Archiv

Ausstellungen

Der neue Riemenschneider-Saal im Bayerischen NationalmuseumIn Knitterfaltengewittern

von Roberta De Righi am 23.12.2016

Manchmal verbirgt sich der göttliche Funke in Knitterfaltengewittern. Jedenfalls, wenn man die Skulpturen des großen Bildschnitzers Tilman Riemenschneider (um 1460-1531) ansieht: Etwa die sechs Engel, die um die ganzkörperbehaarte heilige Magdalena herumschwirren. Fast meint man, ein Sausen in der Luft zu hören, wie große Falter es erzeugen. Die Engel stecken in derart aufwändig flatternden Mänteln,  die wie von selbst flugfähig wirken, so dass sie die zarten Flügel wie unnütze Atavismen aussehen lassen.     » weiterlesen


Rückblick auf Martin Rosenthals 3D-Märchen bei den offenen whitebox-AteliersIn Siebenlichtjahrstiefeln durch das All

von Michael Wüst am 10.12.2016

Im dritten Stock des Werk 3 im Werksviertel - über der whitebox - befindet sich das Atelier von Martin Rosenthal. Der geborene Münchner und Ur-Schwabinger war mit Nikolaus Gerhart, dem vormaligen Präsidenten der Akademie, Ugo Dossi und Helmut Dietl in derselben Schule, Christian Ude war in der Parallelklasse. Die Schule hieß damals Altes Realgymnasium, heute kennt man sie als Oskar-von-Miller-Gymnasium. Seit über 20 Jahren hat Martin Rosenthal einen zweiten Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Hangzhou, Volksrepublik China.     » weiterlesen


Zur Wiedereröffnung der Monacensia im renovierten HildebrandhausNeue Luftigkeit fürs literarische Gedächtnis

von Christa Sigg am 08.12.2016

Man weiß gar nicht so recht, wo man sich hinsetzen will. Ins lichte Atelier oder gleich nebenan ins Café, das von der hellen Wintersonne durchspült wird? In die bequemen Lesesessel im Obergeschoss oder vielleicht doch ins abgeschiedene Turmzimmer mit Aussicht? „Das ist schon reserviert“, unterbricht Elisabeth Tworek, die Leiterin der Monacensia, die Überlegungen. „Hier darf sich ein Professor niederlassen, der an einer Werkausgabe Frank Wedekinds schreibt.“     » weiterlesen


Der Engelhorn-Nachlass in der Pinakothek der ModerneAus dem Vollen geschöpft

von Roberta De Righi am 07.12.2016

Wer ins Museum geht, denkt nicht gleich ans Geld, sondern macht Pause vom Zwang des Ökonomischen und sucht das Destillat des Irdischen in der Kunst. Dass die öffentlichen Museen, deren Ankaufsetats schon lange gegen Null tendieren, auf Mäzene und Sponsoren angewiesen sind, um ihre Bestände zu erweitern, und wie merkwürdig dabei der Kreislauf des Geldes funktioniert, kann man jetzt in der Pinakothek der Moderne beobachten.     » weiterlesen


Herbert Nauderer entführt im Kallmann-Museum in eine rätselhafte WeltNeue Fragen im Mausmannsland

von kulturvollzug am 27.10.2016

Bekanntlich beziehen sich die Ausstellungen im Kallmann-Museum in Ismaning immer irgendwie auf das Oeuvre seines Initiators Hans Jürgen Kallmann, der sich vor allem mit seinen Menschen- und Tierbildern sowie seinen Landschaften einen Namen gemacht hat. Allerdings hat er nie mehrere verschiedene Motive gemeinsam ins Bild gesetzt, vielmehr konzentrierte er sich immer auf einen Gehalt. Ganz anders Herbert Nauderer, er kreierte eine Kunstfigur, halb Mensch halb Tier, die in einem klar abgegrenzten Land lebt. Im Vergleich wirkt das so, als ob Nauderer Kallmanns Genres zu einer Ganzheit gebündelt hätte.     » weiterlesen


