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Interview mit Peter Ruzicka, Intendant der Münchener Biennale"Die letzte Frage lautet immer: Warum komponieren Sie eigentlich?"

von kulturvollzug am 25.02.2014

Seit 1996 moderiert Peter Ruzicka, Komponist und Künstlerischer Leiter der Münchener Biennale, die Klangspuren-Konzerte. Ruzicka hat neben der Ausbildung am Hamburger Konservatorium und Kompositionsstudien bei Hans Werner Henze und Hans Otte Rechtswissenschaften studiert und wurde mit einer Arbeit zum Urheberrecht promoviert. Seine eigenen Werke, darunter viele Solo- und Kammermusiken und Orchesterwerke sowie zwei Musiktheaterstücke, Celan (Uraufführung 2001) und "Hölderlin. Eine Expedition" (2008), wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Anne Mazuga vom Kulturvollzug sprach mit Peter Ruzicka, der heuer nach der 14. Münchener Biennale für Musiktheater die Intendanz abgibt. Das Festival vom 7.-23. Mai 2014 trägt das Motto "Außer Kontrolle".      » weiterlesen


Choreograf Russell Maliphant über seine Pläne für die Ballettfestwoche"In München hatten wir mehr Freiheit"

von Isabel Winklbauer am 19.02.2014

  Russell Maliphant (52) ist einer der gefragtesten Choreografen unserer Zeit. Der freischaffende Brite residiert am Londoner Saddler’s Wells Theater und arbeitet regelmäßig für große Kompanien und mit Stars wie Sylvie Guillem. Derzeit kreiert er mit dem Bayerischen Staatsballett ein neues Stück, das am 4. April 2014 die Ballettfestwoche eröffnet. Der Kulturvollzug traf den Laptop-Junkie nach der Probe im Starbucks am Münchner Platzl – seinem liebsten Aufenthaltsort, „wegen dem W-Lan“.     » weiterlesen


Peter Eötvös bei "musica viva" im Herkulessaal der ResidenzAls sei im Februar der Frühling ausgebrochen

von Alexander Strauch am 11.02.2014

Ein Wochenende mit großen Werken und großen Namen bei "musica viva" im Herkulessaal der Residenz. Der ungarische Komponist Péter Eötvös, dessen komisch-utopische Oper, „Die Tragödie des Teufels“  2010 an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wurde, dirigierte zwei eigene Violinkonzerte, „Seven“ und „DoReMi“, Helmut Lachenmanns „Zwei Gefühle“ und Wolfgang Rihms „In-Schrift 2“     » weiterlesen


Zu Sybille Kraffts Buch über bayerische VolksschauspielerMehr als nur Gaudi - ein Blick auf Urviecher und Parade-Bayern

von Karl Stankiewitz am 10.01.2014

In der Publikumsgunst stehen sie hier zu Lande meist ganz oben: die Volksschauspieler männlichen und weiblichen Geschlechts. Im übrigen Deutschland werden sie, selbst bei fehlendem Sprachverständnis, als Parade-Bayern gern gesehen. Viele hatten ihr Debut auf Vorstadt- oder Bauernbühnen. Vor langer Zeit war das „Platzl“ der  passende Platz für weiß-blaue Gaudi. Einige konnten in Dialekt-Rollen bis zu den Kammerspielen und ins Residenztheater vordringen. Oder auch in die „Kleine Komödie“ am Maxdenkmal. Im Volkstheater an der Brienner Straße indes haben (einst) Ruth Drexel und Christian Stückl ein wahres Biotop für anspruchsvolle bayerische Schauspielerei entwickelt.     » weiterlesen


Haidhauser Literaturbox 1 mit Thomas Lang und Julian WarnerWo der Mensch aufhört und der Affe anfängt

von kulturvollzug am 19.12.2013

Einmal im Monat verwandelt sich das KiM Kino im "Einstein"  in die Lesebühne Haidhauser Literaturbox 1. Seit November 2012 rufen Petra und Hellmuth Lang Autoren dazu auf, ihre Manuskripte einzusenden. Aus der Vielzahl der Texte wählt Petra Lang für jede Lesung zwei Gäste aus, die mal mehr und mal weniger miteinander zu tun haben. Zur letzten Lesung im Jahr 2013 waren Thomas Lang und Julian Warner geladen.     » weiterlesen


