Spiegelspielerei
Aktuell in der Whitebox: Junge Fotografen über Unorte, Kinderlachen und die eigene Schönheit
In der Ausstellung "Borderless", die derzeit in der Whitebox zu sehen ist, präsentieren 20 Studierende und Absolventen des Masterstudiengangs Photography der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ihre Arbeiten. Eine Bestandsaufnahme der letzten drei Jahre Ausbildungsarbeit. » weiterlesen
Dan Ettinger dirigiert das 3. Akademiekonzert in der Oper: Dramatische Energie lässt Taktstock fliegen
Der israelische Dirigent Dan Ettinger ist ein gefragter Mann: An der Bayerischen Staatsoper dirigiert er Bizets „Carmen“, Donizettis „Liebestrank“, dazu „La Bohème“ und „Turandot“ von Puccini. Außerdem ist er Generalmusikdirektor in Mannheim und Chefdirigent des New Tokyo Philharmonic Orchestra: Der 41-jährige hat alle Hände voll zu tun. Das von ihm geleitete Akademiekonzert im Nationaltheater dauerte keine fünf Minuten, da flog der Taktstock im hohen Bogen ins Orchester. » weiterlesen
Holger Dreissigs "Heiratsmarkt" im i-camp: Slapstick, Schmäh und Mopsmoderne
Mit seiner 21. Verwaltungsperformance „Heiratsmarkt“ feiert Autor und Regisseur Holger Dreissig heuer ein Jubiläum. Seit 20 Jahren nun schon hält er das Münchner Publikum an, mit ihm über das Verhältnis von Theater und Verwaltungsperformance zu forschen. Es scheint allerdings gewaltiger Umwege und Denkschleifen zu bedürfen, die Begrifflichkeit des Langzeitprojekts selbst zu klären, widmet sich Dreissig mit seinen Stücken doch seit Jahren schon dem, was nicht verwaltbar ist. Könnte es sein, dass es sich da um einen Schmäh handelt? » weiterlesen
Panzerballett hämmern Quintolen im Backstage: Irrsinn und Offenbarung
Ein Musikerleben könnte so einfach sein: Drei Akkorde und eine hübsche Melodie - darauf basieren Weltkarrieren. Es geht aber auch anders: Musik als Hochleistungsexperiment, bei dem jede Form ins Extrem getrieben wird. Das Panzerballett um den Gitarristen Jan Zehrfeld ist so ein Fall: Vom Metal die Härte, vom Jazz die Komplexität, und auf jeder Melodiefigur noch eine Pirouette gedreht. » weiterlesen
Designer Mirko Borsche im Interview zur Werkschau in der Pinakothek der Moderne: Zurück zur Natur der Idee!
74 Bilder, alle Schwarz-weiß und alle im Format 70 x 100 Zentimeter. Für die Ausstellung "Unplugged. Mirko Borsche. Design Works." übertrug der Münchner Designer Mirko Borsche die visuelle Sprache seiner Original-Arbeiten auf handgemalte Plakate. Abstraktion durch Reduktion: Ob es sich ursprünglich um eine Fotografie oder eine Illustration handelte, kann man nicht mehr erkennen, nur die Idee blieb bestehen. » weiterlesen
"Gyges und sein Ring" im Residenztheater: Stolz trifft auf Neugier und am Ende fließt mal wieder Blut
Der Schleier ist das Problem. Und das Geheimnis. Einmal entschleiert, ist die Frau darunter kein Geheimnis mehr, aber ein umso größeres Problem. Weil ihr fremder Sittenkodex als Rache für die Entehrung einen Ehrenmord fordert – und sei es ein Selbstmord. Als Friedrich Hebbel 1854 „Gyges und sein Ring“ schrieb, ahnte er nichts von Kopftuch-Debatten und muslimischen Ehrenmorden. Im Residenztheater hat die 28-jährige Regisseurin Nora Schlocker sich an die selten gespielte Tragödie gewagt – mit erstaunlich frischem Zugriff, kühler Ästhetik und dankenswertem Verzicht auf jede Aktualisierung Alle Assoziationen zu heute überlässt ihre stimmig gekürzte 90-Minuten-Inszenierung den Zuschauern. » weiterlesen
Zum 25. schenkt sich das "Theater Viel Lärm um Nichts" einen Abgrund - denn Liebe ist wahrlich keine Komödie
Das Theater Viel Lärm um Nichts feiert seinen 25. Geburtstag, wie auch anders, mit einem Shakespeare. Lustig oder doch eher todernst? In „Die 12. Nacht oder Was Ihr wollt“ erlebt Protagonistin Viola eine unheimliche Raunacht der Liebeswirren. » weiterlesen
Auf geht's
Vom KZ ins Lager: Das Jüdische Museum erzählt vom Schicksal der Displaced Persons
In der zweiteiligen Ausstellung "Juden 45/90" berichtet das Jüdische Museum München über das Schicksal jüdischer Mitbürger nach der Befreiung aus Konzentrationslagern oder ihrer Flucht aus Osteuropa. Der erste Teil "Von da und dort - Überlebende aus Osteuropa" gibt bewegende Einblicke in eine neue Isolation der Opfer, die nur langsam aufbrach. » weiterlesen
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