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Ausstellungen

",Geniale Dilletanten' - Subkultur der 1980er-Jahre in Deutschland" im Haus der KunstTanz den Pogo Diabolo!

von Michael Wüst am 21.08.2015

Am 4. September 1981 fand im Berliner Tempodrom die „Große Untergangsshow“ mit dem Untertitel „Das Festival der Genialen Dilletanten“ statt. Die dilettierende Schreibweise soll beabsichtigt gewesen sein. „Geniale Dilletanten“ war 1982 auch der Titel eines Buches im Berliner Merve-Verlag. Heraus- und Titelgeber war Wolfgang Müller von der Band "Die tödliche Doris", das Buch wurde eine Art Manifest dieser Jahre. Im Haus der Kunst, bereitete nun Kuratorin Mathilde Weh, mit Liebe zum Titel und im Rückblick auf einen bis dato letzten Moment real existierender Subkultur vor 30 Jahren, in Kooperation mit dem Goethe-Institut umfassend und spannend Aspekte und Dokumente dieser „dilletantischen“ Zeit auf.     » weiterlesen


Die Sammlungen der Pinakothek der Moderne gratulieren "PIN." zum 50. Jubiläum"A Perfect Match" - ein perfektes Abhängigkeitsverhältnis

von Roberta De Righi am 21.08.2015

Francis Bacons expressiv-deformiertes „Kreuzigungs“-Triptychon war 1965 starker Tobak im konservativen München, die Gegenwartskunst hatte noch keinen festen Platz in der hiesigen Museen-Landschaft. Weil die Ankaufsmittel so gering waren wie heute, suchte der damalige Direktor der Staatsgemäldesammlungen kunstaffine Unterstützer in der High Society. Er fand den Textilfabrikanten Walter Bareiss und Herzog Franz von Bayern sowie unter anderem den Bankier Alfred Winterstein und den Sammler Siegfried Wichmann. 1967 wurde der Galerie-Verein offiziell gegründet. Damals logierte die „Staatsgalerie moderner Kunst“ noch im Haus der Kunst; zur Eröffnung der Pinakothek der Moderne 2002 nannte sich der Verein in "PIN." um. Unter dem Titel „A Perfect Match“ zeigt die Pinakothek der Moderne nun eine große Auswahl von Exponaten, die seither von PIN. angekauft wurden – insgesamt über tausend.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz zum 200. Geburtstag von Adolf Friedrich von SchackMünchens größter Mäzen war ein Preuß'

von Karl Stankiewitz am 19.08.2015

Mit mehreren Führungen zur „Geistes- und Bilderwelt des 19. Jahrhunderts“ würdigt die Münchner Volkshochschule Anfang Juli den 200. Geburtstag eines Mannes, der zu den großen Mäzenen dieser Stadt gehört: Adolf Friedrich von Schack, geboren am 5. August 1815 in Schwerin, war ein hoch gebildeter, weit gereister, vermögender, einflussreicher Herr. Schon als Sechzehnjähriger veröffentlichte der Mecklenburger spanische Übersetzungen. In Berlin und Bonn studierte er außer Jura noch Arabisch, Sanskrit und Persisch. In diplomatischen Diensten bereiste er europäische Hauptstädte und den Orient. Mit Dichtern, Malern und Musikern stand er in engem Kontakt. Im Sommer 1854 lud ihn der bayerische König Max II. ein. Er verbrachte mehrere Wochen in dessen Sommerschloss in Berchtesgaden, dann gesellte er sich zu dem erlauchten Kreis von Gelehrten, mit dem sich der König umgab.     » weiterlesen


Das Internationale Fellowship Programm Büchsenhausen in InnsbruckDenn Kunst und Theorie gehören zusammen

von kulturvollzug am 14.08.2015

Ein Schloss aus dem beginnenden 16. Jahrhundert in beherrschender Hanglage. Eine handverlesene Auswahl internationaler Künstler, die recherchezentriert arbeitet. Ein engagierter Leiter, der in der Kunsttheorie zu Hause ist und zum kritischen Diskurs rund um die eingeladenen Positionen lädt. Und schließlich eine jährlich stattfindende Gruppenausstellung, die sich aus am Ort und eigens für den Ort des Tiroler Kunstpavillons geschaffenen Arbeiten zusammensetzt.Dies sind die Zutaten des internationalenFellowship-Programms für Kunst und Theorie in Innsbruck, Tirol, Österreich. Ein Blick auf ein bemerkenswertes Projekt.      » weiterlesen


Karl Stankiewitz über "Münchner Kunst nach 1945" im LenbachhausWarum so lange gewartet wurde, bis sich eine "SPUR" fand

von Karl Stankiewitz am 29.07.2015

Vor siebzig Jahren hat bekanntlich alles neu begonnen. Auch die Kunst. Eine Herausforderung für München, das jetzt nicht länger „Hauptstadt der Bewegung“ sein musste, sondern sich auf seinen gut fünfzig Jahre alten Ruf als „Kunststadt“ berufen konnte. Doch die Verhältnisse, die waren dieser nutz- und brotlosen Muse zunächst nicht sonderlich zuträglich. Zu viele andere, wichtigere, schwierigere Aufbauarbeiten waren vordringlich. Und Abstraktes war man schon überhaupt nicht gewöhnt. Für Ausstellungen fehlten noch lange nach der Stunde Null, dem 1. Mai 1945, alle Voraussetzungen, vor allem Räumlichkeiten. Erst allmählich erwachten, nach den rudimentären Theatern und Konzertsälen, die Kunstmuseen aus dem Tiefschlaf, aus dem Tiefschlag des Krieges. Nachdem sich einige Privatgalerien vorgewagt hatten, ging auch die städtische Galerie an der Luisenstraße an den Neustart. 1947 fand sich im fast unversehrten Nordflügel endlich Platz für eine Gegenwartsschau.     » weiterlesen


