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Erinnerungen an einen Selbstversuch in Sachen HöhlentourismusMeine Nacht in der Unterwelt

von Karl Stankiewitz am 26.08.2014

Zahlreiche Veranstalter bieten auch für die kommenden Monate geführte Touren in Höhlen deutscher und europäischer Mittelgebirge zu Preisen ab 39 Euro an. Solche Programme sind längst zu einem beliebten Bestandteil des expandierenden Action-Tourismus geworden, ähnlich wie Canyoning oder Bungee-Jumping. In diesem Sommer 2014 erschreckten allerdings zwei Höhlen-Unfälle aus dem Bereich der Forschung mit spektakulären Rettungseinsätzen die Öffentlichkeit. Karl Stankiewitz hatte im Sommer 1997, als der Ausflug, der Ein- oder Ausstieg in die Unterwelt einen ersten großen Aufschwung erlebte, an einer derartigen „Befahrung“ teilgenommen. Hier seine damalige Reportage – gekürzt zur Diskussion gestellt.     » weiterlesen


Zum Tod von Ernst Maria Lang, dem Doyen der deutschen KarikaturDer Aufspießer

von Karl Stankiewitz am 06.08.2014

Der Doyen der politischen Karikatur in Deutschland stammte aus Oberammergau, dem Dorf der Holzschnitzer und Passionsspieler, aus dem viele markante, eigensinnige, holzschnitzartige Querköpfe hervorgegangen sind, vom Bürgermeister Raimund Lang, der 1966 für eine behutsame Reform des uralten Spiels kämpfte, bis zum Volkstheater-Reformer Christian Stückl. Das satirische Zeichnen hatte Ernst Maria Lang, Sohn eines weltberühmten Spielleiters, in der Klosterschule Ettal angefangen, was aber weder seinen Eltern noch seinen Benediktinerlehrern viel Spaß machte.     » weiterlesen


Zum Schwabinger Kunstpreis 2014Grau und grauer - doch ewig lockt Wahnmoching

von Michael Grill am 25.07.2014

Der Schwabinger Kunstpreis ist ja sozusagen der Christian Ude unter den Münchner Kunstpreisen, womit gemeint ist, dass er erstens eine sehr spezielle, in München aber weit verbreitete Klientel anspricht, und zweitens, dass er scheinbar schon immer da war und alterlos ist, was aber gar nicht stimmt. Der Schwabinger Kunstpreis 2014 ging an die Zeichnerin Cornelia von Seidlein, den Filmhistoriker Helmut Färber und den Musiker Roman Bunka.     » weiterlesen


Stefan Hunsteins großartige Installation "Gegenwart...!" in der PaulskircheAn der Grenze, auf der Schnittstelle

von Michael Grill am 03.07.2014

In der Paulskirche, wo die katholische Kirche der modernen Kunst gegenüber auffallend aufgeschlossen ist, gibt es jetzt eine Arbeit des Schauspielers und Fotokünstlers Stefan Hunstein zu erleben, die vor Jahren in Freising fast schon ein bisschen berühmt geworden war, und die nun möglicherweise die Chance auf einen festen Platz in München hat. Die Installation zeigt sieben Gesichter. Sie hat eine Intensität, der sich kaum ein Betrachter entziehen kann und die den riesigen neugotischen Kirchenraum erfüllt, obwohl sie im rechten Seitenschiff steht.     » weiterlesen


"musica viva" mit Werken von Tom Johnson, Nico Richter de Vroe und Klaus LangFuji-Realitäten, Bonbonträume, französische DDR und BR-Klassik-Rettung

von Alexander Strauch am 11.06.2014

„Munich Rhythms“ - das Klappern der Züge über die Isarstahlbrücke, FC Bayern-Sprechchöre, plätschernde Fischtreppen am Flaucher, das Rumpeln der U-Bahnwaggons aus den frühen 70er Jahren, Skateboardwippen auf der Nationaltheaterfreitreppe? Ist es die Crossover-Version von Richard Strauss' München Walzer?      » weiterlesen


