"Lumpazivagabundus" bei den Salzburger FestspielenBombenrolle, Rampensau - und doch bleibt der Nestroy auf der Strecke
Wenn Fortuna aussieht wie Angela Merkel, was kommt dann aus ihrem riesigen Füllhorn? Blaue Luftballons mit Euro-Zeichen. Am Politiker-Rednerpult vor dem EU-Sternenkranz handelt Feenkönig Stellaris diplomatisch die Wette zwischen Fortuna und Amorosa aus, ob Geld oder Liebe den Menschen glücklich machen. Aber nach der Polit-Parodie als Comedy-Einstieg setzt Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann in seiner Salzburger Festspiel-Inszenierung „Lumpazivagabundus“ ganz auf seine tollen Komödianten, auf wilden Stilmix und effektvollen Klamauk. » weiterlesen
"Die Jungfrau von Orleans" bei den Salzburger FestspielenAn den Grenzen der Verständlichkeit, vielleicht wurde etwas gewollt
Ein Hörspiel mit Beleuchtung? Könnte interessant sein in einer Experimentier-Reihe der Salzburger Festspiele. Aber Michael Thalheimers Schiller-Inszenierung „Die Jungfrau von Orléans“ wird als große Schauspiel-Produktion im Landestheater verkauft. Nach über zwei Stunden statischem Ausrufetheater gab's dort Buh-Chöre für Thalheimer. Das faire Premierenpublikum bejubelte immerhin Kathleen Morgeneyer für Johannas Standfestigkeit. » weiterlesen
Adios Amigos
Münchner Villa des Literturnobelpreisträgers Paul Heyse in GefahrVergessenes Nach-Weimar
Das Grundstück an der Luisenstraße 22 in München ist historisch. Dort steht noch die Villa des ersten deutschen Literaturnobelpreisträgers Paul Heyse. Der neue Eigentümer plant, sie abzureißen und durch ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftshaus zu ersetzen. Dagegen regt sich Widerstand. Ein Blick zurück und nach vorn. » weiterlesen
Interview mit Anita Kupsch zu „Die Perle Anna“"Ich will mit dem Publikum spielen"
Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch: Als die Herrschaft Kurzurlaub macht, widmet sich „Die Perle Anna“ der Hausbar. Bis die Eheleute - jeder für sich mit einem fremden Partner - unerwartet zurückkommen in die vermeintlich sturmfreie Bude. Marc Camolettis Lustspiel gibt der schlauen Haushälterin alle Hände voll zu tun, um den Zusammenprall der Seitenspringer zu vermeiden. Eine Paraderolle für die Berliner Volksschauspielerin Anita Kupsch, die damit in der Komödie im Bayerischen Hof ihren Mutterwitz beweist. » weiterlesen
Neue Malerei von Ulrich Erben bei Walter StormsDie Strenge der Form
Die Ausstellung "in augenhöhe" zeigt jüngere Arbeiten des Malers Ulrich Erben. Sie beweist, dass die Einhaltung strenger formaler Prinzipien nicht langweilig sein muss. » weiterlesen
Titilayo Adedokun in der Jazzbar VoglerWie gern wär' man der Tropfen auf der Haut von Miss Ohio
Noch einmal die Mikrofone zurechtgerückt. Mit prüfendem Blick steht Sängerin Titilayo Adedokun vor der Bühne der Jazzbar Vogler. Ihre Aufmerksamkeit ist ganz beim Klang eines Stücks, das ihre Musiker gerade anspielen. Offenbar ist nun alles so, wie es sein soll. Die Frau mit der Samtstimme nimmt ihren Platz im Zentrum der Band ein. Das erste Vokalstück „How I wish“ singt sie erstmals live. So kann sich auch Komponist Juanito Heldmann unmittelbar einen Eindruck machen. Er sitzt an diesem Abend im Publikum. » weiterlesen
Denkmal auf dem JuKi-Fest
Mit viel Eis, bitte
Zwischen Diktatur und Demokratie - die Große Kunstausstellung neuFasching als Finanzier
Mit der Uraufführung eines Balletts namens "Hunger" wird am 4. August 2013 im Haus der Kunst in München die "1. Biennale der Künstler" eröffnet. Sie wurde zwei Jahre lang vorbereitet und soll fortan alle zwei Jahre stattfinden. Sie bedeutet "eine tiefgreifende Konzeptänderung in der deutschen Ausstellungslandschaft", sagte Eva Ruhland, die Präsidentin der Ausstellungsleitung. Sie hat 40 Künstler aus drei Generationen ausgewählt, die erstmals selbst als Kuratoren über Organisation und Inhalt der Ausstellung bestimmen durften. Damit wird eine Tradition abgebrochen, die 65 Jahre zurückreichte. Finanziell beteiligen sich mehere Sponsoren, darunter das Bundeswissenschaftsministerium und die Stadt München. Wir blicken zurück auf Anfang und Geschichte dieser Ausstellung, die alljährlich die aktuelle Kunst in Deutschland - die Künstler der DDR waren allerdings nur sporadisch einbezogen - repräsentieren sollte. » weiterlesen




