Archiv

Ausstellungen

"Inszeniert" - Werke aus der Sammlung Goetz in der KunsthalleEs ist wirklich alles nur Theater

von Christa Sigg am 13.10.2016

Die Sammlung Goetz präsentiert sich: mitten in München und erstmals in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. Spielend könnte man mit dieser Sammlung gleich mehrere Ausstellungen füllen. Hochkarätige dazu, Ingvild Goetz hat ihre Kollektion zeitgenössischer Kunst mit Bedacht und dem gewissen Riecher zusammengetragen. Seit ein paar Jahren zeigt sich das nicht mehr nur im eleganten Herzog & De Meuron-Quader in Oberföhring, den sie mit ihrer Mediensammlung 2013 dem Freistaat Bayern vermacht hat. Inzwischen kommen die Exponate auch zu den Leuten, sprich in gut frequentierte Museen quer durch Europa. Vor allem aber ins Haus der Kunst und die Pinakothek der Moderne.     » weiterlesen


"Debutanten" in der Galerie der KünstlerKatastrophen überall

von Roberta De Righi am 30.09.2016

Kein Ausweg, nirgends. Ben Goossens' hermetische Innenwelten sind nichts für Klaustrophobiker. Seine Foto-Leuchtkästen zeigen oft vielfach verschachtelte Räume; menschenleere Szenarien, die aussehen wie das Innere von Bunkern nach der Apokalypse. Von der unsichtbaren Außenwelt dringt gleißendes Licht durch alle Ritzen. Denn statt Fenstern gibt es nur schmale Gitteröffnungen, und hinter jedem Durchgang tut sich eine weitere Kammer auf. Diese Alptraum-Architektur sieht zudem arg mitgenommen aus: Schrundig, staubig, geschwärzt – wie nach einem Brand.     » weiterlesen


"Favoriten III - neue Kunst aus München" im Kunstbau des LenbachhausesHallo Welt, wir sind dann mal weg!

von Roberta De Righi am 10.08.2016

Wenn sich die Ereignisse in Echtzeit überschlagen, scheint erst einmal nichts so unnötig wie der Diskurs um eine Gegenwartskunst, deren Wahnwitz und Provokation von der Realität überholt werden. Doch wie wichtig das Museum als Schutzraum für Reflexion gerade jetzt ist, stellt schnell fest, wer trotzdem hingeht. Das zeigt auch die aktuelle Ausstellung „Favoriten III“ im Kunstbau des Lenbachhauses. Für die (nach 2005 und 2008) dritte Staffel haben die Kuratorinnen Eva Huttenlauch und Stephanie Weber zwölf junge Künstler ausgesucht, die in München ihren Arbeitsschwerpunkt haben.     » weiterlesen


Michael Buthe im Haus der Kunst und in der Sammlung GoetzArchaische Transzendenz, spirituelle Strahlkraft

von Roberta De Righi am 06.08.2016

Er war ein Hohepriester ornamental-versponnener Schönheit, nannte sich „Michel de la Sainte Beauté“. Jetzt kann man das spektakulär eigenartige Oeuvre von Michael Buthe (1944-1994) in einer Doppelausstellung erleben, die zeitgleich im Münchner Haus der Kunst und in der Sammlung Goetz stattfindet. Während man im Haus der Kunst – die Retrospektive ist eine Kooperation mit dem Kunsthaus Luzern und dem Genter S.M.A.K. – einen Überblick über Buthes Gesamtwerk gewinnt, liegt im Hause Goetz der Fokus auf der Freundschaft, die Ingvild Goetz mit jenem seit den 1970er Jahren pflegte.     » weiterlesen


Das Europäische Künstlerhaus in Freising zeigt Kunst von syrischen KünstlernAuf der Suche nach Identität

von kulturvollzug am 16.07.2016

In den vergangenen elf Jahren hat sich der Schafhof in Freising als Begegnungsstätte europäischer Künstler einen Namen gemacht, nun überschreitet er mit der Ausstellung „Transfer > Syrien“ seine selbst gesteckten Grenzen. Er eröffnet damit Einblicke in die zeitgenössische Kunst eines Landes, das derzeit vor allem wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in aller Munde ist. Ein wesentlicher Aspekt für dieses Projekt ist die Sensibilisierung der Besucher für die Flüchtlingssituation.     » weiterlesen


