Reihenkultur
Zur CD "At The Middle" mit Geoff Goodman und Fjoralba TurkuDunkel leuchtende Enklave in einem Nowhere-Palazzo von John Cage
Zur Veröffentlichung ihres Erstlings “Joshua” ist die in Albanien geborene und München lebende Sängerin und Schauspielerin Fjoralba Turku bereits ausgiebig mit Lorbeeren bedacht worden. Dass der Vorschuss keinesfalls verbraucht war, sondern sehr gewinnbringend angelegt wurde, zeigt nun die neueste CD „At The Middle“, die heuer im Sommer bei Tutu Records herauskam. Die beiden spielten erst vor kurzem ein bejubeltes Konzert beim Jazzfest München. » weiterlesen
"Geschichten aus dem Wienerwald" in den KammerspielenTanz den Horvath!
Ein Horvath-Klassiker, der wie ein neues Stück wirkt: In seiner Inszenierung von Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" bittet Stephan Kimmig seine Akteure zum Tanz. Walzer ist da längst nicht alles... » weiterlesen
Pflegt die Pressefreiheit!
The Asteroids Galaxy Tour im Atomic CafeSternenstaub aus den 60ern live im Wohnzimmer
Die dänische Band The Asteroids Galaxy Tour steht seit 2007 für 60er-Jahre Retropop. Ihre Gitarrenriffs verankern sich direkt im Stammhirn, die Basslines knipsen das Licht im Unterbauch an, die Bläsersequenzen beamen Flash Gordon und Barbarella vors geistige Auge. Kein Kunststück, Sängerin Mette Lindberg und Produzent Lars Iversen experimentieren zuhause in Kopenhagen mit allen möglichen Synthesizern. Dass das Ganze auf der Livebühne fast noch besser wirkt als vom Tonträger, ist bemerkenswert. » weiterlesen
Vor 60 Jahren startete der moderne BahntourismusHotel und Tanz auf Schienen - die Mutationen eines Transportmittels
Zuerst sattelten die deutschen Urlauber – dank Wirtschaftswunder - aufs eigene Automobil um und fühlten sich richtig frei. Dann waren es die zunächst noch mit Propellern motorisierten, doch schon bald düsengetriebenen Charterflugzeuge, die ein messbares Quantum von Ferienreisenden der Deutschen Bundesbahn entzogen. Ungefähr zeitgleich wurde sie von immer dicker werdenden Kreuzfahrtschiffen nicht gerade gerammt, aber doch bedrängt. Und schließlich, seit jüngster Zeit, schnappen sich rasch vermehrende Fernbusse einen immer größeren Anteil von Reisenden. » weiterlesen
Dem Bösen so nah
"Lob der Realität" von PeterLichtDer Suchende wird sichtbar
PeterLicht gelang 2001 mit dem Underground-Song „Sonnendeck“ ein unerwarteter Charterfolg. Seitdem arbeitete das einstmalige Phantom der deutschen Literaturszene fleißig an deutschen Theaterhäusern wie den Münchner Kammerspielen, dem Berliner Maxim Gorki Theater oder dem Schauspielhaus Köln – und macht weiter deutsche Popmusik. Seine aktuelle Live-Doppel-CD „Lob der Realität“ (Staatsakt/Rough Trade) hat er per Crowdfunding gleich von Fans mitproduzieren lassen, weil ihm sein Hauslabel zuvor den Plattenvertrag gekündigt hatte. Vor wenigen Tagen ist das neue gleichnamige Buch des 3sat- und Ingeborg-Bachmann-Preisträgers (2007) erschienen. Parallel tourt er gerade durch die Republik und macht am 12. Dezember Halt in München („Schwere Reiter“). Höchste Zeit für einen Realitätscheck. » weiterlesen
Ganz schön abgerissen
Randy Hansen mit Hendrix' Woodstock-Show im Backstage-ClubDas sollte man tatsächlich irgendwann mal gesehen haben
Wer so spielen kann auf der Gitarre wie Randy Hansen, ist ein Künstler. Ist es aber Kunst, wenn ein Künstler seine Fähigkeiten fast ausschließlich dazu verwendet, das Werk eines anderen zu imitieren? Was in der Klassik mit ihrem festen Werkbegriff keine so großen Fragen aufwerfen würde, ist in der Rockmusik anders: Bataillone von AC/DC-, Queen-, Pink-Floyd-Tributebands leben gut vom musikalischen Reenactment als Geschäftsmodell - gelten aber bestenfalls als Unterhaltung. Nun kommt Randy Hansen, der seit mehr als 30 Jahren der beeindruckendste Wiedergänger des 1970 gestorbenen Jimi Hendrix ist, auf die Idee, zum, nunja, "45. Jubiläum" des berühmten Hippie-Festivals in Woodstock, den noch berühmteren Auftritt des Gitarrengotts dort "originalgetreu aufleben zu lassen". Im Backstage-Club gab es dafür mächtig Beifall. » weiterlesen





