Salzburger "La Bohème" mit Anna NetrebkoGanz große Mimi, ganz unsensibler Gatti
Zum ersten Mal „La Bohème“. Salzburg und Puccini: Das ist nun wirklich keine Love-Story. Gérard Mortier hielt es mit Benjamin Britten, der die Musik „billig und leer“ fand. Er zeigte dem Komponisten die rote Karte. Herbert von Karajan wollte 1989 seine Osterfestspiel-„Tosca“ in den Sommer hinüber retten, doch er starb und George Pretre musste einspringen. Eine von David Pountney 2002 inszenierte „Turandot“ erwies sich als Flop. Nun soll alles anders und besser werden. Der neue Festspielchef Alexander Pereira macht's möglich. Eine „Bohème“ der Superlative war das erklärte Ziel, natürlich mit Weltstars wie Anna Netrebko: Da konnte ja gar nichts schief gehen. » weiterlesen
Salzburger Festspiele mit Ur-AriadneDer Klamauk ist verlängert, doch es fehlt die Leichtigkeit
Normalerweise dauert die Oper „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss auch bei den Salzburger Festspielen nur so lange, dass man danach noch ohne Hektik dinieren kann. Doch diesmal wurde es knapp. Vor hundert Jahren hatte die Urfassung in Stuttgart Premiere. Sie fiel durch mit Pauken und Trompeten. Für Salzburgs Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf Anreiz genug, es erneut zu versuchen. » weiterlesen
Regentanz
Anja Harteros mit Traviata bei den FestspielenWenn das Theater zum echten Leben wird
Ein Raunen geht durch die ersten Reihen – „Da ist sie!“ – hört man eine aufgeregte Opernbesucherin wispern. Anja Harteros hat gerade die Bühne der Bayerischen Staatsoper betreten und wird gleich das Trinklied aus La Traviata anstimmen. Der Großteil des Publikums ist wohl tatsächlich wegen ihr gekommen, um die Chance zu nutzen – wer weiß, wie lange sie diese Rolle noch singt. » weiterlesen
Pinnwand (2)
Ibsens "Peer Gynt" in SalzburgEin Rockstar auf popbunter Weltreise-Revue
PG ist ein Rockstar. In hautengen Gold-Glitzer-Hosen röhrt er Songs von Iggy Pop, die dieser extra für ihn geschrieben hat. Er hampelt herum wie Mick Jagger, lässt sich in der Afterparty von Groupies betatschen und gibt in der Pressekonferenz das arrogante Weltruhm-Arschloch, das besoffen und bekifft jede Bodenhaftung verloren hat. » weiterlesen
Knie zum Strand
Elena Poniatowskas Roman "Frau des Windes"Die Surrealistin Leonora Carrington und ihr Leben auf schmalem Grat
Leonora im englischen Nebel, Leonora mit wehendem Haar in den Straßen von Paris, Leonora als Debütantin am englischen Hof, Leonora mit Max Ernst nackt am Flussufer und immer wieder: Leonora mit Pinsel und Zigarette vor der Staffelei. Es ist ein wilder Strudel von Bildern und Ereignissen, der den Leser in den ersten Kapiteln von „Frau des Windes“ erfasst. Bereits in jungen Jahren sprengt die englische Industriellentochter und spätere Surrealistin Leonora Carrington die Konventionen ihrer Zeit. Von Eltern und Lehrern verlangt sie Erklärungen anstelle von Befehlen, geschickt und lustvoll wechselt sie beim Malen und Schreiben zwischen rechter und linker Hand, statt früh zu heiraten studiert sie in London Kunst. » weiterlesen
Giesinger Winterstraße - leicht erhitzt
Chinas Megastädte auf Fotos bei HennWarnung vor der Monotonie des Gigantischen
In der Münchner Ausstellung "Cities Unknown" dokumentiert der Architektur-Fotograf Hans Georg Esch die städtebaulichen Folgen von explodierendem Raumbedarf. » weiterlesen
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