"Blek le Rat – The man who walks through the walls" in der Galerie KronsbeinIm Zeichen der Freundschaft

von Olga Levina am 27.10.2016

Der unter dem Pseudonym Blek le Rat bekannte französische Künstler Xavier Prou zählt zu den Vorreitern der Schablonenkunst im öffentlichen Raum. Seine Signatur, die kleine schwarze Ratte aus dem italienischen Comic Blek le Roc, ist seit 1981 zu seinem Markenzeichen geworden. Genau wie die Ratten, denen man oft in Banksys Werken begegnet. Banksy selbst gebe zu, dass Blek le Rat alles genauso mache wie er – nur 20 Jahre früher, so Galerist Kronsbein. Wie Banksy wirkt Blek le Rat weltweit, so nun auch in München.     » weiterlesen


Architekt Chipperfield präsentiert Pläne zur Umgestaltung für das Haus der KunstWieder sichtbar machen

von Christa Sigg am 22.10.2016

Stararchitekt David Chipperfield will das Haus der Kunst wieder sichtbar machen – vor kurzem stellte er in München seine Pläne vor. Nein, das mache keinen Sinn: dass ein für die Stadt so wichtiges Gebäude „hinter einem grünen Vorhang aus Bäumen verschwindet“, erklärt er. „Dazu noch an einem so herausragenden Platz, um den sich jeder Bauherr reißen würde.“     » weiterlesen


"Inszeniert" - Werke aus der Sammlung Goetz in der KunsthalleEs ist wirklich alles nur Theater

von Christa Sigg am 13.10.2016

Die Sammlung Goetz präsentiert sich: mitten in München und erstmals in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. Spielend könnte man mit dieser Sammlung gleich mehrere Ausstellungen füllen. Hochkarätige dazu, Ingvild Goetz hat ihre Kollektion zeitgenössischer Kunst mit Bedacht und dem gewissen Riecher zusammengetragen. Seit ein paar Jahren zeigt sich das nicht mehr nur im eleganten Herzog & De Meuron-Quader in Oberföhring, den sie mit ihrer Mediensammlung 2013 dem Freistaat Bayern vermacht hat. Inzwischen kommen die Exponate auch zu den Leuten, sprich in gut frequentierte Museen quer durch Europa. Vor allem aber ins Haus der Kunst und die Pinakothek der Moderne.     » weiterlesen


"Debutanten" in der Galerie der KünstlerKatastrophen überall

von Roberta De Righi am 30.09.2016

Kein Ausweg, nirgends. Ben Goossens' hermetische Innenwelten sind nichts für Klaustrophobiker. Seine Foto-Leuchtkästen zeigen oft vielfach verschachtelte Räume; menschenleere Szenarien, die aussehen wie das Innere von Bunkern nach der Apokalypse. Von der unsichtbaren Außenwelt dringt gleißendes Licht durch alle Ritzen. Denn statt Fenstern gibt es nur schmale Gitteröffnungen, und hinter jedem Durchgang tut sich eine weitere Kammer auf. Diese Alptraum-Architektur sieht zudem arg mitgenommen aus: Schrundig, staubig, geschwärzt – wie nach einem Brand.     » weiterlesen


"Favoriten III - neue Kunst aus München" im Kunstbau des LenbachhausesHallo Welt, wir sind dann mal weg!

von Roberta De Righi am 10.08.2016

Wenn sich die Ereignisse in Echtzeit überschlagen, scheint erst einmal nichts so unnötig wie der Diskurs um eine Gegenwartskunst, deren Wahnwitz und Provokation von der Realität überholt werden. Doch wie wichtig das Museum als Schutzraum für Reflexion gerade jetzt ist, stellt schnell fest, wer trotzdem hingeht. Das zeigt auch die aktuelle Ausstellung „Favoriten III“ im Kunstbau des Lenbachhauses. Für die (nach 2005 und 2008) dritte Staffel haben die Kuratorinnen Eva Huttenlauch und Stephanie Weber zwölf junge Künstler ausgesucht, die in München ihren Arbeitsschwerpunkt haben.     » weiterlesen


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