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Bühnen

Choreograf Russell Maliphant über seine Pläne für die Ballettfestwoche"In München hatten wir mehr Freiheit"

von Isabel Winklbauer am 19.02.2014

  Russell Maliphant (52) ist einer der gefragtesten Choreografen unserer Zeit. Der freischaffende Brite residiert am Londoner Saddler’s Wells Theater und arbeitet regelmäßig für große Kompanien und mit Stars wie Sylvie Guillem. Derzeit kreiert er mit dem Bayerischen Staatsballett ein neues Stück, das am 4. April 2014 die Ballettfestwoche eröffnet. Der Kulturvollzug traf den Laptop-Junkie nach der Probe im Starbucks am Münchner Platzl – seinem liebsten Aufenthaltsort, „wegen dem W-Lan“.     » weiterlesen


"Die Wahrheit" mit Michael von Au in der Komödie im Bayerischen HofLieber beim Tennis gewinnen als mit der Frau des Freundes schlafen?

von Gabriella Lorenz am 17.02.2014

Eigentlich erstaunlich, dass sich Michael von Au und das Boulevardtheater nicht schon früher gefunden haben. Schließlich brillierte der Schauspieler, der 23 Jahre in Dieter Dorns Ensemble zu den Publikumslieblingen zählte, bereits am Residenztheater in Yasmina Rezas Stücken „Drei Mal Leben“ und „Der Gott des Gemetzels“. Da hatten die Aufführungen das Staatstheater-Prädikat. Jetzt adelt von Au - erstmals in der Komödie im Bayerischen Hof - das intelligente Lustspiel „Die Wahrheit“ von Florian Zeller als Hauptdarsteller. Das gibt's selten: Applaus für jede Szene der spritzigen Inszenierung von Frank-Lorenz Engel.     » weiterlesen


"La clemenza di Tito" an der Staatsoper mit dem GeneralmusikdirektorPetrenko kann auch Mozart, der Sesto ist ein Herzerl

von Volker Boser am 13.02.2014

Dass er die Klangabenteuer der Spätromantik wie kaum ein anderer beherrscht, ob sie nun von Wagner, Strauss oder Mahler sind, hat Münchens neuer Generalmusikdirektor zu Genüge unter Beweis gestellt. Bei Mozart aber kommt es nicht auf Effekte an, bei ihm ist, wie Hildesheimer es einst formulierte, „alles fremd, alles unheimlich - und vor allem wesentlich.“     » weiterlesen


Peter Eötvös bei "musica viva" im Herkulessaal der ResidenzAls sei im Februar der Frühling ausgebrochen

von Alexander Strauch am 11.02.2014

Ein Wochenende mit großen Werken und großen Namen bei "musica viva" im Herkulessaal der Residenz. Der ungarische Komponist Péter Eötvös, dessen komisch-utopische Oper, „Die Tragödie des Teufels“  2010 an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wurde, dirigierte zwei eigene Violinkonzerte, „Seven“ und „DoReMi“, Helmut Lachenmanns „Zwei Gefühle“ und Wolfgang Rihms „In-Schrift 2“     » weiterlesen


Stromae in der MuffathalleDer neue Jacques Brel weiß, was er im Leben will

von Isabel Winklbauer am 10.02.2014

Die Belgier feiern den Ausnahmemusiker Stromae bereits als neuen Jacques Brel. Zu recht! Der Mann hat Themen, Texte und eine gewaltige Stimme. Beim Konzert in der Muffathalle zeigt er, dass er auch alleine fasziniert.     » weiterlesen


„Die Entführung aus dem Serail“ im Cuvilliés-TheaterDas musikalische Liebesbekenntnis trotzt der Regie

von Volker Boser am 03.02.2014

Schon zu den Klängen der Ouvertüre öffnet sich der Vorhang und zeigt eine bunte, schwülstig überladene Rokokowelt. Als wolle die Regie den Prunk des Cuvilliéstheaters auf der Bühne fortsetzen. Doch die rot schimmernden Lampions und üppigen Reifröcke sind nur Fassade. Dahinter residiert, im modernen Yuppi-Look, ein ziemlich depressiver Bassa Selim und rezitiert Gedichte über die Unmöglichkeit der Liebe. Sie sind von Michel Houellebecq.     » weiterlesen


