Archiv

Münchner Allerlei

Zum Wiesn-Buch "Ozapft is!" von Moses WolffDem zieht keiner die Lederhose aus

von Michael Grill am 17.09.2012

Bücher über die Wiesn sind meist so sinnvoll wie Bedienungsanleitungen für Schweden-Möbel: Legt man die Theorie beiseite, gelingt die Praxis schneller. Dennoch arbeiten sich immer wieder schreibende Freunde und Feinde am Oktoberfest ab. Moses Wolff gehört sehr eindeutig zu ersteren. Gemeinsam mit dem Fotografen Volker Derlath macht er den Versuch, einen sehr speziellen Teil münchnerischer Lebenseinstellung abzubilden.     » weiterlesen


Erinnerung an SZ-Autor Claus Heinrich MeyerAls Journalismus noch eine Zumutung sein wollte

von Michael Grill am 14.09.2012

Der Journalismus ist ein weinerliches Gewerbe, das der Welt stets ihre Wehleidigkeit vorhält, aber selbst nichts sicherer weiß, als dass früher alles besser war. Einer, der selbst nicht so dachte, aber im Rückblick wie wenige andere für die guten Tage des deutschen Nachkriegsjournalismus steht, war Claus Heinrich Meyer (1931 - 2008), der jahrzehntelange "c.h.m." der Süddeutschen Zeitung. Wenn man heute seine (nun in Buchform erschienenen) Texte wieder liest wundert man sich: Dass so etwas überhaupt möglich war. Und man ahnt: Dass wohl tatsächlich manches besser war. An diesem Samstag (15.9.12) wird an "c.h.m." bei der "Nacht der Autoren" erinnert.     » weiterlesen


Hans-Jochen Vogel über Olympia in München"Mir stehen diese Geschehnisse immer noch deutlich vor Augen"

von kulturvollzug am 03.09.2012

Ohne ihn hätte es sicherlich keine Olympischen Spiele in München gegeben: Hans-Jochen Vogel, von 1960 bis 1972 Münchner Oberbürgermeister. Heute ist der spätere Bundesminister und SPD-Vorsitzende 86 Jahre alt und einer der wichtigsten Zeitzeugen der Münchner Nachkriegsgeschichte. Im Nachklang zu unserer kleinen Sommer-Serie zum Münchner Olympia-Jubiläum veröffentlichen wir ein Interview mit Vogel, in dem er sich über die Probleme im Vorfeld der Spiele äußert, über die Frage nachdenkt, ob er das olympische Zeltdach heute noch einmal bauen lassen würde und seine Erinnerungen an den "Schwarzen September" beschreibt. (gr.)     » weiterlesen


München 72 (Folge 4 und Schluss)Startplatz der Stars - Silber für Musik, Theater, Kabarett, Literatur und Film

von kulturvollzug am 29.08.2012

Die Weltpremiere der Oper „Sim Tjong“ von dem Koreaner Isang Yung im Nationaltheater führte am ersten Abend im Olympia-Monat August  einen Reigen von über 50 Opern- und Ballettaufführungen an. Es gastierte die Mailänder Scala und im Festprogramm fehlte kaum eine der ganz großen Opern. Stockhausen kreierte ein Werk namens „Stimmung“, Yehudi Menuhin und Ravi Shankar spielten gemeinsam indische Ragas.     » weiterlesen


Hofgarten-Arkaden verhängtSan Marco verweht in München - Kunst, Kitsch oder gut gemeint?

von Achim Manthey am 25.08.2012

Das Feeling als nördlichste Stadt Italiens haben wir ja schon lange. Die Installation "Replika" von Ayzit Bostan und Gerhardt Kellermann verhängt die Ardaden und will uns an den Lido rücken. Mehr als ein Versuch ist es nicht.     » weiterlesen


