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Zur bevorstehenden wissenschaftlichen Edition von Hitlers "Mein Kampf" durch das IfZImmer noch gefährlich? Die verschlungene Geschichte von Büchern mit des Diktators Kriegsreden

von Karl Stankiewitz am 21.12.2015

Im Januar 2016, nach Erlöschen der Urheberrechte, bringt das Institut für Zeitgeschichte im IfZ-Eigenverlag die wissenschaftliche Edition von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ heraus, der die Staatsregierung 2013 trotz eines Landtagsbeschlusses die finanzielle Unterstützung entzogen hatte. Der 2000 Seiten starke Band, der 3500 von Historikern erarbeitete Anmerkungen enthält, kostet daher 59 Euro. Das IfZ bezeichnet das Buch als „Beitrag zur historisch-politischen Aufklärung“; es solle seiner „nach wie vor wirkenden Symbolkraft den Boden entziehen“. Zur Diskussion dürfte die Neuauflage dennoch herausfordern; Arte begann am 15. Dezember 2015 bereits mit einer Dokumentation über „Mein Kampf – das gefährliche Buch“.     » weiterlesen


Julia Benkerts Roman-Debüt "Das Flüstern des Himmels"Über Selbstbestimmung und Spiritualität

von Katrin Kaiser am 14.12.2015

Eigentlich ist Julia Benkert Autorin und Dokumentarfilmerin fürs Fernsehen. Ihr kürzlich erschienener Debütroman ist ein erfreuliches Nebenprodukt dieses Berufs: Ursprünglich plante Benkert einen Dokumentarfilm über die buddhistische Nonne und Sängerin Ani Choying Drolma. Dafür reiste sie 2010 nach Nepal, das zu dieser Zeit durch den blutigen Bürgerkrieg zwischen Royalisten und Maoisten zerrüttet war. Durch die Auseinandersetzung mit dem Land und seiner jüngsten Geschichte, von der man in Europa so wenig weiß, entstand die Idee zu "Das Flüstern des Himmels".     » weiterlesen


Ein neuer Verein für das nördliche BahnhofsviertelRoter Ring statt Rotlicht

von Karl Stankiewitz am 14.12.2015

Ein fünfzehn Tonnen schwerer Ring, rot bemalt und mit zwölf Metern Durchmesser ein regelrechtes „Riesenrad“, wurde 1999 in Bahnhofsnähe gerollt. Eigentlich sollte das von dem bedeutenden italienischen Bildhauer Mauro Staccioli geschaffene Kunstwerk symbolisch über einem Tunnel des Altstadtrings montiert werden. Doch das hätte zu hohe Umbaukosten erfordert. So brachte das runde Ding dann immerhin einen städtebaulichen Akzent in die Brache westlich des Alten Botanischen Gartens. Dem gemeinen Münchner indes blieb der Ring ein Unding, manchen auch ein Ärgernis - zumal er zur Zeit von ähnlich rätselhaften, eher schäbig scheinenden Kunst-Objekten umringt ist.     » weiterlesen


Osram Kunstpreis 2015 "LIO - Light Is Osram"Ein bisserl Erleuchtung

von Michael Grill am 10.12.2015

Der weltgrößte Lichthersteller Osram macht etwas sehr Gutes: Er finanziert und verleiht einen Preis für junge Künstler. Heuer zum zweiten Mal, nachdem 2013 die langjährige Präsentation von hochklassigen Lichtkunstwerken vor dem (damaligen) Firmensitz am Mittleren Ring in Giesing nach einem Umzug an die Autobahn im Münchner Norden obsolet geworden war. Im Ehrensaal des Deutschen Museums wurde nun der "LIO - Light Is Osram" überreicht und dabei - bleiben wir im Bilde - ein Schlaglicht auf gleich mehrere Aspekte von Kunst und Mäzenatentum geworfen.     » weiterlesen


Kurt Faltlhauser fordert erneute Sanierungen von Felddherrnhalle und SiegestorMarmor, Stein und Eisen bricht

von Karl Stankiewitz am 08.12.2015

Kurt Faltlhauser liebt die Ludwigstraße. Schon in jungen Jahren hatte er als Fremdenführer die 1170 Meter lange Trasse des zweiten bayerischen Königs gründlich durchmessen. Später amtierte er neun Jahre lang als Finanzminister im repräsentativen Leuchtenberg-Palais. Seinerzeit machte er sich für einen (noch der Vollendung harrenden) Dichterpark im Finanzgarten stark und warnte vor einer Wiederherstellung von Klenzes grau-grünlicher Fassadenfarbe, wie von der staatlichen Denkmalpflege verlangt. Deshalb darf die helle Ockerfarbe, die später aus Wien importiert wurde, rund um den Odeonsplatz nach wie vor dominieren. Ein Erfolg, der Freunde des gewohnten Stadtbildes freut. Doch am Anfang und am Ende der königlichen Straße gibt es zwei Problemfälle.     » weiterlesen


