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Kommentare

Zum letzten Kultur-Empfang von OB Christian UdeMelancholisch mit Spitzmaus im südlichsten aller Gärten

von Michael Grill am 11.07.2013

Soviel Kultur ist selten auf einem Flecken, auch in München, und noch dazu auf so einem schönen. 600 Menschen waren beim Kulturempfang von Oberbürgermeister Christian Ude, wohl zwar nicht alle Künstler, so doch mindestens: "Kulturschaffende". Münchenhistorisch schon jetzt bedeutend: Es war nach 21 Mal der definitiv letzte des OBs Ude, des kunstsinnigsten Oberbürgermeisters, der je Kulturempfänge veranstaltete - denn im nächsten Jahr muss er sein Amt bereits abgegeben haben. Ude blieb staatsmännisch nüchtern, das Publikum war durchaus etwas wehmütig.     » weiterlesen


20 Jahre Domagk-AteliersEs war so schön, dann kam die sanierende Hand

von Michael Wüst am 11.07.2013

An acht Tagen feierten die Domagk-Ateliers im Haus 50 und auf dem Freigelände im Münchner Norden ihr 20jähriges Bestehen. Dazu gab es ein reiches Rahmenprogramm mit einem Dutzend Bands, Filmen und eine Podiumsdiskussion.     » weiterlesen


Münchens schwieriger Umgang mit der ErinnerungskulturFlamme im Kerker kommt zurück, Fels im Gras soll verschwinden

von Karl Stankiewitz am 30.06.2013

Keine andere Stadt war mit dem Aufstieg und dem Führungspersonal des Nationalsozialismus, mit Verfolgung und Widerstand so lange und so eng verbunden wie München, nicht einmal die damalige Reichshauptstadt Berlin. Dennoch war und ist es gerade in der einstigen "Hauptstadt der Bewegung", die ihr österreichischer Wahl- und zeitweilige Ehrenbürger Adolf Hitler noch in den Stunden des Untergangs durch seine bayerische Sekretärin grüßen ließ, beispiellos schwierig, eine angemessene, umfassende, politisch korrekte Erinnerungskultur zu entwickeln - trotz der ungewöhnlich vielen Straßenbenennungen, Hinweistafeln, Denkmäler und Mahnstätten. Viele sind nur durch bürgerschaftliches Engagement realisiert worden. Eine Übersicht über Münchner Debatten und Projekte.     » weiterlesen


Lenbachhaus wiedereröffnetGoldener Tempel für die Kunst

von Jan Stöpel am 08.05.2013

Das Schmuckkästchen am Entreé des Königsplatzes glänzt wieder: Nach Jahren des Um- und Anbaus öffnet das Lenbachhaus am heutigen Mittwoch seine Pforten. Mit prominenten Neuzugängen auch aus der zeitgenössischen Kunst, einer teilweise atemberaubenden Architektur - und einer beeindruckenden und neuartigen Lichtregie.     » weiterlesen


Moses Wolff über den Untergang eines StadtviertelsWarum im Glockenbach alle Kündigungen auf den nächsten Sommer laufen

von kulturvollzug am 12.04.2013

Vielleicht gibt es eine Wette zwischen einer Gruppe seelenloser Hauseigentümer und der Stadt München, die vor wenigen Jahren in Champagnerlaune im Ratskeller getätigt wurde. Wettgegenstand: die Verwandlung des beliebtesten Viertels Münchens in ein steriles Nichts, und das Ganze fast so schnell, wie sich Clark Kent in der Telefonzelle umziehen kann. Die Hauseigentümer: „Des back ma in a paar Jahr!“. Die Stadt München: „Mir brauchen schon ein Datum!“. Die Hauseigentümer: „01.09.2013.“. Die Stadt München: „Da wett ma mir dagegen.“ Wetteinsatz: ums Recht. Top, die Wette galt!     » weiterlesen


