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Bühnen

Theater als Gehirnleistung mit tiefem Empfinden - Ein Gespräch mit dem Regisseur Wilfried Minks zur Premiere von Neil LaBute's "Zur Mittagsstunde" am Residenzthater

von Gabriella Lorenz am 11.10.2011

Er hat in den 1960er und 70er Jahren das deutsche Theater revolutioniert: 1966 stellte Wilfried Minks in Peter Zadeks "Räuber"-Inszenierung ein Comic-Bild von Roy Lichtenstein auf die Bühne, 1967 bestückte er Zadeks "Maß für Maß" nur mit bunten Glühbirnen. Mit dem Intendanten Kurt Hübner, den Regisseuren Zadek, Peter Stein und Klaus Michael Grüber prägte der Bühnenbildner Wilfried Minks den Bremer Stil, der die Theaterästhetik nachhaltig veränderte. Seit 1972 führt er auch selbst Regie. 2010 erhielt Minks den Faust-Theaterpreis für sei Lebenswerk. Nun hat der 81-jährige Altmeister am Residenztheater "Zur Mittagsstunde" des US-Autors Neil LaBute inszeniert. Zur Premiere am vergangenen Samstag hat der Kulturvollzug mit ihm gesprochen.       » weiterlesen


Pierre Boulez gastierte in München: Jubel und Wehmut zum Auftakt der musica viva

von kulturvollzug am 10.10.2011

Relaunch der musica-viva-Saison des Bayerischen Rundfunks im Prinzregententheater: Das Lucerne Festival gastierte mit Pierre Boulez als Dirigent-Komponist seines Liederzyklus "Pli selon pli". Ein umjubelter Auftakt der Spielzeit.     » weiterlesen


Martin Kusej startet am Staatsschauspiel mit "Das weite Land" von Arthur Schnitzler - Zwischen Abgründen und Langeweile

von Gabriella Lorenz am 10.10.2011

Nein, in dem Regen, der zu Beginn auf die Darsteller niederprasselt, ließ das Münchner Publikum den neuen Staatsschauspiel-Intendanten Martin Kusej nicht stehen. Die Premiere "Das weite Land" von Arthur Schnitzler wurde nach über drei Stunden im Residenztheater mit heftigem, langem Applaus bedacht - ein Willkommensgruß.     » weiterlesen


Uraufführung von Mary Shelleys „Frankenstein“ im Metropoltheater: Wer hat Angst vorm bösen Mann?

von Barbara Teichelmann am 09.10.2011

Wer gepflegten Monstergrusel erwartet, wird enttäuscht, denn Regisseur Felix Bärwald nimmt den Schauerroman zum Anlass, über das Wagnis Kreativität und deren Konsequenzen nachzudenken.     » weiterlesen


Mit Wärme und Kraft durch Höhen und Tiefen: Die Sängerin Susi Hyldgaard mit ihrer neuen Platte "Dansk"

von Clara Fiedler am 08.10.2011

"Grenzenlos" ist das Attribut, das sie oft bekommt. Und es ist vielleicht das Einzige, das sie genau beschreibt. Die dänische Sängerin Susi Hyldgaard ist Alles und doch nur eines: Sie selbst. Sie besitzt die Lässigkeit einer Singer-Songwriterin, die Perfektion einer Jazzsängerin, ist dabei Multiinstrumentalistin, Soundkünstlerin und, und, und....     » weiterlesen


Freitagsgedanken (Folge 12): Was man denkt, wenn ein Musiker einen Tee anbietet

von Clara Fiedler am 07.10.2011

Musiker und Drogen – das ist so eine Geschichte für sich. Oder viele Geschichten. Tragikkomische zum Teil. Und solche, bei deren Genuss man sich fragt, was gewisse Substanzen mit Menschen eigentlich machen. Es gibt da eine Anekdote über Louis Armstrong.     » weiterlesen


"Ein echter Österreicher wie Kusej kann doch den Konfliktstoff und die Bosheit anders rauskitzeln"

von Gabriella Lorenz am 06.10.2011

  Mit Schnitzlers "Das weite Land" eröffnet Martin Kusej seine Intendanz am Residenztheater. Neben dem kompletten Spielplan hat er auch das Ensemble radikal umgebaut. Neu dabei ist auch Eva Mattes, die als Kommissarin Blum im Konstanzer Tatort ermittelt. Zur Premiere haben wir sie zu einem Interview getroffen.     » weiterlesen


Oberdeck und Kesselraum: Kammerspiele-Intendant Johan Simons unter Volldampf mit "E la nave va"

von Gabriella Lorenz am 03.10.2011

Wann gibt es mal Szenenapplaus für ein Bühnenbild? Wenn der Jugendstil-Vorhang der Kammerspiele ein gigantisches Schiff enthüllt, das ins Parkett zu fahren scheint. Erst wenn riesenhaft der Kapitän auftritt, begreift man die Perspektive dieses meisterlichen naturalistischen Prospekts, den Bühnenbildner Bert Neumann und die Theatermaler gezaubert haben. Der verdiente Beifall war bei der Premiere von „E la nave va“ deutlicher als nach über drei Stunden der für Regisseur Johan Simons, in den sich auch ein Buh mischte.     » weiterlesen


Balkan-Jazz-Mafia plant Entführung: Wir verlosen Tickets für die Unterfahrt!

von Clara Fiedler am 03.10.2011

Seit mehr als 40 Jahren lebt der Trompeter, Komponist und Arrangeur Dusko Gojkovic in München. Berühmt gemacht hat ihn sein Stil, bei dem die Musik des Balkan mit klassischem Bebop verbunden wird. Mit Kompositionen wie „Nights Of Skopje“ oder „Balkan Blue“ entführt er swingend auf die Halbinsel, ohne je ins Melancholische zugleiten. Unter dem Motto „Young Lions & Old Friends“ gibt er mit Claus Reichstaller und Jazzstudenten von der HMT München am 24. Oktober 2011 ein Konzert im Jazzclub Unterfahrt.     » weiterlesen


Moderne Mythen im melancholischen Gewand: "Les Jupes" mit "Modern Myths"

von Clara Fiedler am 02.10.2011

Manchmal ist es  doch erstaunlich und gleichzeitig herrlich, wie der Indierock einen Soundtrack zur kultivierten Melancholie liefert, der Spaß macht. Auch „Les Jupes“ aus Winnipeg/Kanada erweisen sich als Meister darin, mit einem Lächeln Synonyme für die Farbe Schwarz zu finden, ohne sie in ihrer Grundtextur zu verändern. Vor allem die Stimme von Mike Petkau Falk sticht im Intro schon hervor, wie ein Schloss mitten im Kornfeld. Kornfeld deshalb, weil das Umliegende keineswegs eine Einöde darstellt, sondern eine fruchtbare Landschaft, die ihr Potential vollends ausschöpft.     » weiterlesen


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