Die Kunsthalle München präsentiert den vergessenen Meister Joaquín SorollaKosmos aus Licht

von Christa Sigg am 24.06.2016

Es gibt Ausstellungen, wie jetzt in der Münchner Kunsthalle, die verlässt man beflügelt und betroffen zugleich. Betroffen von zwei, drei Bildern, die das Mitgefühl anstoßen, aber mehr noch von der Tatsache, dass mit Joaquín Sorolla (1863-1923) ein fabelhafter Maler einfach so aus dem Gedächtnis der europäischen Kunstgeschichte gerutscht ist.     » weiterlesen


„Banksy – King of Urban Art” in der Galerie KronsbeinMythos eines Machers und Moneymakers

von Olga Levina am 03.06.2016

Vielen ist Banksy mittlerweile ein Begriff. Man kennt seine schlichten und aussagestarken Werke, doch wer sich tatsächlich hinter diesem Pseudonym verbirgt, weiß kaum jemand. Ist es ein Mann, eine Frau oder doch eine Crew? Die aktuelle Ausstellung des Kunstsammlers Dirk Kronsbein zeigt 45 Arbeiten des sozialkritischen und durchaus provokanten Straßenkünstlers aus Bristol in Großbritannien. Wir fragten den Kunstmäzen, was ihn an Banksy fasziniert, wie er dessen Ablehnung einer Galerievertretung bewertet und ob es schon Hinweise auf kommende Projekte gibt.     » weiterlesen


Buchmalerei zwischen Mittelalter und Neuzeit in der Bayerischen StaatsbibliothekHimmlische Hostien und böse Äpfel

von Christa Sigg am 01.06.2016

Ausgesprochen graziös posieren die beiden Damen in der Landschaft. An jedem Hof könnten sie so bella figura machen. Im zart angedeuteten S-Schwung flankieren die zwei Schönheiten einen doppeldeutigen Baum der Erkenntnis, von dem sie Früchte weiterreichen: die in madonnenhaftes Lapislazuliblau gehüllte Ecclesia himmlische Hostien und die nackte Eva böse Äpfelchen. So unverschämt nahe liegen Heil und Verderben beieinander. Und damit nun wirklich jeder weiß, welche Kräfte hier im Spiel sind, hängt in der linken Hälfte der Blätterkrone ein Gekreuzigter, und aus der rechten grinst über der Urfrau ein Totenschädel.     » weiterlesen


Zur Stroke Art Fair auf der PraterinselUrbane Kunst für die Massen

von Olga Levina am 07.05.2016

Zum siebten Mal bietet die von den Brüdern Schwalbe gegründete Messe einen interessanten Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst. Den Besucher erwarten Live-Paintings, Plastiken und Installationen internationaler Künstler aus Ländern wie Argentinien, Russland oder Deutschland und vieles mehr. So weit so gut, doch was ist neu, überraschend oder vielleicht sogar schockierend?     » weiterlesen


Vollrad Kutscher und Richard Thieler im Freisinger SchafhofLeuchtende Werke

von kulturvollzug am 27.04.2016

Licht ist Energie und macht die Dinge erst sichtbar. Diese schlichte Tatsache kommt selten so markant wie in der aktuellen Ausstellung im Schafhof in Freising zur Geltung. Ohne Strom nämlich wäre dort rein nichts zu sehen und somit avanciert diese Präsentation flugs zu einer Chiffre für unsere Abhängigkeit. Um dies zu visualisieren hat Eike Berg zwei namhafte deutsche Künstler eingeladen, die sich mit dem Thema Identität beschäftigen - womit ihre Arbeiten sich zudem in das Jahresthema des Hauses einfügen. Obendrein reflektieren beide das Phänomen Kino, was in einer kinolosen Stadt wie Freising freilich von besonderer Bedeutung ist. Im Schafhof gibt es regelmäßige Filmvorstellungen - ein Grund mehr für diese Ausstellung an diesem Ort.     » weiterlesen


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