Begegnung mit Amélie Niermeyer/Juliane Köhler zu "Was ihr wollt" im ResiLesbisch? Midlife-Crisis? Nein, es geht einfach um einen Neuanfang

von Gabriella Lorenz am 27.01.2014

Ihre erste gemeinsame Arbeit wissen sie auf Anhieb: Die Marivaux-Komödie „Der Streit“ im Cuvilliéstheater 1993. Seitdem sind sie ein erprobtes Team: In mehr als zehn Inszenierungen von Amélie Niermeyer spielte Juliane Köhler die Hauptrollen – in München, Freiburg, Frankfurt und Düsseldorf, den Stationen von Niermeyers Regie- und Intendantenlaufbahn. 1997 feuerte der damalige Resi-Chef Witt die Schauspielerin, weil ihre Drehtermine mit Theaterproben kollidierten. Doch mit dem Film „Aimée und Jaguar“ begann 1998 ihre steile Kino-Karriere. Köhlers jüngster Film „Zwei Leben“ kam in die Endauswahl der neun besten ausländischen Produktionen für die Oscar-Nominierung. Ans Residenztheater ist Juliane Köhler schon vor Jahren zurückgekehrt. Nun spielt sie hier in der Inszenierung von Amélie Niermeyer in Shakespeares „Was ihr wollt“ die schiffbrüchige Viola, die als Mann verkleidet im fremden Illyrien Diener des Herzogs Orsino wird.     » weiterlesen


Zum Tod von Al PorcinoMinor Swing für eine Legende

von Clara Fiedler am 25.01.2014

„Er war ein Bindeglied zu einer Epoche, zu einer Zeit, aus der die Meisten schon gestorben sind, also der Swing-Ära. Dafür war er repräsentativ, weil er mit all denen gespielt hat. All denen, die Rang und Namen hatten.“ Es sind Namen wie Frank Sinatra, Count Basie und später Charlie Parker, Woody Herman und Dizzy Gillespie, auf die ein Münchner Saxophonist in diesen Sätzen anspielt. Wie so viele Spitzenmusiker der hiesigen Jazzszene war er jahrzehntelang Mitglied in der Bigband des New Yorker Trompeters Al Porcino. Porcino, der seit 1977 in München lebte, verstarb in der Nacht des 31. Dezembers 2013. Ein Nachruf.     » weiterlesen


Sebastian Kreyer malträtiert Schillers Räuber am VolkstheaterJahrmarkt der Albernheiten

von Gabriella Lorenz am 22.01.2014

Der Regisseur hat eindeutig ein Faible für lange Männerunterhosen. Schon in seiner letzten Volkstheater-Inszenierung „Gespenster“ tobte sich der Protagonist in solchen aus. Nun hat Sebastian Kreyer im Volkstheater „Die Räuber“ bis auf Hemd und Hose ausgezogen, dafür schillert die einzige Frau bei jedem Auftritt glamourös in neuen Kostümen. Kreyer hat Schillers  Jugenddrama auf fünf Personen reduziert. Zunächst überzeugt die straffe Fassung, einige blöde Gags verzeiht man. Aber die meist albernen Regie-Einfälle nehmen überhand, im zweiten Teil ist die Luft raus und die Spannung weg.     » weiterlesen


"Unter dem Milchwald" von Dylan Thomas am MetropoltheaterLauter Nichtsnutze leuchten in Freimann

von Gabriella Lorenz am 22.01.2014

  Ein enger Guckkasten, ein Zimmer, zwei Sessel, eine Stehlampe: Darin posieren fünf Menschen fürs Gruppenfoto. Sie verkörpern alle Bewohner eines Fischer-Kaffs. Einen ihrer Alltage vom morgens bis nachts verdichtete der walisische Lyriker Dylan Thomas in seinem Hörspiel „Unter dem Milchwald“ 1953 zu einer grandiosen vielstimmigen Poesie mit großen epischen und dramatischen Qualitäten, die schnell vom Theater entdeckt wurden. Im Freimanner Metropoltheater erweckt Ulrike Arnold diesen Kleinstadttag mit fünf exzellenten Schauspielern rund um das Häuschen zu zauberhaft komischen Leben.     » weiterlesen


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