Archiv

Ausstellungen

Karl Stankiewitz über die Eröffnung der ständigen Archiv-Ausstellung im Haus der KunstVielzweck-Tempel im kritischen Rückbau

von Karl Stankiewitz am 13.03.2014

Die dunkle Bronzetafel ist leicht zu übersehen. Sie steht gleich am Eingang, vielleicht hat man sie auch bewusst so niedrig postiert. Auf ihr sind Namen von deutschen Wirtschaftsführern eingraviert, die damals wichtig waren und meist heute noch glänzen. Sie alle hatten dem Hitler-Staat 1937 finanziell unter die Arme gegriffen, damit dessen erster repräsentativer, protziger Großbau am Rand des Englischen Gartens errichtet werden konnte. Damit begann eine ebenso dunkle wie dramatische, lange verdrängte oder nur in Bruchstücken dokumentierte Geschichte der Architektur und der Kunst in Deutschland.     » weiterlesen


Der Maler Jürgen Partenheimer in der Pinakothek der ModerneAugenfreuden, frisch zurück vom Sponsoring-Partner

von Roberta De Righi am 17.02.2014

Er malt Kreise, Blasen und zarte Gitterstrukturen, die bevorzugten Farben sind Mintgrün, Lachsrosa, Orange und Hellgelb. Ein bisschen wirken Jürgen Partenheimers Formen wie stark vergrößerte Mikrostrukturen. Als gäben diese Bilder den Blick frei in verborgen blühende Innenwelten. Jetzt ist seine ätherische Abstraktion in der Pinakothek der Moderne zu sehen.     » weiterlesen


"Nike" und "Blitzbühne" in der AkademieGalerieBewusstsein und Erwartung - für wirklich jeden und alles

von kulturvollzug am 10.02.2014

Sieben junge Menschen spielen am nasskalten Nachmittag des 4. Februar 2014 unter dem Siegestor zünftige Blasmusik. Die wenigen Besucher, die der Einladung zur Prozession gefolgt sind, sind unsicher: „Gehört das dazu?“ Die Frage lässt sich bald bejahen, denn vom Gebäude der Kunstakademie zieht ein halbes Dutzend Künstlerinnen mit Leiterwagen und Schubkarren heran, und das fröstelnde Publikum raunt: „Da kommt die Nike!“ Besser gesagt ihre Einzelteile, denn wie bald zu erkennen ist, wird die Siegesgöttin in Form von Gipsfragmenten angeliefert, hier ein mannshoher Flügel, da ein Teil des Gewandes, Holzlatten und Drähte. Eine gewisse Unsicherheit im Publikum bleibt dennoch bestehen, denn so recht lässt sich nicht entscheiden, ob die Künstlerinnen deshalb halb verlegen, halb lässig neben ihren Leiterwagen und Schubkarren unterm Siegestor verharren, weil ihnen das Konzept fehlt, oder ob Lässigkeit das Konzept ist.     » weiterlesen


„La voix humaine“ im KunstvereinSchöne falsche Welt

von kulturvollzug am 05.02.2014

Die moderne Technik verbindet uns nicht nur jederzeit und überall, wir können auch permanent an der optimalen digitalen Inszenierung unserer Person feilen. Kein Wunder, dass mancher mit seinem Smartphone eine innigere Beziehung führen soll als mit dem Partner. Eine Ausstellung im Kunstverein fragt, wo in der virtuellen Welt eigentlich das Authentische und das Gefühl bleiben.     » weiterlesen


Zu "Decolonize München" im StadtmuseumBayern mit schwarzer Haut - und die Frage, wie viel "Bemerkung" normal ist

von Karl Stankiewitz am 29.01.2014

Viele kennen sie als Fernsehmoderatoren oder Sportler, besser als Musiker, Entertainer oder Sänger. Weniger bekannt sind sie etwa als Journalisten, vorzugsweise bei der Deutschen Welle, als Ingenieure, Manager, Ärzte, Wissenschaftler, Schriftsteller oder hohe Staatsdiener: die Staatsbürger mit afrikanischen Wurzeln, die schwarzen Deutschen, die deutschen Schwarzen, die hier geborenen oder zugewanderten Afro-Deutschen. Ein allgemein geläufiger oder gar offizieller Sammelbegriff hat sich noch nicht eingestellt. Dabei sind diese Alt- und Neubürger, soweit nötig, Adressaten zahlreicher Ämter, Vereine, Hilfsorganisationen, Freundeskreise. Über eine Ausstellung im Stadtmuseum kann man sich dem Thema nähern.     » weiterlesen


