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München Ost

Empire # 2 von Rohtheater in der Container-CityStadtrundfahrt durch Gegenmünchen

von Michael Wüst am 14.11.2016

Während die einen zur Autopsie einer Stadt aufrufen, sehen ihre Kuratoren beim Blick auf die Apparate alle Lebenssysteme erhalten. Eine vorübergehende Unterzahl an subkulturellen Körperchen könnte jahreszeitlich bedingt sein und im Wasserglas ist noch keiner ertrunken. Wieviel Subkultur ist also der Stadt nun zu verschreiben? Darf´s ein kleines Atelier sein? Oder ist es nicht anders? Vielleicht geht, wer heute Subkultur macht, abgesehen davon, dass er mit dem ollen Top-Down-Begriff nichts mehr am Hut hat, nur andere Wege und zeigt sich an anderen, neuen Orten. Es sind ja oft die Veteranen der guten alten Subkulturzeit, die an ihren Gemarkungen ausgeharrt haben und schreien: Keiner da, nicht mal ich!      » weiterlesen


Das Trio Edi Nulz in der UnterfahrtIm Namen höherer Absurdität

von Michael Wüst am 21.07.2016

Wer ist Edi Nulz? Wir wissen es nicht. Aber er war da. Als Trio, in seiner liebsten Erscheinungsform, bestehend aus Siegmar Brecher (Bassklarinette), Julian Pajzs (Gitarre) und Valentin Schuster (Schlagzeug). In der Unterfahrt präsentierten sich die Drei im Namen der fiktiven Figur auch stilistisch in schillernden Dreifaltigkeit: Surrealer Jazz, bocksbeinig durchbrechender Hard Rock, ländlich-versöhnliche Panoramaweisen wechselten sich schwer vorhersehbar ab, schienen aber immerhin selbstbewusst bevollmächtigt kraft höherer Absurdität.     » weiterlesen


Das siebte Klangfest im GasteigHeimat ist wo der Eisheilige kübelt

von Michael Wüst am 16.05.2016

Kulturreferent Hans-Georg Küppers betrat die Bühne - und der dunkle Himmel teilte sich und ließ die Sonne durch. Zusammen mit Daniel Dinkler und Petra Deka von Vut-Süd, dem Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. , eröffnete er das siebte Klangfest mit einigen Assoziationen zur gefürchteten Magie der Zahl sieben. Und kaum hatte er die Bühne verlassen, hatte der Eisheilige Bonifatius das Wetter auch schon wieder fest im nasskalten Griff.     » weiterlesen


"Lokalhelden" The Strayin´Sparrows, Black Submarines und The Whiskey Foundation im TechnikumSongs ohne Wiederkehr

von Michael Wüst am 07.03.2016

Bei der zweiten TonReihe im Technikum geht es psychedelisch zu. Kopfinnenraum ist Weltraum. Aber in dem Space von heute fliegen mächtig brummende Gesteinsbrocken herum. Bei den jungen Bands der "Lokalhelden" vom Radiosender egoFM vereint sich Stoner-Rock mit elegisch aufgeladenen Erscheinungen. Es flirrt und fluoresziert. Ferne Sirenen klagen. Bis am Schluss The Whiskey Foundation die Bühne entern, um den wilden Zauber in einer Blues-Box zu bannen.     » weiterlesen


Midge Ure mit "Breathe Again" im TechnikumNichts ist so überflüssig wie ein Synthesizer

von Michael Wüst am 09.11.2015

Midge Ure, kraft seiner erfolgreichen 40jährigen Musikerkarriere ausgestattet mit zahlreichen Prädikaten, Auszeichnungen und Orden, nähert sich mit "Breathe again" erneut den Ursprüngen seiner Musik, wie schon einmal mit "Breathe" vor 20 Jahren. Der lange Atem hat sich gelohnt. Ein konzentriertes Konzert im Technikum.     » weiterlesen


"Proletenpassion 2015 ff" beim Festival Spielart in der MuffathalleVerführung zur Revolution

von Michael Wüst am 02.11.2015

In Zeiten, in denen verbliebenen Revolutionären und Utopisten im Ruhestand der Untergang der Welt wahrscheinlicher erscheint als der des Neoliberalismus, mag die Wiederaufnahme der 1976 bei den Wiener Festwochen aufgeführten "Proletenpassion" der Polit-Rockband "Schmetterlinge" wie ein Griff in die Retro-Kiste anmuten. Dennoch war es ein glücklicher Griff, der sich für das Spielart-Festival und das Münchner Publikum in der Muffathalle gelohnt hat.     » weiterlesen


"Amarillo" vom Teatro Linea de Sombra beim Festival SpielartVertiefter Stillstand

von Michael Wüst am 29.10.2015

Kollektive Prozesse, direkte Adressierung des Publikums, Textflächen, Dokumentation, Multi-Media, Tanz, Körper - Hybridtheater wird das auch genannt und beinhaltet so ziemlich alles, außer einer Beziehung zwischen den Figuren auf der Bühne. Das freie Theater "Teatro Linea de Sombra" zeigte im Rahmen des Spielart-Festivals 2015 in der Muffathalle "Amarillo", die Geschichte eines "Nobodys", wie es im Begleittext heißt, der in der texanischen Wüste irgendwo vor der Stadt Amarillo verloren gegangen ist.     » weiterlesen


Kathak und Voguing bei Dance 2015 in Muffathalle und Carl Orff-SaalKreons Schicksal auf dem Laufsteg

von Isabel Winklbauer am 13.05.2015

Retro ist out, genug des 70er-Jahre-Jazzdance! Das Festival Dance hat endlich den Mut, modernere Tanzgattungen zu zeigen: Voguing aus New York, choreographiert von Trajal Harrell, sowie indischen Kathak mit Blick auf Bangladesch, inszeniert von Helena Waldmann, sind die zwei besten Beispiele. Auch wenn die Stücke "Antigone Sr. (L)" und "Made in Bangladesch" ihre Schrullen haben, ist es eine Wohltat, Neues zu sehen. Niemand braucht sich zu sorgen, dass die Underdog-Styles nicht mithalten können: Waldmanns Tänzer zeigen in teils herausragender Qualität die Tradition des indischen Tanzes, bei Harrell bringen Laufsteg-Queens die Halle zum Toben.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz erinnert sich an die ersten Nachkriegs-Tage im Mai 1945 in MünchenSchatzsuche im Schutthaufen - die Woche zwischen Krieg und Frieden

von Karl Stankiewitz am 11.05.2015

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird das Erinnern immer schwieriger - aber nicht weniger notwendig. KV-Autor Karl Stankiewitz, Jahrgang 1928, hat viele Bücher über Kriegs- und Nachkriegszeiten in München geschrieben. Hier erinnert er sich noch einmal an die Tage Anfang Mai 1945 - die zeitllose Zeit zwischen Ungewissheit und Erleichterung, zwischen Krieg und Frieden.     » weiterlesen


"Arabien im Fokus" in der MuffathalleSie können auch anders

von Isabel Winklbauer am 28.03.2015

Vier Araber und eine leere Bühne, kann das gut gehen? Es kann, und wie. Der tunesische Choreograf Radhouane El Meddeb eröffnete mit seinem Stück "Au Temps où les Arabes dansaient" die Reihe "Arabien im Fokus" in der Muffathalle, die in Kooperation mit dem Dance-Festival und Accesstodance entstand - und rettete damit schon mal das Münchner Tanzjahr. Selten gaben tanzende Männer solchen Anlass zur Begeisterung.     » weiterlesen


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