Archiv

Daniel Libeskind im Jüdischen Museum München: "It's Mission! It's Vision!"

von Michael Grill am 06.05.2011

Neue Synagogen-Euphorie bei der Liberalen Jüdischen Gemeinde. Für die Finanzierung des Projekts einer neuen Synagoge liegen „erste große Zusagen“ vor. Die Stadt aber hält sich bedeckt. Es war eher eine Gute-Laune-Show als eine Präsentation von Architekturplänen: Die Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom hat Daniel Libeskind an ihrer Seite, einen der globalen Superstars unter den Baumeistern, und nutzt nun dessen Charme-Offensive für das „historische Projekt“ einer zweiten großen Synagoge für München. Das Beth-Shalom-Gotteshaus soll     » weiterlesen


Surreales Schweben mit "Santa Sangre oder Das Schwert des Damokles" in der Schauburg

von Gabriella Lorenz am 06.05.2011

Der Elefant ist tot. Man singt ihm ein Abschiedslied und stellt eine kleine Gips-Figur von ihm auf. Aber wie soll's ohne diese Attraktion weitergehen mit dem Wanderzirkus? Der Direktor schleudert verweifelt seine Messer auf rote Herzen, die Hochseil-Diva zickt, nur der Zauberer sorgt mit dem Besen und unerschütterlicher Gelassenheit für Ordnung. Auf dem schmalen Grat zwischen Lächeln fürs Publikum und Zoff hinter den Kulissen balanciert     » weiterlesen


Nachtrag zur Ballettfestwoche: Klamauk mit Zeigefinger bei "Babel (Worte)" von Sidi Larbi Cherkaoui

von Volker Boser am 05.05.2011

Gut gemeint, virtuos präsentiert - und mindestens eine halbe Stunde zu lang: Seit einem Jahr tingelt der marokkanisch-flämische Choreograph Sidi Larbi Cherkaoui mit seiner aktuellen Produktion „Babel (Worte)“ durch Europa – Grund genug für Ivan Liska, die Compagnie zur Ballettfestwoche ins Nationaltheater einzuladen. Es wird viel geplappert, tüchtig gerannt und gelegentlich auch eindringlich getanzt. Dazu erklingen, von fünf Musikern wohl authentisch vorgetragen, orientalische Melodien und Gesänge.     » weiterlesen


Männer sitzen im Nirgendwo

von Achim Manthey am 05.05.2011

In der Ausstellung "Panta Rhei - gemalte Fotografie" zeigt die Galerie Eva Tömmel in München Arbeiten von Margret Paal. Zwei alte Männer im Dialog. Freunde, Vertraute, wie es scheint. Worauf immer sie sitzen, ist nicht zu erkennen auf dem Bild. Alles, was überflüssig scheint, ist elimeniert. Sitzmöbel, Umwelt würden nur ablenken von der Konversation der Greise. Das 2009 entstandene Bild "GlaubeKunstSelbstherrlichkeit" zeigt drei Männer, wohl in einer Hotellobby, Geschäftsreisende, sprachlos, wortlos, die Gesichter nicht erkennbar, anonymisiert. Auch sie sitzen bindungslos in der Leere, hängen ebenso in der Luft wie Glas und Aschenbecher. Nichts lenkt ab von der Trostlosigkeit der Szene.     » weiterlesen


Shoppingwahn, Schnäppchenjagd und der Rausch vom Duft gespitzter Bleistifte

von kulturvollzug am 05.05.2011

In den vergangenen Wochen war Ranga Yogeshwar vor allem als Atomexperte für die ARD im Einsatz. Am Donnerstagabend aber beschäftigt er sich mit einem ganz anderen Thema. In seiner Wissensshow "Shoppingwahn und Schäppchenjagd: Wie kauft Deutschland ein?" geht er mit fünf Prominenten, darunter Natalia Wörner und Jimi Blue Ochsenknecht, der Verführbarkeit der Konsumenten auf den Grund.     » weiterlesen


Von der Liebe im Alter über Atomkraft bis zur Molekularküche - Das 26. DOK.fest präsentiert vom 4.-11. Mai rund 90 Dokumentarfilme aus aller Welt

von kulturvollzug am 04.05.2011

Ist Liebe im Alter erwünscht? Oder geht sie doch eher durch den Magen
 angesichts der Köstlichkeiten, die das Buffet „Magnifique“ aus ganzen
 Fischen, halben Hummern, Süßspeisen, Tortenbergen, Eisskulpturen und 
aus Früchten geschnitzten Figuren zu bieten hat?     » weiterlesen


Guter Zweck heiligt den Lärm: Benefiz der drei Münchner Orchester unter Zubin Mehta für Japan

von Volker Boser am 04.05.2011

Wenn die Chöre des Bayerischen Rundfunks, der Philharmoniker und der Staatsoper Schillers „Ode an die Freude“ gemeinsam in den Saal donnern, dann macht das nicht nur mächtigen Eindruck, sondern auch ganz schön Lärm. Aber ein guter Zweck heiligt die Mittel. Der Auftritt der drei Münchner Orchester samt Sängerschar, ein Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in Japan, lockte die Zuhörer     » weiterlesen


Die wunderbare Fantasiewelt der Bele Bachem

von Achim Manthey am 03.05.2011

In einer Retrospektive zeigt die Ismaninger Galerie im Schlosspavillon Arbeiten vor allem aus dem Spätwerk der großen Künstlerin. Die Clowns lachen nicht. Sie streiten, schreien sich an, ringen, schlagen. "Streit der Clowne", 1994 entstanden, verkehrt die Erwartung des Betrachters ins Gegenteil. Mit feinem Strich zeichnet die Künstlerin die Lebenswirklichkeit hinter der Maske auf. Auch der streng trainierende Clown ist nicht heiter, muss er doch einen gewichtigen Manegenpartner schultern. Oder trägt der ihn? So genau lässt sich das bei Bele Bachem nicht sagen. Sie liebt die Überraschung, das Unerwartete. Der Betrachter muss sich sein Bild machen vom Bild.     » weiterlesen


„Under Milk Wood“: Spiel für Stimmen

von Michael Wüst am 02.05.2011

Am 9. November 1953 starb Dylan Thomas. Etwas mehr als zwei Monate nach dem Tod des Dichters, am 25. Januar 1954, sendete Radio BBC „Under Milk Wood“, ein Spiel für Stimmen. „Unter dem Milchwald“, in der kongenialen Übersetzung von Erich Fried, wurde jetzt von Schauspieler und Sprecher Jo Vossenkuhl sowie 13 Kollegen im „Schwere Reiter“ wunderbar zum Klingen gebracht.     » weiterlesen


Materialschlacht um den Nazi-Opa: Raphael Dwingers "Nestbeschmutzung"

von kulturvollzug am 01.05.2011

Opa war ein Nazi. Es gibt heute kaum jemanden in Deutschland, der das nicht über seine Vorfahren sagen müsste. Der 24-jährige Münchner Schauspieler Raphael Dwinger hat den toten Großvater, den er nie persönlich traf, in den Bücherregalen des Elternhauses sogar jederzeit präsent: Edwin Erich Dwinger (1898 - 1981) war einer der erfolgreichsten Schriftsteller in Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Heute wird der kurz nach dem Krieg als „Barde der Baltikum-Kämpfe und der sibirischen Kriegsgefangenschaft“ gehandelte Autor nur noch auf dunkelbraunen Internetseiten lobend erwähnt. Der Enkel ging zusammen mit dem Regisseur Tobias Ginsburg Fragen nach wie     » weiterlesen


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