Gauthier Dance in der SchauburgUnendliche Vorstellungswelten
Womöglich zum letzten Mal gastiert die Stuttgarter Kompanie Gauthier Dance diese Saison in der Münchner Schauburg – ein Intendantenwechsel steht an, und Gastspiele für 2017/18 stehen in den Sternen. Mit „Infinity“, einem achtteiligen Abend, gibt Chef Eric Gauthier eine ausgesprochen fantasievolle Visitenkarte ab. » weiterlesen
Karl Stankiewitz erinnert an das Hungercamp am Sendlinger-Tor-Platz von 2014Sogar Bäume besetzt
Novemberbeginn 2016: Das Flüchtlingsdrama am Sendlinger-Tor-Platz hat seinen vorläufigen Höhepunkt. Heute (4.11.2016) wurde das Lager der Hungerstreikenden von der Polizei geräumt, es gibt insgesamt 18 Notfalleinsätze. Einige Demonstranten bleiben zunächst noch auf einem Baum. Wir blicken zurück auf ganz ähnliche Vorgänge, die vor genau zwei Jahren eskaliert waren zu einer explosiven Gemengelage. Bayern, zumal München, wurde damals - nach den Massenlandungen im italienischen Lampedusa – zu einem weiteren großen Krisenherd im Verlauf dieser neuen Völkerwanderung. » weiterlesen
Shakespeares Sturm am VolkstheaterDer Letzte räumt die Bühne auf
Christian Stückl und sein Bühnenbildner Stefan Hageneier richten Kleinholz an: Shakespeares „Sturm“ fegt durchs Volkstheater. Und kommt dem Vorwurf der Harmlosigkeit mit durchaus naheliegender Kolonialismuskritik zuvor. » weiterlesen
Man will da rein
Vor 50 Jahren erlebte München den „Herbst der Gammler"Die Geburt des "Null Bock auf Nix"
Schlag 17 Uhr am 20. Oktober 1966 heben Kripobeamte in Zivil die schäbige Barackenkneipe „Picnic“ in der Leopoldstraße aus. 28 mit Fetzen und Fransen bekleidete Lehrlinge und Schüler, die offensichtlich Seife, Kamm und Schere verachten, werden im Polizeirevier 4 verhört. Gefragt wird nach Rauschgift, Adresse und Arbeitsplatz. Geständnisse gibt es keine, wohl aber Tränen, besonders bei den Mädchen. Ein Neuseeländer kommt gleich wieder frei. Die meisten der vorläufig Festgenommenen werden von Papi oder Mami abgeholt. Zwei Tage später, am frühen Morgen des 22. Oktober, holen Polizisten in Leder langhaarige Langschläfer von den Baumhäusern, die sie sich wie Vögel hoch oben im Englischen Garten gebastelt haben. Die Nester nennen sie als Wohnung, einmal bekommen die jungen Vagabunden dort tatsächlich Post zugestellt. » weiterlesen
Herbert Nauderer entführt im Kallmann-Museum in eine rätselhafte WeltNeue Fragen im Mausmannsland
Bekanntlich beziehen sich die Ausstellungen im Kallmann-Museum in Ismaning immer irgendwie auf das Oeuvre seines Initiators Hans Jürgen Kallmann, der sich vor allem mit seinen Menschen- und Tierbildern sowie seinen Landschaften einen Namen gemacht hat. Allerdings hat er nie mehrere verschiedene Motive gemeinsam ins Bild gesetzt, vielmehr konzentrierte er sich immer auf einen Gehalt. Ganz anders Herbert Nauderer, er kreierte eine Kunstfigur, halb Mensch halb Tier, die in einem klar abgegrenzten Land lebt. Im Vergleich wirkt das so, als ob Nauderer Kallmanns Genres zu einer Ganzheit gebündelt hätte. » weiterlesen
"Blek le Rat – The man who walks through the walls" in der Galerie KronsbeinIm Zeichen der Freundschaft
Der unter dem Pseudonym Blek le Rat bekannte französische Künstler Xavier Prou zählt zu den Vorreitern der Schablonenkunst im öffentlichen Raum. Seine Signatur, die kleine schwarze Ratte aus dem italienischen Comic Blek le Roc, ist seit 1981 zu seinem Markenzeichen geworden. Genau wie die Ratten, denen man oft in Banksys Werken begegnet. Banksy selbst gebe zu, dass Blek le Rat alles genauso mache wie er – nur 20 Jahre früher, so Galerist Kronsbein. Wie Banksy wirkt Blek le Rat weltweit, so nun auch in München. » weiterlesen
Wer ko, der ko
Architekt Chipperfield präsentiert Pläne zur Umgestaltung für das Haus der KunstWieder sichtbar machen
Stararchitekt David Chipperfield will das Haus der Kunst wieder sichtbar machen – vor kurzem stellte er in München seine Pläne vor. Nein, das mache keinen Sinn: dass ein für die Stadt so wichtiges Gebäude „hinter einem grünen Vorhang aus Bäumen verschwindet“, erklärt er. „Dazu noch an einem so herausragenden Platz, um den sich jeder Bauherr reißen würde.“ » weiterlesen
"Inszeniert" - Werke aus der Sammlung Goetz in der KunsthalleEs ist wirklich alles nur Theater
Die Sammlung Goetz präsentiert sich: mitten in München und erstmals in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. Spielend könnte man mit dieser Sammlung gleich mehrere Ausstellungen füllen. Hochkarätige dazu, Ingvild Goetz hat ihre Kollektion zeitgenössischer Kunst mit Bedacht und dem gewissen Riecher zusammengetragen. Seit ein paar Jahren zeigt sich das nicht mehr nur im eleganten Herzog & De Meuron-Quader in Oberföhring, den sie mit ihrer Mediensammlung 2013 dem Freistaat Bayern vermacht hat. Inzwischen kommen die Exponate auch zu den Leuten, sprich in gut frequentierte Museen quer durch Europa. Vor allem aber ins Haus der Kunst und die Pinakothek der Moderne. » weiterlesen