München 72 (Folge 3)Sonderling Spielstraße - Ein Freiraum für Künstler, die experimentierten und auch provozierten

von kulturvollzug am 21.08.2012

Sie war für viele Olympia-Planer das Lieblingskind, für andere ein Problem: die Spielstraße. Denn auf dieser Spaßmeile zwischen dem aufgestauten See und dem frisch begrünten Hügel aus Kriegsschutt, die ein wesentlicher Bestandteil des Kulturprogramms war, sollte exemplarisch dargeboten werden, was das Motto der „heiteren Spiele“ meinte.     » weiterlesen


München 72 (Folge 2)Spiele ohne Muskelkraft - Bayernschau mit Leibls Lederhose

von kulturvollzug am 12.08.2012

Der Mai war gekommen, und mit einem Schlag war München völlig „verspielt“. Museen, Theater und andere Kulturstätten widmen sich plötzlich – mit großem Ernst – dem heiteren, sportlichen, künstlerischen, kreativen Spiel. Ein Vorlauf des umfangreichen, anspruchsvollen olympischen Kulturprogramms wurde im Bayerischen Nationalmuseum gestartet. 439 Objekte aus eigenem Bestand und von Leihgebern veranschaulichen „Gesellschaftsspiele aus einem Jahrtausend“.     » weiterlesen


München 72 (Folge 1)Gold für die Kultur - Der nicht ganz gelungene Versuch, die künstlerische Welt zu bündeln

von kulturvollzug am 06.08.2012

Nicht weniger als „die Darbietung der gesamten künstlerischen Substanz“ des Volkes und der Stadt verhieß das Organisationskomitee zu den Olympischen Spielen – den Hunderttausenden von Gästen ebenso wie den Bewohnern der Region selbst. Nicht nur als Metropole der Muskeln, sondern auch der Musen wollte sich München ein Jahr lang der Welt öffnen. Dementsprechend umfangreich und vielfältig war das offizielle Kulturprogramm mit rund tausend Präsentationen und begleitenden Publikationen aus allen Bereichen des kulturellen Lebens. Daneben gab es noch viele andere, oft improvisierte Veranstaltungen. So wäre 1972 ein Goldenes Jahr für die Kulturstadt München geworden – wenn nicht im Oktober darauf die kommunale Kulturpolitik kollabiert wäre.     » weiterlesen


SPD-Architekturfahrt mit OB Christian UdeGegen die Arroganz der Besserwisserei - Oder was ist Partizipation wirklich?

von Michael Grill am 31.07.2012

 Wie beteiligt man Bürger am besten an der Politik, also an den Entscheidungen, wie und mit welchen Projekten sich ihre Stadt weiterentwickelt? - "Partizipation" heißt das Zauberwort, also die möglichst intensive Einbeziehung von Betroffenen wie auch der sich für betroffen Haltenden. Doch wie geht das, ohne dass sich immer nur diejenigen durchsetzen, die am lautesten und skrupellosesten ihre Interessen vertreten? Das Thema stand wie eine dunkle Wolke über dem traditionsreichen Ausflug der Münchner Kulturpolitik, der Architekturfahrt des Kulturforums der Sozialdemokratie mit OB Christian Ude.     » weiterlesen


Eine persönliche "Heldengeschichte"Von der Musterung im Hofbräukeller zum Assessment im Karriere-Truck

von kulturvollzug am 23.07.2012

"Die Bundeswehr kommt" - so wird geworben. Von heute an bis kommenden Sonntag (23. bis 28. Juli 2012) parkt in der Messestadt Riem ein Informationsbus der Marine. Dort sollen junge Männer und Frauen informiert werden über den Dienst mit der Waffe - in der Bundeswehr und speziell in der Marine. Auch möchten die Aufklärer den "vielen Vorurteilen in der Öffentlichkeit" begegnen, sagt Oberleutnant zur See Marc Viering, der in München als "Karriereberater" für die Bundeswehr wirkt. Aus diesem Anlass bringen wir einen Auszug aus einem im Herbst erscheinenden Buch unseres Autors Karl Stankiewitz, der sich als 16-jähriger Angehöriger der Marine-HJ für die Offizierslaufbahn bei der Kriegsmarine gemeldet hatte.     » weiterlesen


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