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Bühnen

Artistengruppe "Québec 2nd Avenue" im GOP-Varieté-TheaterVolltreffer!

von Gabriella Lorenz am 09.03.2014

Eine aufgelassene Kirche als Artistenschule? Das gibt es: In „Québec 2nd Avenue“. Dort haben Künstler vor Jahren eine vom Abriss bedrohte Kirche renoviert und darin die „École de Cirque de Québec“ eingerichtet. Sowas schweißt zusammen: Die hier ausgebildeten Zirkusartisten sind eine Künstlerfamilie. GOP-Chef Werner Buss hat sie entdeckt und beauftragt, für seine deutschen Varieté-Theater eine Show zu entwickeln. Die hatte in München Premiere und bringt einen kanadischen Wind ins Genre, der alles Glamour-Getue herzerfrischend witzig wegpustet. Unterhaltung vom Feinsten – mit tollen Virtuosen.     » weiterlesen


Steven Scharf im Interview zu "Liliom" in den Kammerspielen"Da leuchtet was auf, was uns allen begegnen kann"

von Gabriella Lorenz am 09.03.2014

Hutschenschleuderer sind in Wien die Animateure in den Fahrgeschäften des Praters. Weil das Wort gar so schön ist, blieb es als Berufsetikett an Molnárs traurigem Helden Liliom haften. Im Deutschen wird das immer als Schiffschaukelschleuderer erklärt - sogar im Pressetext der Kammerspiele. Was in Bezug aufs Stück falsch ist. Eine Hutschen ist zwar laut Duden eine Schaukel, aber Liliom lockt im Ringelspiel, dem Karussell, die Leute an. Alfred Polgar hat vor über 100 Jahren „Liliom“ aus Budapest ins Wienerische Ambiente übersetzt, seitdem gilt es als austriakisches Volksstück. Und die gemeinsame Sprache, die Österreich und Deutschland trennt, zementierte wohl das Missverständnis.     » weiterlesen


Astrid Lindgrens "Unterwegs in Smaland" in der SchauburgWas für ein hübscher Ausflug

von Gabriella Lorenz am 06.03.2014

Nein, Pippi Langstrumpf tritt nicht auf. Das erwarten die jungen Zuschauer sofort beim Namen Astrid Lindgren. Doch in der Schauburg lernen sie drei andere Kids kennen, denen die schwedische Autorin „Unterwegs in Smaland“ begegnete. Marie Ruback macht daraus 50 Minuten charmantes Erzähl- und Objekttheater für  Kinder ab fünf Jahren.     » weiterlesen


"Die Jagd nach Liebe" nach dem Roman von Heinrich Mann im MarstallGrelle Verzehrung, grelle Verzerrung

von Gabriella Lorenz am 03.03.2014

Sich ganz auf eine einzige, unerwiderte Liebe fixieren? Wer das heute tut, endet leicht als Stalker. Der Millionenerbe Claude hat immerhin das Glück, dass seine Angebetete oft bei ihm als Jugendfreund Trost und Zuflucht sucht. Aber lieben will sie ihn nicht - eine Leidenschaft würde ihre Karriere als Schauspielerin stören. 1903 schrieb Heinrich Mann den wohl zu Recht vergessenen Roman „Die Jagd nach Liebe“, im Marstall inszenierte Barbara Weber ihre Adaption. Was sie daran interessierte, vermittelt die grotesk überdrehte Auführung nicht. Ein Abend mit einigen hübschen, gefälligen Bildern ohne Nachwirkungen.     » weiterlesen


Johan Simons inszeniert Kipphardts "März" in den KammerspielenBad in der Molke, bis an die Grenzen der Wahrnehmung

von Michael Weiser am 02.03.2014

Nicht gerade leichte Kost: In einer klinisch weißen Arena lässt Johan Simons den "März" von Heinar Kipphardt ins Wasser gehen. Ein etwas sperriger Abend in der Spielhalle der Kammerspiele mit drei herausragenden Darstellern.     » weiterlesen


Interview mit Peter Ruzicka, Intendant der Münchener Biennale"Die letzte Frage lautet immer: Warum komponieren Sie eigentlich?"

