Münchner Allerlei
Max II. Emanuel zum 350. GeburtstagBefreier, Frauenheld und Bankrotteur - Er hinterließ ein ausgeblutetes Bayern
Max II. Emanuel ist zwar im Volk längst nicht so berühmt wie Ludwig II. Deshalb verzichtete die Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zum 350. Geburtstag des Schlösserbauers - er kam am 11. Juli 1662 als Sohn des Kirchenbauers Ferdinand Maria in München zur Welt - auch auf eine repräsentative Ausstellung (vergleichbar der "Götterdämmerung" von 2011 im Schloss Herrenchiemsee). Aber eine Festwoche soll es schon sein: Von heute (5. Juli) bis 11. Juli 2012 bieten Schleißheim, Nymphenburg und Dachau, wo der Jubilar überall seine Spuren hinterlassen hat, frisch renovierte Prunkstücke wie den kurfürstlichen Rennschlitten zur Schau. Dazu Gondelfahrten auf dem Kanal, der einmal all diese Schlösser verbinden sollte, sowie ein Historienspiel, das von den eigenartigen Umständen seiner Geburt handelt. » weiterlesen
Nikolai Vogels Kunst auf dem OlympiaseeGeruderte Bilder mit Glockengeläut, und dabei geht's immer nur um das eine
Als "Erste Münchner Triennale für Performance-Kunst" fand am Sonntagnachmittag auf dem See im Olympiapark eine Kunstveranstaltung für drei Ruderboote statt. Viel mehr als Körperertüchtigung für die Künstler war es nicht. » weiterlesen
München würdigt 50 Jahre Schwabinger KrawallProtest, Polizeispiele, Gitarren und Gummiknüppel - Zeitzeugen berichten
Mit den Schwabinger Krawallen begann vor 50 Jahren der zivile Ungehorsam. In München gibt es dazu ein umfangreiches Veranstaltungs-Programm. Und unser Autor Karl Stankiewitz, Jahrgang 1928, hat nachgeforscht was von den Unruhen bis heute nachwirkt. » weiterlesen
Demonstration für das Amerika HausMünchner umarmen gute Freunde - gegen den Rauswurf
Unter dem Motto "Die Münchner umarmen das Amerika Haus" demonstrierten am Freitag mehrere hundert Menschen für den Erhalt dieser Institution am Karolinenplatz. » weiterlesen
Berkan Karpats GedenkdemontageEntsorgte Erinnerung - Wie die Stadt eine Chance verpasst
Zum Gedenken an das, was am 11. September 2001 in New York geschehen war, entstand am zehnten Jahrestag im September letzten Jahres Berkan Karpats Installation "II.9.II - DNA der Erinnerung. Eine Stahlklage" am Karolinenplatz in München. Eine dauerhafte Platzierung im Stadtbild war nun doch nicht gewünscht. Am vergangenen Samstag hat der Künstler sein Werk symbolisch entsorgt.
» weiterlesen
Zur Debatte um die Münchner KreativwirtschaftWas gilt der Prophet im eigenen Kultur-Land?
Ausgehend von den immer klarer werdenden Perspektiven um die Zukunft für das große Entwicklungsgelände an der Dachauer Straße kommt in München langsam, aber stetig, eine Debatte über die Kreativwirtschaft in Gang. München ist hier voller Chancen – macht aber noch viel zu wenig daraus. Dazu ein Gastbeitrag von Monika Renner, langjährige Stadträtin der SPD im Rathaus. » weiterlesen
"Monacensia" wird MuseumLiteratur in neuem Licht
Das literarische Gedächtnis der Stadt München wird, gemäß einem Stadtratsbeschluss, gehörig aufgefrischt. Bis Herbst 2015 soll das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Bildhauers und "Künstlerfürsten" Adolf von Hildebrand in Bogenhausen, das seit Herbst 1977 die Monacensia beherbergt, für rund neun Millionen Euro dergestalt umgebaut und erweitert werden, dass den Besuchern ein offenerer und freundlicherer Zugang ermöglicht wird. » weiterlesen
Zensur beim Bayerischen Staatsballett?Wenn die PR-Polizei einen Tänzer wirklich nackt macht
Darf ein Balletttänzer rauchen? Das Bayerische Staatsballett meint: Nein. Auf einem Poster wurden Zigarette und Rauch deshalb einfach weg- und der Erste Solist Tigran Mikayelyan clean gezaubert. Sehr begrenzt erotisch und schon gar nicht harmlos findet das Kulturvollzug. » weiterlesen
Zum 85. Geburtstag von Erwin EischLetzter der Fünferbande - Die Spur des Revoluzzers und Glaskünstlers
"Wir sind die Maler der Zukunft," verkündeten sie in einem ihrer Manifeste. Die neun jungen Künstler, mehrheitlich aus dem nördlichen Altbayern stammend und der Münchner Kunstakademie entwachsen, wollten nicht mehr und nicht weniger als "Kultur zerstören, um Kultur zu schaffen". So konnte es nicht ausbleiben, dass sie mindestens in München zum Gespräch wurden, Skandale auslösten, wegen Gotteslästerung und Verbreitung unzüchtiger Schriften angeklagt wurden und bis zum Bundesverfassungsgericht prozessierten. Am 2. September 1958 schlossen sich fünf der Manifestschreiber zur "Gruppe Spur" zusammen. » weiterlesen
Die Geschichte eines Kruzifix-FragmentsDas Kreuz von Giesing, das aus der Au kommt
Wie ein später berühmter Schauspieler im Bombenschutt die Beine Christi fand, die eine bewegte Geschichte haben und erst jetzt öffentlich zu sehen sind. Unser Autor (84) erinnert sich und hat dabei Neues entdeckt. » weiterlesen