Interview mit der Kuratorin und Ausstellungsmacherin Alexandra GrimmerWeltweit unterwegs mit dem LKW des Abstrakten

von Michael Wüst am 20.01.2014

Anlässlich der Doppelausstellung „It´s Been A Long Time“ mit Papierarbeiten von Mathias Schmied sowie „Under Black Light“ mit Videos und Glasobjekten von Franz Dude und Schablonenbildern/Stencils von Olivier Hölzl im „Headegg“ an der Trogerstraße 19 führten wir ein sehr persönliches Gespräch mit der Kuratorin der Ausstellung Alexandra Grimmer. Die Ausstellung eröffnet am 24. Januar 2014.     » weiterlesen


Zur "Decolonize"-Debatte - Karl Stankiewitz über Südafrika im Jahre 1972Wenn selbst der Arzt nur im Dienste der Ausbeutung untersucht

von Karl Stankiewitz am 18.12.2013

Nicht nur wegen der immer noch in München vorhandenen Straßennamen und anderer Relikte mit kolonialem Bezug wird immer wieder über die hiesige Beziehung zu Afrika diskutiert. Aktuell beleuchtet eine Ausstellung im Stadtmuseum das Thema. Unser Autor Karl Stankiewitz erinnert sich aus diesem Anlass an eine Reise nach Südafrika vor mehr als 40 Jahren. Es ist ein auch heute noch erschütternder Bericht. Und gleichzeitig verstehen wir es auch ein wenig als Hommage an den vor kurzem verstorbenen Nelson Mandela. (gr.)     » weiterlesen


Ugo Dossi eröffnet bei Murnau sein AtelierhausNeues Gefäß für einen großen Geist

von Michael Wüst am 14.11.2013

Mit Ugo Dossi hat einmal mehr ein international bekannter Künstler die Landeshauptstadt München verlassen. Nicht mit unbekanntem Ziel. Am Samstag (9. 11. 2013) eröffnete der Hausherr mit „Weltmodelle  –  Sinnliches + Übersinnliches“ an neuer Adresse. Hinter „Atelier Ugo Dossi“, Neu Egling 3, verbirgt sich ein einzeln stehendes, umgebautes Gewerbehaus nebst kleinem „Austraghaus“. Es ist oberhalb des Riegsees gelegen, nahe der Malerstadt Murnau mit drei Ausstellungsräumen, Werkstätte, Seminarraum und Wohnung.     » weiterlesen


"On the Path of Death and Life" im MaximiliansforumDas Rauschen der Bilder

von kulturvollzug am 13.11.2013

Im November, dem Monat des Totengedenkens, lädt Klangregisseur Stefan Winter in den Münchner Untergrund. Bei der audiovisuellen Installation „On the Path of Death and Life. Drei Klangschaften im roten Raum“ verbindet er in Japan gesammelte "Klang- und Krachstücke" mit dem Werk des Komponisten Fumio Yasuda sowie mit Fotografien von Nobuyoshi Araki. Eine entscheidende Rolle spielt dabei – in Erinnerung an Fukushima – das Wasser, dessen Kraft zerstört und Neues schafft.     » weiterlesen


Münchner Filmmuseum feiert seinen 50. GeburtstagStadteigenes Kino mit Museum - das hat sonst niemand

von Karl Stankiewitz am 11.11.2013

Das erste Filmmuseum der Bundesrepublik wurde am 30. November 1963 vom Chef der Filmabteilung bei der Unesco, Professor Enrico Filchignoni, in München eröffnet. Es wurde im Anbau des Historischen Museum am Jakobsplatz im Verbund mit einem - schon Monate zuvor eingeweihten - Photomuseum eingerichtet. Heute, also genau 50 Jahre später, ist das Münchner Filmmuseum immer noch das einzige in Deutschland, das von einer Stadt getragen wird.     » weiterlesen


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