München bekommt ersten Stolperstein für ein Opfer der Nazi-EuthanasieRotes Kreuz hieß - Tod

von Karl Stankiewitz am 21.05.2014

Am Donnerstag, den 22. Mai 2014, wird ein Gedenkstein für Max Sax, der am 30. Juli 1943 im Alter von 71 Jahren in der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar gestorben ist, in München feierlich gelegt. Max Sax starb, weil er im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms unter der Aufsicht der Pfleger und Ärzte verhungerte. Der Gedenkstein für Max Sax ist der 27. Stolperstein, der in München verlegt wird und der an die Krankenmorde erinnert, die aus historischer Sicht heute einhellig als „Probelauf für den Holocaust“ gesehen werden. Bisher mussten alle 27 Stolpersteine in München auf Privatgrund verlegt werden, da der Stadtrat 2004 eine Verlegung auf öffentlichem Gelände verboten hat. Das Thema wird heuer wieder Gegenstand einer Stadtratsvorlage sein.     » weiterlesen


Des Oberbürgermeisters Abschieds-Tour nach 21 JahrenUde ade

von Michael Grill am 16.05.2014

Jetzt ist dann aber endgültig Schluss: Nachdem Münchens Alt-OB Christian Ude seit gefühlten Jahren aus dem Amt schied, wird heute (16.5.2014) mit einem Festakt zu seinen Ehren im Deutschen Theater noch ein finales Mal glamour- und promimäßig gefeiert. Offiziell war Ude, der München 21 Jahre lang regiert hat, schon am 30.  April aus dem Amt geschieden, in dem er aus Altersgründen nicht verbleiben durfte. An jenem letzten Arbeitstag machte er, taktisch und rhetorisch geschickt versteckt, wie es seine Kunst ist, auch eine kleine kulturelle Grundsatz-Erklärung.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über einen Aspekt deutscher HistorieDie Pfalz als bayerische Krim - 800 Jahre gemeinsame Geschichte, aber keine Aussicht auf Rückkehr

von Karl Stankiewitz am 07.05.2014

Jahrhundertelang war die Pfalz für Bayern ungefähr das, was die Krim für Russland war: ein exterritorialer, fruchtbarer, landschaftlich schöner Landesteil nicht ohne strategische Bedeutung. Es geschah im Frühjahr 1214, dass der später erdolchte Bayernherzog Ludwig der Kelheimer vom König und späteren Kaiser Friedrich II. mit der vormals welfischen Pfalzgrafschaft bei Rhein belehnt wurde, wie eine vom 6. Oktober datierte Urkunde im Landesarchiv Speyer besagt.     » weiterlesen


Zum Maibockanstich im Hofbräuhaus mit Django Asül"Hubert, mehr Lob geht nicht!" - was vom Derblecken übrigbleibt

von Michael Grill am 30.04.2014

Die kabarettistische Starkbierveranstaltung im Hofbräuhaus hat sich längst zu einer ernstzunehmenden Alternative zur berühmten Konkurrenz auf dem Nockherberg entwickelt. Maßgeblichen Anteil daran hat der Maibock-Festredner Django Asül, dessen niederbayrische Direktheit geradezu kathartische Wirkung hat. Heute (30.4.2014) ist es wieder soweit: Derblecken im Hofbräuhaus. Zur Einstimmung auf die neue Asül-Runde eine Dokumentation der letzten Rede.         » weiterlesen


Ein Rückblick auf "Radikal jung" 2014 im Münchner Volkstheater von Gabriella LorenzImmer nur Sex ist auch keine Lösung

von Gabriella Lorenz am 17.04.2014

Für viele war dies schon das Highlight beim Festival „Radikal jung“. Die französische Truppe „Si vous pouviez lécher mon coeur“ (Wenn Sie mein Herz lecken könnten) wurde beim Theaterfestival in Avignon 2013 mit „Elementarteilchen“ nach Michel Houellebecq als Entdeckung gefeiert. Auch im halbvollen Volkstheater applaudierte das Publikum nach vier Stunden frenetisch. Und verlieh der Aufführung am Ende den mit 2500 Euro dotierten Publikumspreis.     » weiterlesen


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