"Ich bin kein Düsterling": Arnulf Rainer über seine Gemäldeschenkung an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
Seine Bilder erscheinen oft düster und schwer, er selbst ist es gar nicht: Der österreichische Maler Arnulf Rainer wirkt verschmitzt, gewitzt und sehr vergnügt. In der Kunst war er stets ein Grenzgänger: Zunächst fasziniert von Surrealismus und Informel, malte er später unter LSD-Einfluss, setzte sich mit den Ausdrucksformen von psychisch Kranken auseinander. Jetzt hat er den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen 110 seiner Werke geschenkt. Die Pinakothek der Moderne widmet ihm dauerhaft zwei Schauräume, der Künstler wurde mit einem Festakt geehrt. Wir haben mit ihm gesprochen. » weiterlesen
Ausnahmemusiker mit schwachem Abend: Das Jerusalem Quartett in München
Vor 18 Jahren haben sie sich gefunden. Da waren die Mitglieder des Jerusalem Quartetts noch Teenager. Mittlerweile gehören sie zu den Besten ihres Fachs, auch wenn sie vor zwei Jahren den Bratscher Amihai Grosz an die Berliner Philharmoniker verloren. Ori Kam ersetzt ihn, ohne dass künstlerische Einbußen zu bemerken wären. » weiterlesen
Genug ist genug: Lehars konzertante "Giuditta" im Prinzregententheater
Franz Lehars musikalische Komödie „Giuditta“ muss nicht sein. Das geben auch hartnäckige Fans gerne zu. Doch weil Dirigent Ulf Schirmer mit dem Rundfunkorchester dieses Werk auf CD aufnehmen darf, kamen die Besucher im Prinzregentheater in den Genuss einer konzertanten Aufführung. » weiterlesen
"Steaming Satellites" in der Kranhalle lassen den Zeppelin fliegen
„Salzburger Nockerln, Salzburger Nockerln… sind wie ein himmlischer Gruß“, sang Peter Alexander. - Vorbei. Aus is. Mit den „Steaming Satellites“ unterstrich das erneut eine elektrisierende Band aus Salzburg. Sie rockte zum Tourstart die Kranhalle kräftig und ließ so die Luft raus, dass kein Nockerl auf dem anderen blieb. » weiterlesen
Blaurad
Schuttabladeplatz der Zeit: King Kong & Co. hinterm Bauzaun an der Landsberger Straße
Über einen seltsam berührenden Schrottplatz für Skulpturen in München. » weiterlesen
Christian Stückl wuchtet den „Stellvertreter“ auf die Bühne: Viel Diskurs, wenig Theater
Als es gegen Ende des Abends zu regnen beginnt, kommt das einer kleinen Erlösung gleich: Endlich ein theatrales Mittel jenseits des Gesprochenen! Fast wäre man vertrocknet zwischen all den Wörtern, zwischen all den argumentativen Aufbauten, die Rolf Hochhuts Drama „Der Stellvertreter“ inszeniert, um logisch fiktiv und historisch fundiert aufzuzeigen, dass sich Papst Pius XII. schuldig gemacht hat, weil er lächerlich wenig bis nichts gegen die Massenvernichtung der Juden im Dritten Reich unternahm. » weiterlesen
Ein Ring, sich zu finden: Andreas Kriegenburg über seine Wagner-Erfahrung
Die Wagner-Stadt an sich ist Bayreuth. Doch den großen Fang hat München gemacht. Ab 4. Februar inszeniert Andreas Kriegenburg, einer der bedeutendsten deutschen Regisseure, Richard Wagners Opernmassiv "Der Ring" - ein Jahr vor Frank Castorfs Jubiläums-"Ring". Kriegenburg sprach mit dem Kulturvollzug über seine Zuneigung zu München und seine späten und um so intensiveren Erfahrungen mit Wagner. » weiterlesen
Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung
Märtyrer aus Solidarität: Stückl inszeniert Hochhuths "Stellvertreter"
Was war das für ein Skandal, als Erwin Piscator anno 1963 „Der Stellvertreter“ in Berlin uraufführte. Da bezichtigte der Schriftsteller Rolf Hochhuth den 1958 verstorbenen Papst Pius XII. der Mitschuld am Holocaust – wegen dessen Schweigen zum Völkermord an den Juden. Volkstheater-Chef Christian Stückl wagt jetzt eine Inszenierung in München. » weiterlesen
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