Archiv

Noch eine historische Wiesn

von Michael Grill am 20.09.2017

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Nina Sahms Roman "Das ganze Leben da draußen"Farbenfrohe Tristesse auf Isländisch

von Katrin Kaiser am 12.08.2017

Eine unsichere junge Lehrerin, die froh ist um jede unfallfrei überstandene Unterrichtsstunde, und eine halbwüchsige Schülerin, die weg will von Eltern, Schule und Alltag. Beide Protagonistinnen in Nina Sahms Roman "Das ganze Leben da draußen" hadern mit ihrer Lebenssituation und stolpern ein wenig verloren durch die Welt.     » weiterlesen


"Rose Bernd" bei den Salzburger FestspielenEine Frau, die gegen Wände anrennt

von Michael Weiser am 07.08.2017

Sommerzeit, Festivalzeit. Und der Besuch in Salzburg hat sich schon mal gelohnt: wegen einer bemerkenswert guten Inszenierung von Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd“. Demnächst in Hamburg zu sehen.     » weiterlesen


Willi Achtens Roman "Nichts bleibt"Duell der Widrigkeiten und Widerlinge

von Isabel Winklbauer am 01.08.2017

375 Seiten über Gewalt und menschliches Leid zu schreiben ist mutig. Insofern ist Willi Achtens Roman „Nichts bleibt“ eine Besonderheit in der Belletristik-Landschaft. Aus allen Richtungen stürzen Krieg, Aggression und sinnloses Walten roher Kräfte auf die Hauptfigur, den Fotografen Franz Mathys, ein. Als Lösung bietet der Autor ein Dilemma: Rache oder Wahnsinn. Erstaunlicherweise macht die Lektüre Spaß.     » weiterlesen


Erstmals Wagner im PassionsspieltheaterVor Anker im Ammergau

von Jan Stöpel am 11.07.2017

Die Stimmung passt schon mal. Auf der Hinfahrt dräut düster der Himmel überm Wettersteingebirge, Regenschleier umwabern himmelhoch die Felsenriffe. Nur hinter den Ammergauer Bergen glänzt ein Silberstreif, als winkte den Holländern dieser Welt im Passionsspielort Oberammergau tatsächlich die Erlösung. "Der fliegende Holländer" im Passionsspielhaus ist ein Erlebnis. Und dank der Bilder eine echte Chance: So leicht kommt man nicht mehr so schnell ran an Richard Wagners Werk.     » weiterlesen


Anna Gavaldas Buch "Ab morgen wird alles anders"In der Begegnung liegt die Kraft

von Katrin Kaiser am 11.07.2017

Die aktuelle Kurzgeschichtensammlung der französischen Bestseller-Autorin macht nicht nur Spaß beim Lesen, sondern auch Hoffnung im Leben. "Zusammen ist man weniger allein" heißt der wohl bekannteste Roman von Anna Gavalda, der 2007 mit Audrey Tautou verfilmt wurde. Da finden eine magersüchtige Künstlerin, ein stotternder Aristokratensohn, ein chauvinistischer Koch und dessen Großmutter in einem Pariser Altbau zusammen - und alles wird gut. Auch die fünf Erzählungen, die in Gavaldas aktuellem Buch "Ab morgen wird alles anders" zusammengefasst sind, könnten unter dem Motto "Zusammen ist man weniger allein" stehen.     » weiterlesen


"Paradies fluten" von Thomas Köck im VolkstheaterMit uns die Sinnflut

von Michael Weiser am 28.06.2017

Von Brasilien nach Europa und wieder zurück, und das zu jeder Zeit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Das Stück "Paradies fluten" des vielfach ausgezeichneten Autors Thomas Köck überfordert Akteure und Zuschauer. Und bildet damit seltsamerweise die Verfassung der Welt treffend ab. Ein hilfloser Bericht. Aber so soll's wohl sein.     » weiterlesen


Das Verworner-Krause-Kammerorchester im "Lebenslust Lehel"Als wär's aus Bruckners Neunter

von Michael Wüst am 25.06.2017

Wenn schon kein Gewitter kommen will, um einen von der drückenden Schwüle zu erlösen, dann geht man eben ins "Lebenslust, Lehel", tiefer hinab, tritt ein und lässt alle Hoffnung fahren, denn beim Verworner-Krause-Kammerorchester kann es nur noch viel heißer werden. Zusammen mit barfüßigen Spielleuten lieferten wir uns schließlich wollüstig am Donnerstag (22. Juli 2017) der zusätzlich aufsteigenden Hitze aus dieser Caldera tektonischer Urwucht aus.     » weiterlesen


Eine Woche noch

von Michael Grill am 25.06.2017

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Vor 50 Jahren erfanden die Samy-Brüder ein „Swinging Schwabing“Ära der Goldhände

von Karl Stankiewitz am 24.06.2017

In jenen späten Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts, als die selbsternannte „Weltstadt mit Herz“ zur Bühne juveniler Revoluzzer wurde und obendrein zur deutschen Lieblingsstadt der Blumenkinder, da standen sie plötzlich auf der Matte: zwei junge Migranten aus dem Morgenland. Die Brüder Anusch und Temur Samy waren die Kings, die selbstgekrönten Könige von Schwabing. Mit Phantasie, Fleiß, Geschäftssinn und schnell verdientem Geld setzten sie nach und nach außergewöhnliche Projekte um. Doch alles zerrann wieder - ein modernes  Hans-im-Glück-Märchen. Von all dem ist nur das Drugstore übrig geblieben, das vor kurzem unter neuer Geschäftsführung wiedereröffnet wurde.     » weiterlesen


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