von kulturvollzug am 25.02.2014

Seit 1996 moderiert Peter Ruzicka, Komponist und Künstlerischer Leiter der Münchener Biennale, die Klangspuren-Konzerte. Ruzicka hat neben der Ausbildung am Hamburger Konservatorium und Kompositionsstudien bei Hans Werner Henze und Hans Otte Rechtswissenschaften studiert und wurde mit einer Arbeit zum Urheberrecht promoviert. Seine eigenen Werke, darunter viele Solo- und Kammermusiken und Orchesterwerke sowie zwei Musiktheaterstücke, Celan (Uraufführung 2001) und "Hölderlin. Eine Expedition" (2008), wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Anne Mazuga vom Kulturvollzug sprach mit Peter Ruzicka, der heuer nach der 14. Münchener Biennale für Musiktheater die Intendanz abgibt. Das Festival vom 7.-23. Mai 2014 trägt das Motto "Außer Kontrolle".      » weiterlesen


Peter Brötzmann und ICI Ensemble im AmpereEine Stahlsuppe, in der man hätte sterben mögen

von Michael Wüst am 22.02.2014

Abseits seiner gewohnten Wege auf der Stahlstraße seines "Industrial" Free Jazz hat Peter Brötzmann in München, im Ampere haltgemacht. Wie immer hatte er schreiende Hochöfen, knirschende Kräne, rotflüssige Cluster und den Geruch von Kohlenstoff dabei. Mit ihm auf der Bühne war das Beste an Erzen, die das schöne Voralpenland zu bieten hat, um selbst die abartigsten Klang-Legierungen herzustellen: das ICI Ensemble.     » weiterlesen


Theater Pfütze zeigt "Das Kind der Seehundfrau" in der SchauburgVerzauberte Mama nimmt uns die Angst vor der Einsamkeit

von Gabriella Lorenz am 20.02.2014

Ein dröhnender Gong und eine anschwellende Brandungswelle ziehen das Publikum mitten hinein in die Arktis. Auf der Bühne steht lediglich ein großer Kubus aus Stahlgestänge, bestückt mit Vibrafon, Xylofon und Trommeln. Die fünf Schauspieler, die auch Musiker sind, tragen Alltagskleidung. Und doch fühlt man sich nach wenigen Sätzen in einer anderen Welt, der eines einsamen Inuit-Fischers. In der Schauburg gastiert das Nürnberger Theater Pfütze mit seinem Stück „Das Kind der Seehundfrau“, das Sophie Kassies nach einem alten Inuit-Märchen schrieb.     » weiterlesen


Singer-Songwriter Kae Sun vor seinem Münchner KonzertZurückhaltend und mächtig präsent

von Jan Stöpel am 19.02.2014

Es ist sein erstes Mal in Deutschland, aber es ist nicht so, dass er keine Vorstellung von Deutschland hätte. "Meine Eltern haben sich in Deutschland kennengelernt", sagt Kae Sun (30), in Kanada aufgewachsener Sohn ghanaischer Eltern. "Sie haben dort gemeinsam gelebt, und meine älteren Geschwister sind dort geboren." In Dortmund lebte die Familie. Mit der Kultur sei er daher ein bisschen vertraut, sagt er, er habe schon viel von Deutschland gehört.     » weiterlesen


Choreograf Russell Maliphant über seine Pläne für die Ballettfestwoche"In München hatten wir mehr Freiheit"

von Isabel Winklbauer am 19.02.2014

  Russell Maliphant (52) ist einer der gefragtesten Choreografen unserer Zeit. Der freischaffende Brite residiert am Londoner Saddler’s Wells Theater und arbeitet regelmäßig für große Kompanien und mit Stars wie Sylvie Guillem. Derzeit kreiert er mit dem Bayerischen Staatsballett ein neues Stück, das am 4. April 2014 die Ballettfestwoche eröffnet. Der Kulturvollzug traf den Laptop-Junkie nach der Probe im Starbucks am Münchner Platzl – seinem liebsten Aufenthaltsort, „wegen dem W-Lan“.     » weiterlesen


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