Ausstellungen
Männer sitzen im Nirgendwo
In der Ausstellung "Panta Rhei - gemalte Fotografie" zeigt die Galerie Eva Tömmel in München Arbeiten von Margret Paal.
Zwei alte Männer im Dialog. Freunde, Vertraute, wie es scheint. Worauf immer sie sitzen, ist nicht zu erkennen auf dem Bild. Alles, was überflüssig scheint, ist elimeniert. Sitzmöbel, Umwelt würden nur ablenken von der Konversation der Greise. Das 2009 entstandene Bild "GlaubeKunstSelbstherrlichkeit" zeigt drei Männer, wohl in einer Hotellobby, Geschäftsreisende, sprachlos, wortlos, die Gesichter nicht erkennbar, anonymisiert. Auch sie sitzen bindungslos in der Leere, hängen ebenso in der Luft wie Glas und Aschenbecher. Nichts lenkt ab von der Trostlosigkeit der Szene. » weiterlesen
Die wunderbare Fantasiewelt der Bele Bachem
In einer Retrospektive zeigt die Ismaninger Galerie im Schlosspavillon Arbeiten vor allem aus dem Spätwerk der großen Künstlerin.
Die Clowns lachen nicht. Sie streiten, schreien sich an, ringen, schlagen. "Streit der Clowne", 1994 entstanden, verkehrt die Erwartung des Betrachters ins Gegenteil. Mit feinem Strich zeichnet die Künstlerin die Lebenswirklichkeit hinter der Maske auf. Auch der streng trainierende Clown ist nicht heiter, muss er doch einen gewichtigen Manegenpartner schultern. Oder trägt der ihn? So genau lässt sich das bei Bele Bachem nicht sagen. Sie liebt die Überraschung, das Unerwartete. Der Betrachter muss sich sein Bild machen vom Bild. » weiterlesen
Kini-Visionen im Orbit von Oberpfaffenhofen
Gerd Hirzinger vom Luft- und Raumfahrtzentrum ist einer der weltbesten Robotik-Spezialisten – jetzt hebt er die Traumwelten von König Ludwig II. in neue Dimensionen.
Hier geht es um den Mars, um sich selbst steuernde Autos, um künstliche Menschenherzen und um sogenannte Robonauten. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, eine andere Welt zu betreten, wenn man zu Gerd Hirzinger kommt. Es ist ein hellhöriger Zweckbau am Rande des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen mit braunen Funktionsmöbeln, grünen Türen und Blechlamellendecken. Allerdings behält der Sicherheitsdienst an der Pforte den Ausweis ein, und die Wände hinter der Eingangstür sind mit 44 Urkunden regelrecht gepflastert - vom Bundesverdienstkreuz bis zum Leibniz-Preis, der höchsten deutschen Auszeichnung für Wissenschaftler. Und über die Spüle in der Kaffeeküche hat jemand » weiterlesen
Die Neugestaltung der Welt
Wegbereiter der Moderne, in einer Zeit, da man noch an die Verwirklichung von Utopien glaubte: „Piet Mondrian und de Stijl“ gastieren im Kunstbau des Lenbachhauses am Königsplatz. Es ist die erste große Ausstellung, die der Avantgardgruppe in Deutschland gewidmet ist. » weiterlesen
Der Aufbau im Bild. Der Niedergang auch?
In der Ausstellung "Industriezeit. Fotografien 1845 - 2010" zeigt die Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums mit 150 Originalaufnahmen die Entwicklung der Industriefotografie von den Anfängen bis in die Gegenwart. » weiterlesen
Griechischer Farbrausch oder klassizistische Blässe? – Die Glyptothek vergleicht antike Originale mit Ergänzungen des 19. Jahrhunderts
Man muss genau hinschauen, um auf der rauen Marmoroberfläche am linken Arm des Paris, dem großen Bogenschützen des zweiten trojanischen Krieges, ein Rautenmuster erkennen zu können, das sich reliefartig, aber ohne Spuren von Farbresten erhalten hat. Der Grad der Verwitterung verrät uns, dass die Figur einmal bemalt war: Je nach Farbe war der Stein mal besser, mal schlechter geschützt. Dadurch blieb das Muster nicht nur erhalten, sondern grub sich im Laufe der Jahrhunderte in den Stein. » weiterlesen
Der Gewinn einer Freikarte als großes Los
Das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt zeigt in der Aufsehen erregenden Ausstellung "Kleiner Tierpark - Das Schicksal der Skulptur" Arbeiten des großen Tierbildhauers August Gaul. » weiterlesen
Wenn dem Pferd der Nacht der Morgentau aus dem Maul tropft
Die dänisch-deutsche Künstlergruppe Riimfaxe zeigt in der Whitebox in München aktuelle Arbeiten ganz unterschiedlicher Art. » weiterlesen
Nackert im Wohnklo
Die Micheko Galerie in München zeigt in der Ausstellung "Home from Home" 17 Bilder der Fotografin Satomi Shirai. » weiterlesen
Ein Fundus an Nasen reicht nicht
In der Ausstellung "Das war spitze! Jüdisches in der deutschen Fernsehunterhaltung" zeigt das Jüdische Museum München - ja was eigentlich? » weiterlesen

