Zum geplanten Musical über Pola NegriDie Rückkehr der Herrin der Welt
Sie wurde als "Duse der Leinwand" verehrt, war für viele Menschen der Inbegriff des Vamps. Von Max Reinhardt endeckt, wurde Pola Negri zu einem Weltstar. Jahre später, nach dem Zweiten Weltkrieg, sollte sie den deutschen Film wiederbeleben und kam nach München. Und beinahe hätte Karl Stankiewitz ein Interview mit ihr geführt. Aber - die Dame wollte aufs Land. Und heute, wo es ein neues Musical über "Polita" geben soll, erinnert sich Karl Stankiewitz an eine faszinierende Künstlerin. » weiterlesen
"Maria Stuart" in den KammerspielenKriegenburgs neuester Streich - sie sind Gefangene
Artgerechte Haltung für Schillers Königinnen-Drama: Andreas Kriegenburg lässt bei "Maria Stuart" weise Zurückhaltung walten und arbeitet an den Kammerspielen mit ruhiger Hand und konzentrierter Sorgfalt eben die Züge heraus, die an diesem Klassiker heute noch faszinieren. Eine Einladung zur Wiederentdeckung. » weiterlesen
Karl Stankiewitz zur Gründung der Kabarett-Legende "Rationaltheater" vor 50 JahrenDie schärfste Nummer von ganz Schwabing
Am 28. Januar 1965 eröffneten drei Ex-Studenten in der Hohenzollernstraße ein neues politisch-satirisches Kabarett. Sie nannten es „Rationaltheater“. Es war anders als die anderen. Es war von vornherein direkter, aggressiver, konkreter als zum Beispiel die bis dahin tonangebende, nur Häuserblocks entfernte „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“, die gerade ihre erste Krise hatte. » weiterlesen
Im Boxring
Stephan Thomes Roman „Gegenspiel“Perspektivenwechsel
In seinem dritten Roman erzählt Stephan Thome die Geschichte einer Frau zwischen der katholischen Strenge ihres Heimatlandes Portugal, der Unverbindlichkeit Berlins und der erdrückenden Enge der mitteldeutschen Provinz. Schilderte Thomes letztes Buch "Fliehkräfte" die Geschichte des Philosophie-Professors Hartmut, so geht es in "Gegenspiel" nun um den Werdegang seiner Frau Maria. Ein überzeugend realistischer Roman voller Sehnsüchte und Rückschläge. » weiterlesen
Christian Stückls "Nathan der Weise" im VolkstheaterBruder Melek pfeift sich eins
Ein skeptischer Diskussionsbeitrag im Münchner Volkstheater: Christian Stückl gibt Lessings "Nathan der Weise" Raum zum Atmen und dem Saladin einen Bruder - und dem Toleranzdrama damit einen beunruhigenden Dreh. » weiterlesen
"Lucia di Lammermoor" an der StaatsoperSelbst unser Lieblings-Dirigent suchte erfolglos
Die Erwartungen an diese Premiere der Bayerischen Staatsoper waren hoch. Star-Sopranistin Diana Damrau hat die Titelpartie in Donizettis „Lucia di Lammermoor“ seit ihrem New Yorker Debüt vor sechs Jahren in fünf verschiedenen Inszenierungen gesungen. Sie weiß, worauf es ankommt. Dazu Münchens Lieblings-Dirigent Kirill Petrenko, ein bekennender Belcanto-Fan, und eine junge polnische Regisseurin, Barbara Wysocka, deren Deutschland-Debüt 2012 an den Münchner Kammerspielen mit „Woyzeck/Wozzeck“ einiges Aufsehen erregte. Genügend Argumente, um auf eine Sternstunde zu hoffen. Doch leider überwogen diesmal die Missverständnisse. » weiterlesen
Anfänge zum Atomstaat BayernWissenschaft und Widerstand
Am 23. Januar 1985 beschloss die Kohl-Regierung in Bonn, der vier CSU-Minister angehörten, die Errichtung einer Wiederaufbereitungsanlage für verbrauchte Brennstoffe der Kerntechnik. Schon wenige Tage später formierte sich rund um das Braunkohlestädtchen Wackersdorf in der Oberpfalz, das die bayerische Staatsregierung als Standort einer solchen WAA angeboten hatte, auf breiter Front der Widerstand gegen den von vielen befürchteten "Atomstaat". Er eskalierte zu politischen Kontroversen, nicht nur im eigenen Land, sondern auch mit dem benachbarten Österreich und zeitweise zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, bis die beteiligte Wirtschaft im April 1989 das super-teure Super-Projekt fallen ließ. » weiterlesen
Ausblick auf das "Dance"-Festival 2015Tanzfrühling mit indischem Kathak und Dragqueens
Zum zweiten Mal kuratiert Nina Hümpel die Tanzbiennale "Dance" - und schon gibt es eine Menge Neues. Erstmals findet das Festival im Frühjahr statt (7. bis 17. Mai 2015). Es gibt, im Gegensatz zu den letzten Jahren, kein Leitmotto. Der Spielplan ist dehnbar: Ein kleines Vor-Festival stimmt die Zuschauer im März schon mal ein. Und für das Hauptprogramm erfand die Kuratorin das neue Format des Doppelspiels. Das Ganze hat das Zeug zu einer vielfarbigen, denkwürdigen Tanzparty. » weiterlesen