1,2 Millionen Euro für ein Projekt der StadtSelten war ein Sockel so leer im Raum

von Achim Manthey am 03.02.2013

Die Stadt München gibt viel Geld aus für ein Kunstprojekt, das zum Nachdenken über die Bedeutung des öffentlichen Raums anregen soll. Muss das sein?     » weiterlesen


Zum Tod der Kritikerin Sigrid HardtAls die Sterne noch leuchteten

von Michael Grill am 17.01.2013

Diese Stadt München ist voller alter Geschichten, in denen eine Zeitung eine Rolle spielt, die alle mochten: Die schnell war und seriös, unterhaltsam und charmant, ernsthaft und engagiert. Die Reporter, Redakteure und Kritiker hatte, die mal besser und mal schlechter schrieben, aber für die die Suche nach Wahrheit nichts Lächerliches, sondern etwas Erstrebenswertes war und die Kulturjournalismus als Obsession betrieben und das auch durften. Eine Redaktion voller Sterne, die stolz war auf ihre Schreiber und Querköpfe, und die nicht als Contentmaschine von willfähigen Chefs und Eignern bis zur Stromlinienförmigkeit heruntersaniert worden war. In einer solchen Zeitung arbeitete Sigrid "Sigi" Hardt.     » weiterlesen


Zur Affäre um den CSU-Sprecher StreppAls mich der Sprecher der bayerischen Landtags-SPD bedrohte

von Michael Grill am 29.10.2012

Medienkultur absurd: Ein Sprecher der CSU ruft bei einem öffentlich-rechtlichen Sender an. Angeblich soll er "mit Diskussionen gedroht" haben, falls über den Landesparteitag der SPD-Opposition berichtet wird. Dies wird öffentlich bekannt, kurz darauf ist der Mann seinen Job los. Seitdem überschlagen sich Kritiker und Mutmaßer, ob Bayern womöglich ein demokratisches Entwicklungsland sei, in dem Zensur ausgeübt werde. Die SPD sieht naturgemäß die Staatsspitze in der Verantwortung; SPD-Landtags-Spitzenkandidat Christian Ude sprach von einer "ganz systematischen Intervention". Hier einige sehr persönliche Erinnerungen, wie es die bayerische SPD einmal selbst versucht hat.     » weiterlesen


Die Biersorten auf dem OktoberfestHauch von Karottenbrei, Schaum mit Blasenbildung

von kulturvollzug am 23.09.2012

  Derzeit ist die Münchner Kultur wieder gelb und schäumt im Glas. Da auch ein Feuilleton nicht völlig an den Zeichen der Zeit vorbeisehen kann, haben wir aus gegebenem Anlass einen der besten des Fachs um eine besondere Rezension gebeten. Hier also der große Wiesnbier-Test des Münchner Autors und Satirikers Moses Wolff. Er weiß: Ein Rezensent muss so manches schlucken. (gr.)     » weiterlesen


Neuer Gründungsdirektor für NS-DokuzentrumWinfried Nerdinger steht vor wichtigen Entscheidungen

von Michael Grill am 26.07.2012

Im Bücherregal von Kulturreferent Hans-Georg Küppers steht sie noch: Irmtrud Wojak, die erste Gründungsdirektorin des im Bau befindlichen NS-Dokumentationszentrums an der Brienner Straße, deren Amtsführung so sehr zum Desaster geriet, dass sich die Stadt vor einiger Zeit zur Trennung gezwungen sah. Küppers hat ihre Biografie über den Anwalt Fritz Bauer einsortiert zwischen einem Buch mit dem Titel "Schreiben kann jeder" und dem "Operetten A-Z". Einen Hintersinn will hier niemand unterstellen, er wäre aber denkbar. Küppers wollte vielmehr den nun neu gefundenen Gründungsdirektor vorstellen, dessen Vertrag ab Oktober 2012 bis zur Eröffnung vom Stadtrat gestern (25. Juli 2012) einstimmig abgesegnet wurde.     » weiterlesen


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