Interview mit Marius von Mayenburg über Oscar Wildes "Bunbury oder...""Wir wollen das richtige Leben im falschen führen"

von Gabriella Lorenz am 15.12.2013

Es ist schon ein hanebüchener Schmarrn, aus dem Oscar Wilde 1895 seine Salonkomödie „Bunbury oder Von der Notwendigkeit, ernst zu sein“ gestrickt hat. Algernon hat sich den kranken Freund Bunbury erfunden, Jack den leichtlebigen Bruder Ernst. Beide dienen als Vorwand für Fluchten aus dem Alltag. Und die verrückte Volte zum Happy End nimmt das absurde Theater vorweg -  kein Groschenroman würde sich soviel Kolportage trauen. Dem grandiosen Ironiker Oscar Wilde war der aberwitzige Plot nur hochelegantes Vehikel für satirische Kritik an der britischen High-Society.  Marius von Mayenburg, Hausautor, Dramaturg und Regisseur an der Berliner Schaubühne, hat „Bunbury“ fürs Resi neu übersetzt und inszeniert.     » weiterlesen


Das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo" auf TollwoodKapstadt tanzt den Salzburger Schmäh

von Clara Fiedler am 04.12.2013

Das Tollwood-Festival bietet neben allseits begrüßtem kulinarischem Idealismus auch alle halbe Jahre ein sehenswertes Kulturprogramm. Diesen Winter geben sich unter dem Motto "Klassik anders" Künstler die Ehre, die klassische Werke uminterpretieren. Darunter befindet sich auch das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo", einer südafrikanischen Adaption von Mozarts Singspiel "Die Zauberflöte".     » weiterlesen


Jonas Jonassons Roman "Die Analphabetin, die rechnen konnte"Verwicklungen um eine Südafrikanerin mit Atombombe

von Katrin Kaiser am 30.11.2013

Wie macht man als Schriftsteller weiter, wenn gleich der erste Roman ein internationaler Millionenbestseller geworden ist? Wenn das zweite Buch ganz anders als das erste ist, sind diejenigen enttäuscht, die das erste liebten. Schreibt man das zweite nach demselben Muster wie das erste, gilt es schnell als bloßer Abklatsch. Jonas Jonasson, der Autor des schwedischen Erfolgsromans „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, hat sich dennoch dafür entschieden, ein dem Erstling ziemlich ähnliches Buch zu schreiben.     » weiterlesen


Zwischenbilanz zum Theaterfestival SpielartVon Mao bis zum Glücksbedürfnis - auf erstaunlichen Wegen

von Gabriella Lorenz am 27.11.2013

Mit einer afrikanisch-deutschen Tanz-Produktion über die Idee des Panafrikanismus fing das zehnte Spielart-Festival an, dann zeigte das Nature Theater of Oklahoma die Banalitäten der US-Gesellschaft als Marathon-Kunstform aus Gleichmacher-Choreografie und Pop-Oper. Das Living Dance Studio aus Beijing blickte mit seiner Werkschau ins brutale Reich des Mao-Kommunismus, der hierzulande von der 68er-Generation ungeheuer verklärt wurde. Die Choreografin Wen Hui und der Filmemacher Wen Wenguang verschmelzen Doku-Videos mit minimalistischer, meditativer  Tanzperformance, eingehüllt in einen Kokon aus durchsichtigen Vorhängen. Was da nüchtern und unsentimental von alten Menschen erzählt und mit Parteipropaganda konfrontiert wird, zeigt ein Unterdrückungssystem, das West-Sozialisten lange nicht als solches sehen wollten.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz zum Tod von Dieter HildebrandtDer ewige Spötter - und wie seine Karriere einst begann

von Karl Stankiewitz am 21.11.2013

Es gab eine Zeit, da durfte man als politischer Korrespondent in München keine Kabarett-Premiere versäumen. Denn plötzlich, einige Jahre nach der Frühblüte der von Erich Kästner inspirierten „Schaubude“ in einem Hinterhof der Reitmorstrasse, waren wieder beste Programme in aller Munde, und zwar weit über die Stadt hinaus. Sogar in Bielefeld wollte ein Friedrich Nowottny, Volontär der Freien Presse (und späterer WDR-Intendant), bei einem meiner Routine-Redaktionsbesuche genauer von mir wissen, was sich denn da in Schwabing neuerdings abspiele. Nach dem Wortlaut des Berichts unseres Autors Karl Stankiewitz vom Juni 1957 spielte sich in etwa Folgendes ab:     » weiterlesen


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