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Bewegende Stille

von Salvan Joachim am 19.04.2011

Überflieger oder überschätzt? Seit der Veröffentlichung seines selbstbetitelten Debütalbums im Februar ist James Blake das gefeierte Wunderkind. Hörer mit unterschiedlichsten musikalischen Vorlieben können sich auf ihn einigen, denn seine fragile Stimme, die simple Klavierbegleitung und die tiefenbetonten Dub-Step-Elemente faszinieren. Im Atomic Café bewies er sein Können auch live.     » weiterlesen


Angestrengtes Spuk-Geschwurbel: Uraufführung von "Alpsegen" in den Kammerspielen

von Gabriella Lorenz am 19.04.2011

Wahrlich kein Reigen seliger Geister: Auf Knien rutschen sie immer wieder als Bittprozession über die Bühne und purzeln kopfüber von der Rampe. Höchst unselig sind die Lebenden, Halb-Toten und mythischen Sagen-Gespenster, die Feridun Zaimoglu und Günter Senkel im Auftrag der Kammerspiele zum „Alpsegen“ vom Land in die Stadt München beschworen haben. Was es dort will und soll, weiß das Autoren-Duo ebenso wenig wie der Uraufführungs-Regisseur Sebastian Nübling. Er inszenierte einen miefig-religiösen Spuk, der nur nach bayerisch-folkloristischer Geisterbahn aussieht.     » weiterlesen


Langatmig? Lustvoll! Laut? Zaghaft! - Das Kammerorchester im Prinzregententheater

von Volker Boser am 19.04.2011

Mittlerweile scheint es zum guten Ton zu gehören, dass in Konzerten - auf welche Weise auch immer - an die Tragödie in Japan erinnert werden muss. Dirigent Alexander Liebreich wählte im Prinzregententheater als Trauermusik Avo Pärts „For Lennart in memoriam“, eine reichlich langatmige Streicher-Elegie (2006), der auch die geballte Intensität des Münchener Kammerorchesters nicht auf die Sprünge half.     » weiterlesen


Aufbegehren im "Fatherland"

von Michael Weiser am 18.04.2011

Vater und Tochter, eingesperrt in einen Kellerraum und ihre geheimnisvolle Beziehung: Caroline Steinbeis gastiert bei „Radikal Jung“ mit Tom Holloways „Fatherland“ und erklärt, dass die Engländer ihre Überväter nicht morden.     » weiterlesen


Wenn dem Pferd der Nacht der Morgentau aus dem Maul tropft

von Achim Manthey am 18.04.2011

Die dänisch-deutsche Künstlergruppe Riimfaxe zeigt in der Whitebox in München aktuelle Arbeiten ganz unterschiedlicher Art.     » weiterlesen


Ein paar Wolken über dem Olymp: Die Geigerin Julia Fischer im Herkulessaal

von Volker Boser am 18.04.2011

Längst hat sie den Olymp erklommen: mit 28 zählt die Münchnerin zu den besten Geigerinnen der Welt. Umso erstaunlicher war es, dass im Herkulessaal wieder viele Plätze unbesetzt blieben. Offensichtlich haben Konzertabende mit Violine und Klavier nach wie vor keine Konjunktur, obwohl gerade für diese Kombination herrlichste Musik geschrieben wurde.     » weiterlesen


Es ist Zeit, zu verurteilen - Vatermord im Volkstheater

von Jan Stöpel am 17.04.2011

Auf einem Trip in die deutsche Befindlichkeit: Mit seiner Inszenierung von „Vatermord“ nach dem Stück von Arnolt Bronnen sprengt Robert Borgman ein Stück, das seinerseits den Rahmen sprengte. Eine verstörende, manchmal sperrige Collage, deren Teile der Zuschauer vielleicht noch Tage später in sich zusammenzufügen sucht. Nichts für Theaterflaneure, dieses Gastspiel des Centraltheaters Leipzig beim Festival „Radikal jung“.     » weiterlesen


Nackert im Wohnklo

von Achim Manthey am 17.04.2011

Die Micheko Galerie in München zeigt in der Ausstellung "Home from Home" 17 Bilder der Fotografin Satomi Shirai.     » weiterlesen


Melancholische Männer, ganz roh: Die Münchner Band The Tibby Vaughan debütiert mit Trash-Pop und Sixties-Klängen

von Michael Grill am 16.04.2011

Dieses Debüt-Album lässt einen erstmal stutzen: Warum klingt diese Musik zunächst, als wäre sie mehr als 40 Jahre alt? Haben diese Leute direkt in der Garage aufgenommen? Um dann mit Post-Punk-Nummern zu demonstrieren, dass sie von der Musikgeschichte doch mehr kennen als nur Sixties-Psychedelia? Die Münchner Gruppe The Tibby Vaughan verwundert und polarisiert.     » weiterlesen


Ein großer Abend: Ovationen für BR-Symphoniker und Mariss Jansons mit "Eugen Onegin"

von Volker Boser am 16.04.2011

Wohl auch deshalb, weil er 1996 während Puccinis „La Bohème“ einen Herzinfarkt erlitt, ist der Chef des BR-Symphonieorchesters am Opernpult nur selten zu erleben. Ein herber Verlust, wie die konzertante Aufführung von Tschaikowskys „ Eugen Onegin“ im Herkulessaal zeigte. Denn ähnlich leidenschaftlich, ohne dass die melancholische Atmosphäre dabei zu kurz gekommen wäre, hat man dieses Werk selten gehört.     » weiterlesen


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