Archiv

Münchner Allerlei

Sie irren, lieber OB! Ein offener Brief als Antwort auf die Journalisten-Kritik von Christian Ude

von Michael Grill am 07.01.2011

In der vergangenen Woche schrieb Münchens Oberbürgermeister Christian Ude im „Zeit Magazin“ einen Gastbeitrag mit dem Titel: „Beruf: Besserwisser“. Darin rechnet Ude, der vor seiner Zeit als Politiker und Rechtsanwalt selbst kurzzeitig Zeitungs-Volontär und -Redakteur war, mit dem Journalismus von heute ab. Unter anderem, so Ude, lieferten Journalisten die Politiker immer mehr dem allgemeinen Gespött aus, hielten sich selbst aber für unfehlbar. Damit hat er Recht, aber anders als er meint. Eine Erwiderung von einem, der Udes Arbeit seit mehr als 20 Jahren als Journalist begleitet.     » weiterlesen


Wohltemperiert, und dann auch dizzy: Die Unterbiberger Hofmusik im Fraunhofer

von kulturvollzug am 06.01.2011

20 Jahre Volksmusik werden heuer gefeiert im Theater Fraunhofer. Damals, zu Beginn der 90er Jahre, hatte mit Macht schon ein erster Schub der Rehabilitierung von Volksmusik jenseits der Musikantenstadl-Formate stattgefunden.     » weiterlesen


Telefonaffe ade: Der Tierpark Hellabrunn verabschiedet sich endgültig von der populären Grafik des Künstlers Günter Mattei

von kulturvollzug am 05.01.2011

Seit Anfang der 80er Jahre stehen die von dem Münchner Künstler Günter Mattei gestalteten Hinweistafeln überall im Tierpark. Nach den durch den Aufbau des Tierparks vorgegebenen Themen vermitteln sie den Besuchern durch die Kombination von Bildern und erläuternden Texten komplexes Hintergrundwissen zu dem, was sie auf ihrem Rundgang zu sehen bekommen. Diese leichte und ansprechende Form der Wissensvermittlung war durch die Zusammenarbeit des früheren Tierparkdirektors Henning Wiesner mit dem Künstler Mattei entstanden und ist auf seine Weise einzigartig. Unter den großen und insbesondere auch den kleinen Zoobesuchern erfreuen sich die Darstellungen seit jeher großer Beliebtheit. Lange sind sie nun allerdings nicht mehr zu sehen.     » weiterlesen


Gastrokritik zum Lokal Max Pett: Kulinarischer Kirchentag

von Michael Grill am 05.01.2011

Der Veganer hat's nicht leicht im Leben, ständig muss er erklären, dass er kein Spielverderber ist und in der Welt ohne Fleisch und Milch auch mal gelacht wird. Vielleicht liegt das daran, dass der Anteil der Niemals-Lacher unter ihnen tatsächlich besonders hoch ist? Wie auch immer, im veganen Max Pett geht man sogar noch einen Schritt weiter: Kein Alkohol, nicht mal im Wein, denn schließlich war ja schon Namenspatron Max Pettenkofer, der Gesundheits-Professor des 19. Jahrhunderts, Münchner Vorsitzender des „Vereins gegen den Missbrauch geistiger Getränke“. Er starb, wie sogar in der Speisekarte masochistisch vermerkt wird, 1901 durch Suizid. Noch Fragen?     » weiterlesen


Ein Schaufenster für Kunst in München

von Achim Manthey am 04.01.2011

Ohne viel Aufhebens darum zu machen hat die UniCredit Group am Viktualienmarkt in München einen neuen Kunstraum installiert und bespielt ihn mit Werken des italienischen Kunstprojekts "Acrobazie".     » weiterlesen


