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Boulevard der Dämmerung: Die letzten Altmünchner Läden der Maximilianstraße geben auf, eine Kulturmeile ist am Ende

von kulturvollzug am 19.11.2011

Als Humbert Saemmer im Juni 1955 mit seinen Teppichen in der Maximilianstraße Nr. 33 einzog, ging nach langer Düsternis die Sonne über Münchens Prachtmeile Nr.1 auf. Bald bündelte sie ihre Strahlen auf jene Schnittstelle zwischen der eigentlichen Straße und dem sogenannten Forum, wo sich zwischen historischen Grünanlagen und soeben erst wiederaufgebauten Geschäftshäusern in den Folgejahren ein urbanes, ein geradezu weltstädtisches Leben entwickelte.     » weiterlesen


Eon? Off! Was der Niedergang eines Energieversorgers mit Kultur in München zu tun hat

von Michael Grill am 18.11.2011

Dass das riesige Bild mit echtem Grasbesatz an der Wand des spektakulär überdachten Innenhofs der Piazza in der München-Zentrale von Eon an der Brienner Straße derzeit aussieht wie verdorrt, kann auch jahreszeitliche Gründe haben. Dass der noch größere magentarote Lichtbogen von Rupprecht Geiger schräg gegenüber, ein Schweif über mehrere Stockwerke, inzwischen blass aussieht, mag vielleicht Einbildung sein. Doch dass München mit dem absehbaren Rückzug des Energieversorgers nicht nur ein Wirtschaftsproblem bekommen wird, ist so klar wie die Lage in Fukushima immer noch trüb ist.     » weiterlesen


Forschungsreise wider das Vergessen (2): Von Theresienstadt nach Auschwitz

von kulturvollzug am 13.11.2011

Der Künstler Paul Huf tritt mit dem Zeitzeugen Ernst Grube, seiner Frau Helga Hanusa und der Autorin Renate Eichmeier die "Forschungsreise wider das Vergessen" an. Die Texte, die die Reisenden Tagebuchartig verfassen, erscheinen hier in ihrer Originalfassung.     » weiterlesen


Maria Farantouri und Charles Lloyd im Stadttheater Landsberg: Die Ägäis mündet im Mississippi

von kulturvollzug am 12.11.2011

Zwischendurch war hier mal ein Kino untergebracht. Doch in den 90er Jahren besann man sich auf die ursprüngliche Bestimmung des prachtvollen Gebäudes, das eines der ältesten Bürgertheater Bayerns beherbergte. Heute: die Bühne und das Auditorium – ganz klassisch. Der Eingangsbereich – neu geschaffen und hoch modern – vor einigen Jahren wurde er zum schönsten Theaterfoyer des Freistaats ausgerufen. Wer sich als Auswärtiger an der Garderobe vorbei auf an die Bar macht, wird in diesem zeitgemäßen Ambiente von einem Stück Geschichte überrascht. Hinter Glas ruht ein Teil der Mauer des einst zum Spital gehörenden Wasch- und Badehauses – ein prächtiges Stück Mittelalter.     » weiterlesen


Forschungsreise wider das Vergessen (1): "Mitzunehmen sind sämtliche Kinder mit Gepäck..."

von kulturvollzug am 11.11.2011

Ernst Grube war 12 Jahre alt, als die Gestapo ihn, seinen Bruder Werner (14), seine Schwester Ruth (6) und seine Mutter Clementine (41) Ende Februar 1945 zuhause abholte. Die Betroffenen wussten in der Regel nicht, wohin die Fahrt ging, was sie erwartete. Ernst erinnert sich, dass die Fahrt ziemlich lange dauerte. Ungefähr 24 Stunden waren die Menschen unterwegs.     » weiterlesen


Das Nils Petter Molvær Trio auf Schloss Elmau: Ein Trip mit dem Düstermann

von kulturvollzug am 08.11.2011

Eigentlich ist das ein Ort der Entspannung, eine Oase der Ruhe. Hier wird die Seele genauso massiert wie der Körper, hier kann man dem Alltagsstress entfliehen, sich bei Yoga, Pilates, Tai Chi entspannen; hier kann man im luxuriösen Spa-Bereich Anwendungen aller Art und in den Restaurants Klassiker der Sterneküche genießen. Und all das vor imposanter Panorama-Kulisse, am Fuße des Wettersteinmassivs. An einem milden Spätherbsttag aber war´s für eineinhalb Stunden erst einmal aus mit dem Relaxen.     » weiterlesen


Für Goethe "eine neue Welt" - Wie der Fremdenverkehr das Alpenvorland "fashionable" machte

von kulturvollzug am 05.11.2011

"Zum Kotzen schön", nannte der Schauspieler Ottfried Fischer das bayerische Oberland einmal. Das fanden andere schon viel früher auch. Seit dem 18. Jahrhundert nahm der Fremdenverkehr im bayerischen Oberland eine rasante Entwicklung, die auch viel mit Verkehrs- und Wirtschaftpolitik zu tun hat.     » weiterlesen


Zwischen Himmel und Hölle! Mit Skywalks, Rutschen und Stränden klettert die Alpen-Vermarktung in schwindelnde Höhen

von kulturvollzug am 01.11.2011

Neues Programm im Alpenzirkus: Skywalks, Rutschen und Strände. Mit schöner Aussicht, Enzian und guter Luft allein lassen sich Touristen heute nicht mehr locken. Spaßfaktor und Nervenkitzel lassen die Alpenregion in Wachstumsvisionen investieren. Eine Entwicklung gegen den Trend?     » weiterlesen


Die Wüste reicht bis nach Ismaning - Ein merkwürdiges Ausstellungs-Experiment

von Achim Manthey am 22.10.2011

Treffen sich ein Fotograf und ein Maler in Ismaning ... Was dabei herauskommt, zeigt die Ausstellung "Wüste" im Kallmann-Museum mit Arbeiten von Bernhard Edmaier und Hartmut Pfeuffer. Was dabei hätte herauskommen können, zeigt sie leider nicht.     » weiterlesen


Jonathan Nott und das Wunder von Bamberg: "Das ist ein Boden, auf dem schöne Musik gedeihen kann"

von kulturvollzug am 20.10.2011

Provinz? Was heißt hier Provinz? Fern der Metropole München hat sich in Bamberg ein Spitzenorchester etabliert. Einer der Väter des Erfolges ist der Brite Jonathan Nott (48), der in elf Jahren als Chefdirigent die Bamberger Symphoniker zu einem der führenden Orchester für Romantik und vor allem Gustav Mahler gemacht hat, ohne die zeitgenössische Musik zu vernachlässigen. Kürzlich verlängerte Nott seinen Vertrag bis 2016, und heute steht er zum 500. Mal am Pult der Bamberger. Noch vor der verdienten Feier mit einem Jubiläumskonzert sprach der Kulturvollzug mit dem sympathischen Briten.     » weiterlesen


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