Kammerspiele-Intendant Matthias Lilienthal im Interview"Mein Blick hat etwas Touristisches"

von Michael Weiser am 27.11.2015

Seit einigen Wochen schwingt Matthias Lilienthal an den Kammerspielen das Szepter. Kaum war der Intendant zu Atem gekommen, baten wir ihn zum Plausch. Warum es gut ist, über einem Café zu wohnen; warum es nicht gut ist, alle Schauspieler auszuwechseln, wenn man als Intendant anfängt; wie er zu Christoph Schlingensief kam und warum Beirut besser sein sollte als Bayreuth - darüber sprachen wir mit Lilienthal.     » weiterlesen


Zu Jojo Moyes' Roman "Ein ganz neues Leben"Die Unsentimentale

von Katrin Kaiser am 17.11.2015

Jojo Moyes' Bücher sind in vielen Aspekten klassische Frauenromane: Ihre Heldinnen sind immer weiblich und stecken in schwierigen Lebenssituationen, oft geht es dabei um Liebe und Selbstverwirklichung. Im Detail sind die Geschichten jedoch so vielschichtig, dass man die genretypischen Grundbausteine und ein paar kleine Klischees überhaupt nicht mehr wahrnimmt. Jetzt ist "Ein ganz neues Leben" erschienen, die Fortsetzung von Moyes' Bestseller "Ein ganzes halbes Jahr".     » weiterlesen


25 Jahre Auktion des AkademievereinsKunst für alle und ein bisschen Kokolores

von Michael Grill am 10.11.2015

Das hätte man einfacher haben können: Ein verdienstvolles Vierteljahrhundert gibt es nun die Auktion des Akademievereins an der Kunstakademie, bei der vor allem Studentenwerke versteigert werden. Das ist die eine Hauptnachricht. Die andere lautet, dass die seit 1988 amtierende Vorsitzende und Mäzenatin Gile Haindl-Steiner das Zepter an die allseits geschätzte frühere Stadträtin Monika Renner weitergereicht hat. Alles super! Doch an der Kunstakademie kommt es gern mal anders als gedacht.     » weiterlesen


Interview mit Rapper Chefket anlässlich seines Münchner Auftritts"Riesenkrasse Szene in München, aber keiner kriegt es mit"

von Olga Levina am 02.11.2015

Chefket auf "Nachtmensch"-Tour. Es ist kurz vor seinem Auftritt im Feierwerk/Hansa 39. Er hat Zeit für uns. Also los: Wir fragen den Berliner Rapper nach seinem Verhältnis zu München, seinen Inspirationsquellen, seinen Erfahrungen als Sprachbotschafter des Goethe-Instituts und was er machen würde, wenn er Musiklehrer wäre. Sowie noch einiges mehr.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz zum 200. Geburtstag von Adolf Friedrich von SchackMünchens größter Mäzen war ein Preuß'

von Karl Stankiewitz am 19.08.2015

Mit mehreren Führungen zur „Geistes- und Bilderwelt des 19. Jahrhunderts“ würdigt die Münchner Volkshochschule Anfang Juli den 200. Geburtstag eines Mannes, der zu den großen Mäzenen dieser Stadt gehört: Adolf Friedrich von Schack, geboren am 5. August 1815 in Schwerin, war ein hoch gebildeter, weit gereister, vermögender, einflussreicher Herr. Schon als Sechzehnjähriger veröffentlichte der Mecklenburger spanische Übersetzungen. In Berlin und Bonn studierte er außer Jura noch Arabisch, Sanskrit und Persisch. In diplomatischen Diensten bereiste er europäische Hauptstädte und den Orient. Mit Dichtern, Malern und Musikern stand er in engem Kontakt. Im Sommer 1854 lud ihn der bayerische König Max II. ein. Er verbrachte mehrere Wochen in dessen Sommerschloss in Berchtesgaden, dann gesellte er sich zu dem erlauchten Kreis von Gelehrten, mit dem sich der König umgab.     » weiterlesen


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