Der raue Rock'n'Roll aus dem Rottal: Ein schweißglänzender Nepo Fitz überzeugt mit „Nepo Fitz ist Nepo Fitz“
Über Nepo Fitz, den Sohn von Lisa Fitz und Ali Khan, wird gern gestritten: Ist er nun der Rohdiamant des Kabaretts, der das etwas in die Jahre gekommene Genre auf völlig neue Art mit der Comedy versöhnt, oder doch der nervige Zappelphilipp, der erst mal die Postpubertät überwinden müsste? Ein Auftritt in Ebersberg mit dem neuen Programm „Nepo Fitz ist Nepo Fitz“ gab darauf viele Antworten – und zwar positive! » weiterlesen
Bewährtes in neuem Glanz: José González in der Münchner Residenz
Ein eindrucksvolles Experiment beschert München einen famosen Abend: „The Göteborg String Theory“ begleitet José González. Nie versinkt seine ruhige Stimme zwischen den mehrstimmigen Melodien der 20 Mitmusiker. Im Gegenteil: Sie schwebt durch den Herkulessaal, über den Balkon hinaus und wird von Streicher- und Bläserklängen endgültig auf den Olymp für zeitgenössische Musik getragen. » weiterlesen
Schmetterlinge und ein exhibitionistischer Tschador
In der Ausstellung "he kills me, he kills me not" mit Werken der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar zeigt die Galerie Karin Sachs in München, wie eng Schönheit und Ausgewogenheit, Grauen, Gewalt und Folter beieiander liegen und wie der Tradition mit Ironie begegnet werden kann. » weiterlesen
Casino im Spiegel
Kleine Rebellion im Atomic Café – „Young Rebel Set“ kämpfen mit dem Tour-Alltag und scheitern an der Akustik
Der Bandname klingt nach Punk. Die Besetzung mit Mandoline und Mundharmonika verspricht Traditionelles: „Young Rebel Set“ sind eine hochgelobte Band aus Nordengland. Im Atomic Café aber versinken ihre eingängigen Songs im dröhnenden Einheitsbrei. » weiterlesen
Ein Aufruf zur Beratungsresistenz: „Überleben eines Handlungsreisenden“ im i-camp
Philipp Hauß und Bettina Kraus setzen sich mit „Überleben eines Handlungsreisenden“ zum Ziel, den Weg des Sohnes von Willy Loman, Hauptfigur in „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller nach dem Schlussvorhang weiter zu verfolgen. Die Geschichte beginnt nach dem Selbstmord des Vaters. Gegenstand auf der Bühne des i-camp ist die Erstellung eines Anforderungsprofils `Leben, Glück, Erfolg´ für den verlorenen Sohn, Stellvertreter einer Generation der Ich-Finder und Perfektionisten des Selbst. » weiterlesen
Genussvoll eingelullt: Zur Premiere von „I Capuleti e i Montecchi“ an der Staatsoper
So viel Zeit musste sein: Zu Beginn kam Staatsopernintendant Nikolaus Bachler auf die Bühne, weinte seinem Star, Vesselina Kasarova, der wegen einer Lungenentzündung nicht auftreten konnte, eine Träne nach und machte der Einspringerin Tara Erraught Mut. Immerhin stünde bei dieser Nationaltheater-Premiere eines der jüngsten Paare auf der Bühne, das je die tragische Geschichte von Romeo und Julia musikalisch nacherzählen durfte. » weiterlesen
Minimalismus, zwiespältig: Zur Premiere von Phil Glass' "Der Untergang des Haues Usher" am Gärtnerplatztheater
Ein prähistorisch anmutendes Gerippe inmitten eines angedeuteten Flussbetts – so stellen sich Regisseur Carlos Wagner und Bühnenbildner Rifail Ajdarpasic jenes von Edgar Allan Poe ausgedachte Szenario vor, in dem Roderick mit seiner Schwester Madeline inzestuös zusammenlebt und William, den Freund aus Kindertagen, verzweifelt um Hilfe bittet: „Komm jetzt, ich brauche dich“ – Rodericks Stimme aus dem Off ist so energisch wie die kurz danach einsetzende Motorik der Musik. » weiterlesen
"Das ist hier keine Vorlesung" - wie Claus Strunz bei Sat.1 die Zuschauer für Politik begeistern will
„Atom, Libyen - einmal Hü, einmal Hott: Macht Wählen noch Sinn?“ Über diese Frage stritten Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatts, bei der Premiere den neuen SAT.1-Polittalks „Eins gegen Eins“. Vor und nach der Diskussion ließ Moderator Claus Strunz das Studio-Publikum abstimmen. Ich glaube, dass daraus ein schöner Realitätstest für Argumente wird“, glaubt Strunz, hauptberuflich Chefredakteur des „Hamburger Abendblatts“. Nun ja, Erkenntnisgewinn der ersten Talk-Runde: Vor und nach dem Rededuell erkannten 80 Prozent den Sinn von Wahlen. » weiterlesen
Ein Schuss fürs Happy End
Eine seltene Haydn-Oper im Cuvilliés-Theater: „La fedeltá premiata“, uraufgeführt 1781, feiert in einer Produktion des Opernstudios vergnügliche Urständ. » weiterlesen
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