimatstadt, nur 84. Eine erschreckende Zahl, dokumentiert von Hanns Lamm, dem ersten Nachkriegs-Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde. Diese war schon am 19. Juli 1945 in einem Altersheim an der Kaulbachstraße neu gegründet worden. Zu Beginn der Versammlung gedachten die etwa hundert Anwesenden ihrer ermordeten Glaubensbrüder.     » weiterlesen


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