Archiv

Giftmischerinnen, der süße Heinrich und eine doppelgesichtige Kathy

von Achim Manthey am 16.03.2011

Think while you shoot. Unter diesem Titel ist in München eine mächtige Retrospektive mit Werken des ungarischen Fotografen Martin Munkácsi zu sehen.     » weiterlesen


Im Schwebezustand zwischen Erinnerung und Heute: "Agatha" an den Kammerspielen

von Gabriella Lorenz am 15.03.2011

Zwei Geschwister, eine Liebe: Das hat Marguerite Duras selbst erlebt und inspiriert von Musils „Mann ohne Eigenschaften“ 1981 zu dem Drehbuch „Agatha“ verarbeitet. Agatha und ihr namenloser Bruder treffen sich nach Jahren nochmal in der Sommer-Villa, wo sie als Jugendliche ihre Liebe entdeckten. Julie Van den Berghe, Duras-Fan und Regisseurin am NT Gent, hat diesen Text als ihr Münchner Regie-Debüt an den Kammerspielen inszeniert. Mit Stefan Merki und Katja Bürkle schafft sie in der Spielhalle eine flirrende Wehmuts-Stimmung, die allerdings erst im letzten Drittel überzeugt.     » weiterlesen


Die "Duras-Süchtige": Julie Van den Berghe und ihre aktuelle Inszenierung "Agatha"

von Gabriella Lorenz am 15.03.2011

Eine junge Frau und ihr Bruder treffen sich in der Villa ihrer Kindheit und hängen Erinnerungen nach. Langsam kristallisiert sich heraus, dass die Geschwister ein Liebespaar sind - und dass diese Begegnung ihr endgültiger Abschied sein wird. Inspiriert von Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ verarbeitete die Französin Marguerite Duras 1981 eigene Erfahrungen in dem schmerzhaften Liebesdialog „Agatha“. Die 29-jährige Flämin Julie Van den Berghe inszeniert ihn mit Katja Bürkle und Stefan Merki an den Kammerspielen.     » weiterlesen


Triumph der Farbe

von Jan Stöpel am 15.03.2011

"Zu sehen, was man mit Farbe alles machen kann, fasziniert mich immer wieder aufs Neue", sagt Cornelius Völker - und liefert in seinen Bildern den überzeugenden Beleg für diese Faszination. Die Villa Stuck widmet dem Schaffen des Kronachers von 1990 bis 2010 eine großartige Ausstellung.     » weiterlesen


Weltuntergang im Volkstheater: Bela B. von den Ärzten liest Exit Mundi von Maarten Keulemans

von Michael Grill am 14.03.2011

Es ist nicht lustig, auf Lesetour mit Texten zu sein, die den Untertitel „Die besten Weltuntergänge“ tragen, wenn in Japan real Tsunamis rollen und Atomkraftwerke explodieren. Bela B., bei der Punkrock-Legende „Die Ärzte“ zuständig für Schlagzeug und Skurriles, hat bei seiner eher lustig als apokalyptisch gemeinten Fachliteraturverwurstung von „Exit Mundi“ des holländischen Autors Maarten Keulemans erst mal das richtige Fingerspitzengefühl.     » weiterlesen


"Ein unerreichbarer wirkender Stern" - Natalia Osipova zu Gast beim Bayerischen Staatsballett

von Volker Boser am 14.03.2011

Sie kratzt und beißt, benutzt die Fäuste, tritt anderen auf die Füße und macht von an Anfang an unmissverständlich klar, dass man gut daran tut, sich nicht mit ihr anzulegen. Diese Katharina ist Hardcore, das merkt auch der Hallodri Petrucchio - ob bei Shakespeare oder in Crankos genialem Ballett „Der Widerspenstigen Zähmung“. Vor zwei Wochen wurde es vom Bayerischen Staatsballett wieder in den Spielplan aufgenommen. Jetzt verhalf es sogar einem Weltstar zu einem Rollendebüt.     » weiterlesen


Das ist München - hoffentlich nicht: Zur neuen Dimension der Verhunzung von öffentlichem Raum durch Werbemüll

von Michael Grill am 13.03.2011

Lieber Leser, großes Rätsel: Welche U-Bahn-Station in München ist überwiegend grau und hat knallrote Säulen? Sie haben das schon mal gesehen ist den letzten Wochen, aber Sie wussten nicht mehr wo sie waren, weil die Augen so weh taten? Dann verraten wir es Ihnen: Es ist, beziehungsweise war, die U-Bahn-Station Sendlinger Tor. Das Rot am Bahnsteig ist Werbung für einen Münchner Lokalradiosender.     » weiterlesen


Schatzkammer jetzt mit Küche: Im Bayerischen Nationalmuseum zeigt auch das neue Restaurant das Wiederaufblühen des Hauses

von Michael Grill am 13.03.2011

Gerade erst ist der Betrieb angelaufen – doch schon jetzt kann man sicher sein: Diesen Ort werden die Münchner lieben! Das neue Restaurant im Bayerischen Nationalmuseum hat alle Zutaten, die in der sinnenfreudigen Landeshauptstadt geschätzt werden: Eine ungewöhnliche, aber prominente Lage, ein historisches, aber frisch herausgeputztes Ambiente, ehrgeizige Betreiber, die offensichtlich ihr kulinarisches Handwerk verstehen, und einen deutlich gehobenen Anspruch, der aber nicht sofort unter Schicki-Micki-Verdacht steht.     » weiterlesen


München, die aufgeplatzte Weißwurscht - Gabi Lodermeier und Harald Helfrich in der Drehleier

von Gabriella Lorenz am 13.03.2011

Bally Prells „Isarmärchen“ bezaubert zwar musikalisch, aber der Text ist unsäglicher Heimatkitsch. Doch viele Münchner Volkssänger hatten und haben ein unsentimentales, oft ruppiges Verhältnis zu ihrer Stadt. Willy Astor besingt sie als „München, Du aufplatzte Weißwurscht“ - und genauso nennen die Kabarettistin Gabi Lodermeier und der Musiker Harald Helfrich ihren Couplet-Abend in der Drehleier.     » weiterlesen


Ein Multi-Tool für alle Fälle - Murat Topal in der Lach- & Schießgesellschaft

von Gabriella Lorenz am 13.03.2011

Schon als Polizist in Berlin-Kreuzberg war er immer gut für Spezialaufträge. Wenn's um Fremdsprachen oder Tanz ging, musste Murat Topal, gebürtiger Berliner Deutsch-Türke, ran. Das hat man davon, wenn man die McDonalds-Ansage in 14 Sprachen beherrscht sowie HipHop, Breakdance und Bauchtanz.     » weiterlesen


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