Allgemein
Holger Dreissigs "Heiratsmarkt" im i-camp: Slapstick, Schmäh und Mopsmoderne
Mit seiner 21. Verwaltungsperformance „Heiratsmarkt“ feiert Autor und Regisseur Holger Dreissig heuer ein Jubiläum. Seit 20 Jahren nun schon hält er das Münchner Publikum an, mit ihm über das Verhältnis von Theater und Verwaltungsperformance zu forschen. Es scheint allerdings gewaltiger Umwege und Denkschleifen zu bedürfen, die Begrifflichkeit des Langzeitprojekts selbst zu klären, widmet sich Dreissig mit seinen Stücken doch seit Jahren schon dem, was nicht verwaltbar ist. Könnte es sein, dass es sich da um einen Schmäh handelt? » weiterlesen
Spielart zeigt „Castle of Dreams“: Wie lautet das erste Gebot des Kapitalismus? Konsumiere bis der Affe in Dir zum Orgasmus kommt!
Karriere, die Umwelt retten, Liebe, Kinder, oder doch ein Haus? In Anbetracht der Tatsache, dass wir vorerst nur dieses eine Leben zur Verfügung haben, kommt man nicht umhin, sich ein, zwei Gedanken zu machen. Wie will ich leben? Wenn dann erstmal ein bisschen Zeit vorbeigerauscht ist, merkt man, dass zwischen Geld verdienen und Geld ausgeben nicht viel Raum bleibt, für das, was wir mal vom Leben wollten, für schöngeistige Ideale zum Beispiel, oder für politisches Engagement über den Wahlzettel hinaus. In seinem Stück „Castle of Dreams“ konfrontiert der japanische Regisseur Daisuke Miura uns mit eben dieser Absurdität. » weiterlesen
Forschungsreise wider das Vergessen (4): Von Lublin nach Kaunas
Der Künstler Paul Huf tritt mit dem Zeitzeugen Ernst Grube, seiner Frau Helga Hanusa und der Autorin Renate Eichmeier die "Forschungsreise wider das Vergessen" an. Die Texte, die die Reisenden Tagebuchartig verfassen, erscheinen hier in ihrer Originalfassung. » weiterlesen
Forschungsreise wider das Vergessen (3): Von Auschwitz nach Lublin
Der Künstler Paul Huf tritt mit dem Zeitzeugen Ernst Grube, seiner Frau Helga Hanusa und der Autorin Renate Eichmeier die "Forschungsreise wider das Vergessen" an. Die Texte, die die Reisenden Tagebuchartig verfassen, erscheinen hier in ihrer Originalfassung. » weiterlesen
Gedenken in privaten Raum bringen: Der Künstler Paul Huf und seine "Forschungsreise wider das Vergessen"
Eine seltsame Stimmung herrscht bei den vier Forschungsreisenden, die da am Bahnhof in Milbertshofen für ein Foto posieren. Sie lächeln, ja. Und der Künstler Paul Huf strahlt sogar eine Art von Vorfreude aus. Ernst Grube, der 78-jährige Holocaust-Überlebende, seine Frau Helga Hanusa und die Journalistin und Autorin Renate Eichmeier wirken eher angespannt. Kein Wunder. Die Reise geht in die Vergangenheit, in das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte. » weiterlesen
Für Goethe "eine neue Welt" - Wie der Fremdenverkehr das Alpenvorland "fashionable" machte
"Zum Kotzen schön", nannte der Schauspieler Ottfried Fischer das bayerische Oberland einmal. Das fanden andere schon viel früher auch. Seit dem 18. Jahrhundert nahm der Fremdenverkehr im bayerischen Oberland eine rasante Entwicklung, die auch viel mit Verkehrs- und Wirtschaftpolitik zu tun hat. » weiterlesen
Weltexplosion in Mandelsplittern: Francine Stork Trembleys Bilder im Bürgerbüro
Befremdliches Leuchten aus der Stille der Gegenstände. Sous-Realisme. Magie des im Materiellen Verborgenen, in der Tradition der großen Impressionisten. Francine Stork Trembley, geboren in Genf, lebt und arbeitet seit 1972 in München und hat 1988 ihr Meisterschülerdiplom in München an der Akademie der Bildenden Künste abgelegt. Sie zeigt neuere Arbeiten im Bürgerbüro der SPD, Belgradstrasse 15. » weiterlesen
"Auch, wenn Du nur eine Skizze hast, Du erkennst, was es ist": Daniel "San2" Gall ist Sänger und geborener Frontmann
"It feels right" heißt der erste Titel auf seiner aktuellen Platte "Rebirth Of Soul and Recycling The Blues". Es fühlt sich richtig gut an. Für den Sänger Daniel Gall alias San2 tut es das hör- und sichtbar. Der studierte Grafikdesigner sieht sich aber weniger nur als Musiker, als als "Entertainer mit Klasse". "Du musst den Leuten das Gefühl geben, dass der Abend etwas besonderes war", sagt er. Es wird ziemlich schnell klar, mit wem man es hier zu tun hat: einem geborenen Frontmann. » weiterlesen
Der Choreograf Richard Siegal zeigt in der Muffathalle sein neues Werk „Civic Mimic“: Tanz auf dem Chromosom
Der Laufsteg ist der Star. In Richard Siegals neuem Stück „Civic Mimic“ dreht sich alles um das lang gezogene, weiße Konstrukt des Architekten Francois Roche. Wie ein Chromosom füllt es, teils auf grauen Schuhen stehend, teils auf Metallstäben schwebend, die Muffathalle. » weiterlesen
Die Sammlung Goetz im Haus der Kunst: Vom Suchen und Finden
"Why I Never Became A Dancer" heißt die zweite Kooperation der Sammlung Goetz im Haus der Kunst. Mit dieser Ausstellung soll vor allem jüngeres Publikum angesprochen werden – und das könnte tatsächlich klappen, denn hier wird keine Meta-, oder Museumskunst gezeigt, sondern ein Stück Leben. » weiterlesen