Hardrock und Euphonium: Das Münchner Quintett Fei scho definiert mit seiner neuen CD die Neue Volksmusik neu

von Michael Grill am 04.01.2011

Die „Neue Volksmusik“ ist als Prädikat für traditionell verwurzelte Klänge ohne Musikantenstadl-Primitivismus ja schon länger nicht mehr ganz neu. Ehemalige Pioniere wie Hubert von Goisern sind etabliert wie Grönemeyer oder Maffay, frühere Avantgarde wie die diversen Gruppierungen der Well-Familie altern würdig vor sich hin. Und die Jugend mag auf La Brass Banda abfahren; dort pflegt man aber eher den Habitus der Rock- und Pop-Welt als dass man die Tradition erneuern wollte. Zu neuen Formen der Volksmusik ist eigentlich alles gespielt und gehört – oder? Dass eine Band tatsächlich diesen Begriff mit bislang ungehörten Tönen füllen kann, hat es schon lange nicht mehr gegeben. Und jetzt kommt: Fei scho.     » weiterlesen


Marke Oberammergau: Christian Stückl zeigt 2011 im Passionstheater einen „Joseph“ frei nach Thomas Mann

von kulturvollzug am 01.01.2011

  Als er 1990 zum ersten Mal die Passionsspiele leitete, wollte er junge Darsteller. Das sei am schwierigsten durchzusetzen gewesen, verrät Christian Stückl. Seitdem hat der Regisseur und Intendant des Münchner Volkstheaters sich beharrlich den Oberammergauer Bühnennachwuchs herangezogen und  ihn vor seiner dritten Passions-Inszenierung 2010 schon in anderen Stücken erprobt: 2005 in „König David“, 2007 in „Jeremias“, 2009 im „Pestspiel“. Aus dieser Praxis soll nun eine Institution und auf lange Sicht ein Festival werden. Stückl will künftig jedes Jahr im Passionstheater eine hauseigene Aufführung zeigen. 2011 wird am 15. Juli „Joseph und seine Brüder“ nach der Roman-Tetralogie von Thomas Mann Premiere haben.     » weiterlesen


Gastrokritik zum Restaurant Outland: Zäh-weiches Reptil mit Identitäts-Problem

von Michael Grill am 01.01.2011

Die Faszination australischer Lebensart ist ungebrochen: Ist dort nicht alles ursprünglicher, herzlicher? Mitten in Haidhausen gab es einen Ableger von „Down Under“ – das Outland, früher mit Schmuddel-Charme, jetzt frisch renoviert.     » weiterlesen


Heute Kinder wird’s was geben: Die großartigen und lustigen Bubentraum-Träumer Fischli und Weiss in der Sammlung Goetz

von Michael Grill am 28.12.2010

Es ist und bleibt etwas mühsam, zur Kunst zu kommen, wenn sie sich in der Sammlung Goetz befindet. Das ehrgeizige Privatmuseum an der Oberföhringer Straße ist mit dem öffentlichen Verkehr nur unter größeren Verrenkungen zu erreichen; außerdem sollte man angemeldet sein, wenn man die Klingel zum Tor an dem Grundstück an der alten Isarhangkante drückt. Wer das alles auf sich nimmt, weiß was er sehen will und warum er das tut: In der Sammlung Goetz gibt es oft herausragende, kompakte Werkschauen zu sehen – enttäuscht wird man dort so gut wie nie. So auch bei der aktuellen Einzelausstellung des Schweizer Kunst-Duos Peter Fischli und David Weiss.     » weiterlesen


Vier Heilige Drei Könige bringen christliche Jazzfreude: Das Andy-Lutter-Quartett mit Weihnachtsliedern in der Unterfahrt

von kulturvollzug am 27.12.2010

Der Andy Lutter hat immer ein bisschen den Valentin-Schalk. Er stellt die Band am Vorabend von Weihnachten als „ganz famose Band aus Haidhausen mit einem Hasenbergler“ vor. Schon da deutete sich ein gewisses Spannungsverhältnis von drei gegen vier an, gemeint ist natürlich in musikalischer Hinsicht, nicht in menschlicher. Alex Haas, der meistens gebeugt über den hohen Lagen des Kontrabasses hing, grinste immer, wenn er aufblickte. Sunk Pöschl am Schlagzeug, wie immer stark unter Spannung, fletschte die Zähne wie bei einem sehr heißen Aufguss in der Sauna. Uli Wangenheim stand entrückt wie ein wachender Engel an Tenorsaxophon und Bassklarinette, und Andy Lutter arbeitete stoisch an Monk-artigem Tastenfunk.     » weiterlesen


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