Archiv

Bühnen

"Hoffmanns Erzählungen" mit Damrau und Villazón in der Oper: Mit Vollgas über den französischen Boulevard

von Volker Boser am 03.11.2011

Zwei Weltstars – Diana Damrau und Rolando Villazon, ein Dirigent – Constantinos Carydis, der sich anschickt, den Olymp zu erobern – die Zeichen standen gut für die erste Staatsopern-Premiere der Saison. Offenbachs phantastische Oper „Les contes d´Hoffmann“ ist schließlich ein attraktives Stück mit brillanter Musik und einer reizvollen Story – sofern die Regie mitspielt.     » weiterlesen


Frank Castorf inszeniert Horváths "Kasimir und Karoline" am Resi - "denn als Kommunist bin ich neurosenfrei"

von Gabriella Lorenz am 31.10.2011

„Ich bin psychopathogen, ich muss es als Querulant immer anders machen, als es dasteht“, sagt Frank Castorf über sich. Nachdem der große Knaller in Martin Kusejs Premieren-Marathon bisher ausgeblieben ist, richten sich die Schock- Erwartungen jetzt auf den als Stückezertrümmerer berühmt-berüchtigten Intendanten der Berliner Volksbühne. Am Residenztheater inszeniert der 60 Jahre alte Castorf erstmals in seiner Karriere ein Stück von Ödön von Horváth.     » weiterlesen


Alexander Kluge im Theater: Eine Uraufführung über die Kälte in uns allen im Marstall

von Gabriella Lorenz am 30.10.2011

Bei diesem Namen denkt man nicht zuerst an Theater. Alexander Kluge gilt als wichtiger Filmemacher des deutschen Autorenkinos der 1960er und 70er Jahre, seit den 1990ern kennt man ihn als Interviewer in selbst konzipierten Fernseh-Formaten. Parallel hat der 79-jährige promovierte Jurist immer viel geschrieben, doch sein umfangreiches Werk kennen hauptsächlich Literaten. Ein ausgewiesener Kluge-Experte ist der Regisseur und Dramatiker Kevin Rittberger (34). Im Marstall in München inszenierte er seine Uraufführung "Wer sich traut, reißt die Kälte vom Pferd" nach Kluge-Texten. Ein Bericht zur Premiere.     » weiterlesen


Kammerspiele auf den Spuren der Gastarbeiter: Herzlich Willkommen in der „Bundesrepublik Bunker“

von kulturvollzug am 29.10.2011

Wie war es damals in den 1960ern, als Gastarbeiter nach Deutschland zu kommen? Das Dokumentartheater-Projekt "Gleis 11" der Kammerspiele nimmt seine Besucher mit auf die ersten Schritte der Gäste hier in München. Und die führen, ganz unerwartet, tief unter die Erde.     » weiterlesen


Ganz ohne Rocker-Allüren: Pete and the Pirates im Münchner Atomic Café

von kulturvollzug am 29.10.2011

Gute Laune im Atomic Café: Pete and the Pirates spielen in München. Vier hagere Jungs namens Empire Escape machen als Vorband den Anfang. Sie kommen aus Hamburg, der Brutstätte der deutschen Bands. Der Sänger erinnert verdächtig stark an Ian Curtis von Joy Division. Die Stimme, tief und maskulin, ist eine Erholung neben all den Justin Timberlakes unserer Zeit. Auch mit dem Hang zur Düsterheit kommt Empire Escape dem vorsichtigen Vergleich bei. Viel fröhlicher wird es mit Pete and the Pirates.     » weiterlesen


Freitagsgedanken (Folge 15): Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Es sei denn, man ist Geigenschüler.

von Clara Fiedler am 28.10.2011

Er gilt gemeinhin als Landplage, ist erstmal nicht ernst zu nehmen und überhaupt bräuchte er für seine Tätigkeit einen Waffenschein: der Anfänger. Besonders schlimm ist es meiner Erfahrung nach, wenn er zur Geige greift. Obwohl sich ein Trompetenlehrer wahrscheinlich auch erstmal Ohropax besorgt, wenn da ein fünfjähriger, von Mami genötigter Pimpf vor ihm steht und ins Instrument spuckt.     » weiterlesen


Gemischtes Doppel mit eindeutigem Sieger: Bob Dylan und Mark Knopfler in der Olympiahalle

von Achim Manthey am 27.10.2011

Man mag von diesen Doppelkonzerten halten, was man will. Wenn  zwei Musiker-Legenden wie Bob Dylan und Mark Knopfler sich einen Abend teilen, wie am Mittwoch in der Olympiahalle, sollte man das gesehen und gehört haben. Aber am Ende blieben zwiespältige Eindrücke.     » weiterlesen


Tanzbare Vielschichtigkeit: Der Münchner Musikproduzent Pitchben veröffentlicht erstmals auf Compost Records

von Clara Fiedler am 26.10.2011

Die DJ-Szene: Trotz ihrer Größe gilt sie immer noch als Subkultur. Vielleicht, weil ein Set seine Uraufführung immer noch eher im Club feiert als in der Konzerthalle. Auch Pitchben, die Neuentdeckung des Münchner Labels Compost Records, startete seine Karriere an den Turntables mit der Art von Musik, die der Nicht-Clubgänger eigentlich nicht hören muss. "Pitchslap" hingegen entführt einen in die Welt der tausend Möglichkeiten.     » weiterlesen


Folge dem weißen Kaninchen, der Rest ist Grinsen: Sänger, Gitarrist und Songwriter Jeremias Meinhard und eine musikalische Reise durchs Wunderland

von Clara Fiedler am 26.10.2011

Das Tor zum Wunderland muss kein Kaninchenbau sein. Man kann auch einfach durch die Tür eines kleinen Cafés mitten im Glockenbachviertel gehen. Vorher gebe man bitte seine Erwartungen, Vorstellungen und Sonstiges an der Garderobe ab. Sollte man sich dann im Wunderland nicht sofort zurecht finden, wende man sich an Herrn Jeremias Meinhard. Dieser sitzt am größten Tisch in der Mitte auf einem der Stühle, von denen keiner wie der andere aussieht, im schummerigen Licht des Cafés und überstrahlt mit seinem Begrüßungslächeln gleich seine schwarzen Klamotten.     » weiterlesen


Kinderzimmer Productions gelingt mit "Gegen den Strich" eines der besten Live-Hip-Hop-Alben überhaupt

von kulturvollzug am 24.10.2011

Gut zwei Jahre nach ihrer Auflösung gab die Ulmer Hip-Hop-Combo „Kinderzimmer Productions“ gemeinsam mit dem ORF-Radio-Symphonieorchester noch mal ein Live-Konzert in Wien, das jetzt unter dem Titel „Gegen den Strich“ als CD und auf Vinyl bei Trikont erschienen ist. Und sich durchaus lohnt.     » weiterlesen


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