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Münchner Allerlei

Karl Stankiewitz über Hildegard Hamm-Brücher, die am 11. Mai hundert Jahre alt geworden wäreWie das "Haupt des Linksliberalismus" einst kämpfen musste

von Karl Stankiewitz am 04.06.2021

Von allen Seiten, besonders von der rechten und manchmal auch aus der eigenen Partei hat sie Sticheleien, Beleidigungen und Prügel einstecken müssen. Doch sie hat auch kontern können. So war bereits, nachdem Dr. Hildegard Brücher im Mai 1948, angeregt durch den späteren Bundespräsidenten Theodor Heuß, für die FDP in den Münchner Stadtrat gewählt wurde.Sie war mit gerade 27 Jahren jüngstes Mitglied dieses Altherrenclubs, Wissenschaftsredakteurin unter Erich Kästner bei der amerikanischen „Neuen Zeitung", jedoch obendrein: eine Protestantin und, wie man spöttelte, „a Preiß“, obgleich sie in Essen geboren wurde, am 11. Mai 1921 - zwei Tage nach Sophie Scholl.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über Joseph Beuys und MünchenDer Müllmann kommt!

von Karl Stankiewitz am 27.05.2021

Der am 23. Januar 1986 verstorbene Düsseldorfer Kunstrevolutionär Joseph Beuys, der am 12. Mai 2021 seinen 100. Geburtstag hätte feiern können, hatte zur Kunststadt München ein gespaltenes Verhältnis. Lange hat es gedauert, bis ihn die hiesige Szene überhaupt wahrnahm. Es war der 28-jährige, aus dem Chiemgau zugezogene Franz Dahlem, der 1965 über den Darmstädter Kunsthändler Karl Ströher einige Zeichnungen des studierten Bildhauers Beuys erwarb und in München, wo dieser bereits “Multiples“ entworfen hatte, erstmals vorstellte.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über den Corona-Kampf der "Roten Sonne" und der ClubszeneDie Ohnmacht der Nacht

von Karl Stankiewitz am 27.01.2021

In der Weltstadt mit Herz sind die Nächte kurz und langweilig geworden. Vor einem vor sich hin modernden Gebäudekomplex am mondänen Maximiliansplatz, in welchem nicht weniger als fünf Nachtclubs mehr vegetieren als existieren, zeigt eine Leuchttafel an, seit wie vielen Tagen ab Lockdown im März „closed“ ist. Bis zum Fasching, als nicht nur der Bär hierorts tanzte, müssten es an die dreihundert verlorene Nächte sein.     » weiterlesen


Logbuch einer Entdeckungsirrfahrt in eine seltsame Zeit (Folge I.)Nobodaddy

von Michael Wüst am 30.04.2020

Jede Zeit hat ihre Stimmung. So entsteht quasi ein Geist, der uns zu Bildern bringt, zu Erinnerungen. Oder auch zu einem Verstehen. "Was macht das mit uns?" Die bis zum Erbrechen durchboulvardisierte Frage bekommt dann manchmal, aber nur manchmal, eine Antwort, die einen nicht ratloser oder dümmer macht, als man ohnehin schon ist. Sondern die einen Blick ermöglicht mitten hinein. Was also macht das mit uns, diese Stimmung, diese Zeit zurzeit? Michael Wüst wagt einen solchen, einen möglicherweise bösen Blick. Hier sein Bericht.     » weiterlesen


Wie die Münchner Kreativen mit der Corona-Krise umgehenStreamen, streamen - und auch mal ein Getränkegutschein

von Olga Levina am 29.04.2020

In einer Zeit des Umbruchs, des Wandels, aber auch des Stillstandes, kam die Kultur- und Kreativbranche fast zum Erliegen – zumindest im herkömmlichen Sinne. Denn da, wo manche resignieren, gehen Visionäre voran: Sie weisen Wege aus der Krise, geben Hoffnung und machen Mut neue Konzepte auszuprobieren, die auch dann noch Bestand haben, wenn die Normalität wieder Einzug hält.     » weiterlesen


"Nomiya" - der "bayrischer Japaner" steht vor dem AusEs wird einem arm ums Herz der ach so scheenan Stoodt

von Michael Wüst am 20.02.2020

Wenn es heuer Frühling wird in der Wörthstraße in Haidhausen, dann ohne das Nomiya. Dem überregional bekannten "bayrischen Japaner" wurde zm 1. April 2020 gekündigt.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz zu den Versteigerungen von Gegenständen aus Hitlers NachlassNeun Kleinbürgerzimmer

von Karl Stankiewitz am 13.12.2019

Der vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv ersteigerte Mietvertrag Hitlers und die Auktion mit anderen „Führer-Devotionalien“ lenkt den Blick auf eine geheimnisvolle Münchner Immobilie. Touristen, Amerikaner mit Vorliebe, lassen sich gern hierher führen. Sie recken dann die Hälse, betrachten die vielen Balkone, Erker und Fenster am Eckhaus am Prinzregentenplatz 16 und können es kaum glauben: In diesem großbürgerlichen, für Bogenhausen aber ganz gewöhnlichen Mietshaus soll der "legendäre Führer" des Großdeutschen Reiches gut 15 Jahre lang gewohnt haben.     » weiterlesen


Michael Wüst über starke Frauen 2019Alles ganz schön apokalyptisch

von Michael Wüst am 11.10.2019

Megan Rapinoe, Spielführerin der amerikanischen Fußballmannschaft, soll nach dem Sieg bei der WM gesagt haben, the only thing he can, I  can´t -  he can kiss my ass. Damit hatte sie nach dem Sieg ihrer Mannschaft, räusper Frauen-Mannschaft, Fraumannschaft, Ballfrauschaft - oder wie kann es gehen? - ihres Teams natürlich! nochmals furztrocken, um im Hintereingangs-Milieu zu bleiben, unterstrichen, auf eine Ehrung im "fucking White House" mit ihren Fuß-Ballerinas gerne zu verzichten. Meanwhile, auf der anderen Seite des Atlantiks...     » weiterlesen


"Die im Dunkeln sieht man nicht" - München-Krimi von Andreas GötzErmittlungen zwischen Schwarzmarkt und Führerbau

von Katrin Kaiser am 23.09.2019

Andreas Götz hat einen lesenswerten München-Krimi geschrieben, der in der Nachkriegszeit spielt. "Die im Dunkeln sieht man nicht" ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Reihe.     » weiterlesen


Unterwegs mit der Time Tripping CrewBass unter der Brudermühlbrücke

von Olga Levina am 18.07.2019

Es ist Samstag Nacht – viele sind auf der Suche nach einer Party, die diesen Abend in Erinnerung bleiben lässt. In den kalten Monaten bietet sich dafür die Münchner Bar- und Clublandschaft an. Doch warum sollte man im Sommer in geschlossenen Räumen feiern? Warum nicht draußen in der freien Natur? Das dachte sich auch die Münchner Time Tripping Crew, die regelmäßig alternative Drum and Bass Partys im öffentlichen Raum veranstaltet. Bei ihrer 20. Ausgabe an der Isar bin ich dabei.     » weiterlesen


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