"Ring My Bell" von Zilla Leutenegger in der Pinakothek der ModerneEinnehmend aufgeräumt

von Christa Sigg am 25.07.2015

„Unglaublich. Nun habe ich eine Sieben-Zimmer-Wohnung mitten in München“, amüsiert sich Zilla Leutenegger am Ende des Rundgangs mit leiser Ironie. Sie kommt aus Zürich, wo die Preise nochmal eine gute Spur überspannter sind, doch ab einer gewissen Größenordnung ist das dann auch egal. Überhaupt hat man spätestens im Wohnzimmer mit der Dattelpalme den eigentlichen Ort vergessen: dass man durch ein Museum geht – und Schritt für Schritt das Tempo drosselt. Unwillkürlich.     » weiterlesen


"Gegen Kunst" - "'Entartete Kunst' - NS-Kunst - Sammeln nach '45" in der Pinakothek der ModerneWunschmaschinen einer schizophrenen Produktion

von Michael Wüst am 20.07.2015

Intensive Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Hauptstadt der Bewegung prägen dieses Jahr in München. Am 1. Mai 2015 wurde das NS-Dokumentationszentrum am Standort des ehemaligen Braunen Hauses, Brienner Straße 45, eingeweiht; in der Pasinger Fabrik wurde mit Ausstellung und großer Veranstaltungsreihe der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Israel vor 50 Jahren, am 12. Mai 1965, gedacht; das Stadtmuseum zeigt „Nationalsozialismus in München“. „Gegen Kunst“, in der Pinakothek der Moderne, stellt drei Triptychen und zwei Plastiken gegenüber, die exemplarisch das Spannungsverhältnis repräsentieren, das 1937 in der „Hauptstadt der Deutschen Kunst“ zwischen der offiziellen Kunstausstellung der Nationalsozialisten, „Große Deutsche Kunstausstellung“ und der Femeausstellung der entarteten Kunst in den Hofgartenarkaden bestand – und besteht.     » weiterlesen


"Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich" im Museum BrandhorstKeine Zeit, nur Produktion

von Michael Wüst am 04.07.2015

September 2010 war in Pittsburgh, Pennsylvania, die Ausstellung „Twisted Pair“ zu sehen. Marcel Duchamp und Andy Warhol erschienen hier als das Künstlerpaar des 20. Jahrhunderts, das unsterblich geworden war, durch ihrer beider Negation der heilig bourgeoisen Verbindung von Künstler und Werk, eigener Stimme und Vision. Im Versuch Identitäten – auch die eigene - durch Vervielfältigung zum Verschwinden zu bringen, war allerdings niemand fruchtbarer. Der lange Schatten Warhols in die Zukunft, schrieb Michiko Kakutani im November 1996 in Culture Zone, war der eines „silver wigged ghost hovering over the culturescape like a faintly bemused angel“. Ein langer Schatten, der über Damien Hirst, David la Chapelle, Jean Michel Basquiat bis zu Lady Gaga fällt. Nun hat München seine Warholmania. Das Museum Brandhorst setzt seine gesamten Bestände ein, gleichzeitig zeigten Ex-Factory-Collaborate Glenn O´Brien und Katja Eichinger in Zusammenarbeit mit dem Filmfest München selten Gesehenes aus Warhols filmischem Schaffen wie zum Beispiel die Screentests.      » weiterlesen


Das Werk von Jürgen Rose im Theatermuseum und in der Akademie der Schönen KünsteDer Stoff, der die Bühnenwelt zusammenhält

von Christa Sigg am 02.07.2015

„Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding“, das singt die Marschallin ihrem blutjungen Liebhaber Octavian ins Ohr. Sowieso geht es in Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“ dauernd um die Zeit. Doch erst aus der Nähe sieht man, dass am Rock der gereiften Fürstin eine fein drapierte kleine Uhr hängt. Das ist eines dieser beredten Details, die man nicht einmal im Parkett der Staatsoper wahrnimmt. Aber Jürgen Rose, der Kostüme und Bühne für Otto Schenks Münchner Inszenierung entworfen hat, liest eben das Libretto, Wort für Wort. Und taucht ein in die Stücke wie man das eher von den tonangebenden Regisseuren erwartet. Man kann das jetzt in einer überbordenden Doppelschau verfolgen – im Theatermuseum am Hofgarten und ein paar Meter weiter in den Residenzräumen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.     » weiterlesen


Die Pinakothek der Moderne präsentiert "Königsklasse" auf HerrenchiemseeFür die Meerjungfrau - auf ins bayerische Meer!

von Christa Sigg am 21.05.2015

Schon erstaunlich, wie schnell sich eine Sache etabliert und ein Gefühl von Selbstverständlichkeit vermittelt. Allerdings muss sie dann auch passen, so, wie die „Königsklasse“ auf Herrenchiemsee. Oder konkret: die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im bayerischen Klein-Versailles Ludwigs II. Was 2013, als die Pinakothek der Moderne aufgrund von Rissen in der Rotunde saniert werden musste, als Versuch angedacht worden war, geht nun bereits ins dritte Jahr. Und hört man Josef Austermayer, den heutigen „Schlossherrn", in seiner kaum mehr zu steigernden Begeisterung erzählen, dann sollte das gemeinsame Projekt möglichst noch lange dauern.     » weiterlesen


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