Bühnen
Aus dem Ärmel geschüttelt, und keiner schämt sich: "Huss und Hodn" im Regensburger Gloria
Die Nachricht hatte sich schnell verbreitet: Die Kölner Rapper Huss und Hodn spielen in Regensburg. Hunderte Hip-Hop-Fans aus allen Richtungen waren ins Gloria, eine der schönsten Locations der Republik, geströmt und erlebten einen intelligent-rotzfrechen und chilligen Abend. » weiterlesen
Mit Weißwürsten im SM-Studio: Nach dem zwiespältigen Auftritt vor zwei Jahren erschüttern Rammstein mit einer Weltklasse-Show die Olympiahalle
Es ist schon ein Wunder, dass die Olympiahalle noch steht. Rammstein, das dunkle Gespenst des deutschen Metal-Rocks, legten vor selbstverständlich ausverkauftem Hause einen Auftritt hin, der in Bezug auf Schalldruck und Pyrotechnik neue Maßstäbe setzte. Ganz großes Theater mit allen Abgründen der Seele, ganz große Oper mit viel Untergang und Erlösung. » weiterlesen
Augenzwinkernde Nachhilfestunde: Wolf Biermann verteilt Schulnoten im Carl-Orff-Saal
Auf seiner Geburtstags-Jubiläums-Tournee "Fliegen mit fremden Federn" machte Wolf Biermann auch in München Station. Von seiner Stimmgewalt hat er nichts eingebüßt. Auch nicht von seinem Wortwitz. Und er ist noch immer auf eine charmante Art eitel. » weiterlesen
Golum spielt Jazz: Cecil Taylor und Tony Oxley im Birdland in Neuburg an der Donau
Ein Jazz-Lokal, das „Birdland“ heißt, gibt es in New York, in Paris, in Hamburg und bestimmt noch in ein paar Dutzend anderen Städten dieser Welt – dabei handelt es sich nicht etwa um die Ableger eines Franchise-Unternehmens. Keines dieser Lokale, glaubt man denn weitgereisten Eingeweihten, besitzt das Flair des Birdland in Neuburg an der Donau. » weiterlesen
Spielart zeigt „Castle of Dreams“: Wie lautet das erste Gebot des Kapitalismus? Konsumiere bis der Affe in Dir zum Orgasmus kommt!
Karriere, die Umwelt retten, Liebe, Kinder, oder doch ein Haus? In Anbetracht der Tatsache, dass wir vorerst nur dieses eine Leben zur Verfügung haben, kommt man nicht umhin, sich ein, zwei Gedanken zu machen. Wie will ich leben? Wenn dann erstmal ein bisschen Zeit vorbeigerauscht ist, merkt man, dass zwischen Geld verdienen und Geld ausgeben nicht viel Raum bleibt, für das, was wir mal vom Leben wollten, für schöngeistige Ideale zum Beispiel, oder für politisches Engagement über den Wahlzettel hinaus. In seinem Stück „Castle of Dreams“ konfrontiert der japanische Regisseur Daisuke Miura uns mit eben dieser Absurdität. » weiterlesen
Heimspiel für Jamaram im Backstage: Mit den Fans tanzen sie bis hinauf zur Reggae-Wolke
Für eine DVD-Aufnahme kann es für Jamaram keinen besseren Ort als die bayerische Landeshauptstadt geben. Die Münchner Band hat im Backstage Heimspiel und die Party ist gesichert. Die neue Live-DVD kann die Reggae-Fans nun auch über einen frostigen Winter hinwegtrösten. » weiterlesen
Neues vom Spielart-Festival: Wann ist ein Leben mehr als eine Existenz?
Die Leiter Tilmann Broszat und Gottfried Hattinger betonen, sie hätten für das 9. SpielArt-Festival kein Thema gesetzt. Dennoch dominiert die Frage nach Lebensformen, Zukunft, Glück, Sinn der Existenz. Die Untersuchungen könnten nicht konträrer sein als in den beiden Theaterproduktionen aus Japan zur Festival-Eröffnung. » weiterlesen
Querfeldein durch die Jazzgeschichte: Joshua Redman und Brad Mehldau in der Kongresshalle
Wird Jazz in größeren Hallen geboten, sieht man dort meist Menschen, die sich für die Örtlichkeiten, in denen solche Musik am besten aufgehoben ist, zu fein scheinen. In die hiesigen Clubs gehen diese Herrschaften jedenfalls höchst selten. Anders war es, als das Team der Haidhauser Unterfahrt jetzt die heimischen Keller-Räumlichkeiten verließ, um in der 857 Personen fassenden Kongresshalle ein Konzert des Saxofonisten Joshua Redman und des Pianisten Brad Mehldau zu veranstalten (das übrigens gut besucht war). » weiterlesen
Starker Start für Spielart mit "Before Your Very Eyes": Sieben Leben im Zeitraffer - "Oh Gott, werde ich auch mal so sein?"
Gob Squad und Campo lassen in dem Stück "Before Your Very Eyes" sieben Kinder in 80 Minuten um 60 Jahre altern - ein fulminanter Auftakt des Spielart-Festivals im Carl-Orff-Saal des Gasteigs. » weiterlesen
Schon Franziska zu Reventlow hatte ihre persönliche Finanzkrise. Ein Gespräch mit Jürgen Kuttner zur Uraufführung von "Der Geldkomplex" im Marstall
Mit der Finanzkrise kämpfte Franziska zu Reventlow ihr Leben lang. Geld hielt sich bei ihr nicht. Auch nach einer Scheinehe ging das Vermögen schnell bei einem Bankenkrach flöten. Ihre ewige Geldnot hat die legendäre Schwabinger Bohème-Gräfin 1916 satirisch in dem Roman „Der Geldkomplex“ verewigt. Nach Motiven daraus hat Jürgen Kuttner mit der Puppenspielerin Suse Wächter für das Residenztheater ein Stück geschrieben und inszeniert die Uraufführung selbst: „Der Geldkomplex“ hat im Marstall Premiere, Kuttner spielt selbst mit. » weiterlesen

