Bühnen
"Lumpazivagabundus" bei den Salzburger FestspielenBombenrolle, Rampensau - und doch bleibt der Nestroy auf der Strecke
Wenn Fortuna aussieht wie Angela Merkel, was kommt dann aus ihrem riesigen Füllhorn? Blaue Luftballons mit Euro-Zeichen. Am Politiker-Rednerpult vor dem EU-Sternenkranz handelt Feenkönig Stellaris diplomatisch die Wette zwischen Fortuna und Amorosa aus, ob Geld oder Liebe den Menschen glücklich machen. Aber nach der Polit-Parodie als Comedy-Einstieg setzt Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann in seiner Salzburger Festspiel-Inszenierung „Lumpazivagabundus“ ganz auf seine tollen Komödianten, auf wilden Stilmix und effektvollen Klamauk. » weiterlesen
"Die Jungfrau von Orleans" bei den Salzburger FestspielenAn den Grenzen der Verständlichkeit, vielleicht wurde etwas gewollt
Ein Hörspiel mit Beleuchtung? Könnte interessant sein in einer Experimentier-Reihe der Salzburger Festspiele. Aber Michael Thalheimers Schiller-Inszenierung „Die Jungfrau von Orléans“ wird als große Schauspiel-Produktion im Landestheater verkauft. Nach über zwei Stunden statischem Ausrufetheater gab's dort Buh-Chöre für Thalheimer. Das faire Premierenpublikum bejubelte immerhin Kathleen Morgeneyer für Johannas Standfestigkeit. » weiterlesen
Interview mit Anita Kupsch zu „Die Perle Anna“"Ich will mit dem Publikum spielen"
Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch: Als die Herrschaft Kurzurlaub macht, widmet sich „Die Perle Anna“ der Hausbar. Bis die Eheleute - jeder für sich mit einem fremden Partner - unerwartet zurückkommen in die vermeintlich sturmfreie Bude. Marc Camolettis Lustspiel gibt der schlauen Haushälterin alle Hände voll zu tun, um den Zusammenprall der Seitenspringer zu vermeiden. Eine Paraderolle für die Berliner Volksschauspielerin Anita Kupsch, die damit in der Komödie im Bayerischen Hof ihren Mutterwitz beweist. » weiterlesen
Titilayo Adedokun in der Jazzbar VoglerWie gern wär' man der Tropfen auf der Haut von Miss Ohio
Noch einmal die Mikrofone zurechtgerückt. Mit prüfendem Blick steht Sängerin Titilayo Adedokun vor der Bühne der Jazzbar Vogler. Ihre Aufmerksamkeit ist ganz beim Klang eines Stücks, das ihre Musiker gerade anspielen. Offenbar ist nun alles so, wie es sein soll. Die Frau mit der Samtstimme nimmt ihren Platz im Zentrum der Band ein. Das erste Vokalstück „How I wish“ singt sie erstmals live. So kann sich auch Komponist Juanito Heldmann unmittelbar einen Eindruck machen. Er sitzt an diesem Abend im Publikum. » weiterlesen
"Heinrich tanzt" im StaatsballettLiebe kann tödlich sein
"Heinrich tanzt II", das Jugendprojekt des Bayerischen Staatsballetts, erkundet die schönen neuen und tückischen Seiten von Beziehungen - ohne Angst vor großen Gefühlen » weiterlesen
"Written on Skin" bei den OpernfestspielenNaganos letzte Premiere - wundervoll, und letztlich doch ein Gastspiel
George Benjamins „Written on Skin“ - die nun wirklich letzte Premiere mit Kent Nagano auf den Opernfestspielen im Prinzregententheater. » weiterlesen
Moses Wolff über das HipHop-Festival in CannstattHier wird genickt bis zur Verneigung
Jedes HipHop-Festival hat seine Höhen und Tiefen. Drei Dinge sind dabei immer feste Größe: Joints, Kopfnicken, Kompromisse. Was nicht immer schlecht sein muss. » weiterlesen
Kurt Elling in der UnterfahrtSo einer sieht sogar am Tambourin cool aus
Erwartungshaltung hautnah erlebbar: Der Jazzclub Unterfahrt ist bis auf den letzten Platz besetzt. Gespanntes Warten auf Kurt Elling. Viele Sänger der Münchner Jazzszene sind auch da, um den neuesten Coup ihres erfolgreichen Kollegen live zu hören. Besonders der weibliche Teil des Publikums bekommt schon mal glänzende Augen. Als wäre ihr völlig klar, dass nun endlich der Star-Sänger auf die Bühne muss, hält Christiane Böhnke-Geisse ihre Anmoderation heute besonders kurz. Sie weiß, sie muss nicht viel sagen zu diesem Mann, den hier jeder längst kennt. » weiterlesen
Jedermann in Salzburg mit Brigitte HobmeierZurück zum Everyman, doch es interessiert vor allem der Liebling der Saison
Eine Buhlschaft auf dem Fahrrad? Warum nicht? Gott hat gewiss nichts dagegen: Der ist diesmal in Salzburg ein zwölfjähriges Kind. Es steht in einem riesigen Trichter und steigt auf einen Stuhl, um dem Tod auf Augenhöhe zu begegnen. Erstmals bei den Festspielen inszenierte ein amerikanisch-britisches Regie-Duo den „Jedermann“. » weiterlesen
Stomp mit "...kommt!" im Circus KroneDer Tonne treu und immer wieder hinreißend komisch
Den wortlosen Soundtrack der Show könnte höchstens ein genialer Comic-Texter adäquat wiedergeben. „Stomp“ - Show und Truppe heißen gleich - ist eine unglaubliche Erfolgsstory, vergleichbar nur dem Siegeszug des zehn Jahre älteren Cirque du Soleil. » weiterlesen

