Nina Hümpel über das von ihr kuratierte "Dance 2015""Innovativ sein heißt offen sein für fremde Künste"
Ab 7. Mai geht "Dance 2015", das Münchner Festival für zeitgenössischen Tanz, zum zweiten Mal mit Nina Hümpel als Kuratorin über die Bühne. Kulturvollzug traf die Tanzwissenschaftlerin und Chefredakteurin von "Tanznetz.de" zum Interview. "Noch wenige Tage", freut sie sich auf den Eröffnungstag. Alles läuft nach Plan - und für künftige Festivals hat sie noch eine Menge Ideen. » weiterlesen
Die Spaßmacher Django Asül und Markus Söder beim Maibock-Anstich im HofbräuhausKabarett-Diplomatie mit Streifen vom fränkischen Karpfen
Das ist eine erstaunliche Entwicklung: Da arbeitet sich der Kabarettist Django Asül über Jahre hinweg beim Hofbräu-Maibock-Anstich in eine Position, von der aus Vergleiche mit dem gar-nicht-mal-mehr-so-übermächtigen Nockherberg überflüssig werden. Und dann kommt ein Finanzminister, der also solcher ja auch Hofbräu-Chef ist, ein Herr Söder, und beginnt mit seinen Grußwort-Reden die Position des Künstlers sozusagen von innen her zu gefährden. Heuer war es endgültig so weit, dass wegen Markus Söders Ambitionen, möglichst bald Nachfolger von Horst Seehofer (CSU) als Ministerpräsident zu werden, der Festredner nur von zweiter Position aus ins Rennen ging. Doch am Ende gewann er. » weiterlesen
70 Jahre danach
"not in my name" von Dali Touiti im Schwere ReiterKosmische Körperszenen
In die schwarze Ursuppe der Nacht fällt ein erstes Wort: Held. Einsetzender Groove. Ein zweites, zuerst nicht zu identifizierendes Wort. In seiner dämonisch, elektronisch zerlegten Codierung erkennen wir: Dreck. Dann wurde Licht. Der Tänzer und Choreograf Dali Touiti zeigte im Schwere Reiter „not in my name“. » weiterlesen
"Monster Truck" zum Abschluss von Radikal Jung im VolkstheaterWar da was? Was war das?
Diskussionen zum Abschluss von Radikal Jung, und das nicht nur über die Preisträger: Waren die beiden Produktionen von Monster Truck - "Dschingis Khan" und "Regie" - nun großartiges Theater? Oder doch nur ein großer Witz? Monster Truck jedenfalls gewann den Kritikerpreis. Den Publikumspreis räumte wieder mal Gastgeber Volkstheater selber ab, mit Jessica Glauses Inszenierung "Und jetzt: Die Welt". » weiterlesen
Der Endspurt beim Theaterfestival Radikal Jung am VolkstheaterNeu verliebt ins Theater
Das Theaterfestival Radikal jung geht in seine letzten Runden - und legt zum Endspurt ganz schön Tempo zu: Mit Pina Karabuluts Inszenierung von "Inasvion!" (Schauspiel Köln) und Nora Abdel-Maksouds "Kings" (Ballhaus Naunynstraße) hat man am Donnerstag (23.4.15) zwei der stärksten Inszenierungen sehen können. Direkt bieder dagegen tags zuvor "Prinz Friedrich von Homburg" vom Staatstheater Darmstadt. » weiterlesen
Das Gärtnerplatztheater mit "Singin´ In The Rain" im PrinzregententheaterMit Tennisball-Virtuosität gegen die Erinnerung an einen Film
Irgendwann hat wohl jeder den Film gesehen: Wie Gene Kelly in den Pfützen planscht und dazu „Singin´ In The Rain“ trällert, wie der unvergessliche Donald O´Connor mit grotesker Akrobatik sich in eine wild gewordenen Comic-Maus verwandelt („Make ´Em Laugh“) – Regisseur Stanley Donen gelang 1952 eines der schönsten Filmmusicals, dem erst 1983 eine Bühnenfassung folgte, die sich nicht durchsetzen konnte. » weiterlesen
Durch die Antike in die Moderne geblickt
Martin Schläpfers Mahler-Choreographie „7“ bei der BallettwocheWir sind gar nicht so freundlich
Es hat sich herumgesprochen: Martin Schläpfer war nicht nur ein charismatischer Tänzer, sei es in Basel bei Heinz Spoerli oder beim Royal Ballet in Winnipeg – mittlerweile ist er wohl auch Deutschlands bedeutendster Choreograph. Das eher verschlafene Mainz, wo er als Tanz-Chef wirkte, wurde zum Mekka der Fans. Seit 2009 leitet er das Ballett der Deutschen Oper am Rhein. Und auch dort hat er Glück. 2013 und 2014 wurden seine Tänzer als „Compagnie des Jahres“ ausgezeichnet. Münchens Ballett-Direktor Ivan Liska scheute sich dennoch nicht, diese Konkurrenz für zwei Aufführungen im Rahmen der Ballettwoche ins Nationaltheater einzuladen. Das spricht für ihn. Dass Schläpfer beim Bayerischen Staatsballett den Spagat zwischen Tradition und Moderne vielleicht ebenso hinbekäme wie der inzwischen gewählte Liska-Nachfolger Igor Zelensky, dafür lassen sich in seiner Mahler-Choreographie „7“ eine Menge Argumente finden. » weiterlesen
"Chemise Lacoste" und "Orpheus#" bei Radikal Jung im VolkstheaterMicky Maus grinst überm Totenreich
Schöne Menschen in Lacoste-Klamotten, tote Menschen in Bodysuits: Kleider machen Theaterleute im zweiten Viertel von Radikal Jung, dem Festival für junge Regisseure. Wir sahen uns Alia Luques Inszenierung von Anne Leppers "La Chemise Lacoste" (Düsseldorfer Schauspielhaus) und Ersan Mondtags Choreographie "Orpheus#" (Schauspiel Frankfurt) an. » weiterlesen



