Bühnen
"Stern über Biburg", die neue CD der Unterbiberger HofmusikSchlicht schön und schlicht ergreifend
Die Unterbiberger Hofmusik besteht im Kern aus dem Quartett, das die Familie Himpsl selbst bildet. Mutter Irene (Akkordeon), Vater Franz (Trompete) und die beiden Söhne Ludwig (Waldhorn) und Xaver (Trompete). Hinzu kommt seit kurzem noch der kleine Franz Josef Ferdinand, der auch schon Trompete spielt und auf der neuesten Produktion singt. „Stern über Biburg“, so lautet der anmutige Titel der neuen CD. » weiterlesen
"musica viva" mit Werken von John Zorn, Philipp Manoury und Jorge E. LopezWär' er doch herausgetreten - Kubaner im Kärnter Komponierhäusel
Zwischenbilanz bei "musica viva": Vergangenen Freitag (13.12.13) fand das dritte Konzert der Reihe des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal der Münchener Residenz statt. Das Sinfonieorchester des Senders unter Brad Lubman führte Werke von John Zorn, Philipp Manoury und Jorge E. Lopez auf. Das Konzert zeigte das Spannendste gleich zu Beginn mit der deutschen Erstaufführung von John Zorns „Orchestra Variations“. Dieses kürzeste Werk des Konzerts ist dem Andenken Leonard Bernsteins gewidmet.
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"Vom Zauber der Nachfrage" von Gesche Piening im i-campKunst im Kapital-Wahn mit erheblichem Umsatzeinbruch
Milch von glücklichen Kühen schmeckt uns. Jetzt kann man auch Kunst von glücklichen Künstlern genießen, sogar zertifiziert, verspricht die Firma Marktanteil. Die hat Gesche Piening gegründet und lädt unter dem verführerischen Titel „Vom Zauber der Nachfrage“ zur Firmenpräsentation im i-camp. Vermarktungsstrategien für Künstler - eine herrlich ironische Idee, leider auf der Bühne zu spröde verschenkt. » weiterlesen
Interview mit Marius von Mayenburg über Oscar Wildes "Bunbury oder...""Wir wollen das richtige Leben im falschen führen"
Es ist schon ein hanebüchener Schmarrn, aus dem Oscar Wilde 1895 seine Salonkomödie „Bunbury oder Von der Notwendigkeit, ernst zu sein“ gestrickt hat. Algernon hat sich den kranken Freund Bunbury erfunden, Jack den leichtlebigen Bruder Ernst. Beide dienen als Vorwand für Fluchten aus dem Alltag. Und die verrückte Volte zum Happy End nimmt das absurde Theater vorweg - kein Groschenroman würde sich soviel Kolportage trauen. Dem grandiosen Ironiker Oscar Wilde war der aberwitzige Plot nur hochelegantes Vehikel für satirische Kritik an der britischen High-Society. Marius von Mayenburg, Hausautor, Dramaturg und Regisseur an der Berliner Schaubühne, hat „Bunbury“ fürs Resi neu übersetzt und inszeniert. » weiterlesen
Titus Waldenfels und Michael Reiserer im "Nomiya"Ein Mambo ohne Namen in der Traumstadt ohne Herz
Titus Waldenfels und Ferdinand „Ferdl“ Schuster sind beide Münchner und kennen sich. Und zwar schon jahrelang. Möglicherweise sind solche Begegnungen vor Jahren leichter zustande gekommen. Der Erstgenannte war lange Zeit als One-Man-Bandleader seiner selbst unterwegs, während zweitgenannter Ferdl der Wirt des sogenannten bayerischen Japaners „Nomiya“ an der Wörthstraße 7 ist. Und das seit 17 Jahren. Mit Titus Waldenfels und Michael Reiserer erlebten wir mal wieder einen schönen Abend im „Nomiya“. » weiterlesen
"Der Vorname" von Delaporte/de la Patellière im ResidenztheaterDa hört der Spaß auf
Adolphe oder Adolf? Wo ist der Unterschied? Muss man Adolf zwangsläufig mit Hitler ergänzen? Oder denkt man an den Helden von Benjamin Constants 1816 erschienenem Roman „Adolphe“? „Der Vorname“, den Vincent für seinen ungeborenen Sohn verkündet, löst einen bösen Familienstreit aus. Das Salonstück des französischen Autorenduos Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière im Residenztheater eifert Yasmina Rezas „Gott des Gemetzels“ nach, erreicht aber nicht dessen Qualität. Auch wenn sich am Ende vieles als Bullshit entpuppt, ist es keine Komödie. Aber von Stephan Rottkamp mit fünf glänzenden Schauspielern boulevardesk komisch inszeniert. » weiterlesen
"Die Ehrlich Brothers" über ihren Auftritt im Circus KroneDem Copperfield keinen Trick verkaufen - das ist Zauberei
Können zwei Illusionskünstler schöner heißen als „Die Ehrlich Brothers“? Der Name passt so ironisch, dass man ihn fast für echt halten möchte. Ist er leider nicht. Brüder sind Andreas (35) und Chris (31) aber tatsächlich. Sie sind derzeit auf dem bestem Weg in die erste Liga der internationalen Zauberer. Denn - und das ist wahr - David Copperfield wollte ihnen bereits einen ihrer Tricks abkaufen. Sie behielten ihn lieber exklusiv für sich. Am Sonntag zeigen die Ehrlich Brothers im Circus Krone ihre spektakuläre Show „Magie - Träume erleben“. Da verbiegen sie Bahnschienen zu Herzen, entfesseln Schneestürme, verwandeln Geldscheine und lassen aus einem Samenkorn ein Bäumchen wachsen. » weiterlesen
Geschwister Pfister mit "Wie wär's, wie wär's" im VolkstheaterBaden in Nostalgie und böser Komik
„Vati, hol schon mal den Wagen“, sagt Mutti, und ab geht's im VW- Käfer ins Sehnsuchtsland der Deutschen. Mit ihrer neuen Schlagerrevue „Wie wär's, wie wär's?“ brechen die Geschwister Pfister in den 50er Jahren in die Toskana auf und landen nach einer Popmusik-Zeitreise Mitte der 70er in Roms heißester Disco. Wer damals jung war, kann sich nur entzückt kringeln über die Schmalz- und Schnulzen-Seligkeit, die Ursli und Toni Pfister, Fräulein Schneider und das Jo Roloff Trio beim Gastspiel im Volkstheater mit heiligem Ernst und unheiliger Ironie zelebrieren. » weiterlesen
Friedemann Weise gewinnt das ScharfrichterbeilPassauer Eklat in der Flut der Pointen
Im nächsten Jahr wird wieder alles anders, hofft Walter Landshuter. Er hat mit Edgar Liegl als Ur-Scharfrichter das Passauer Scharfrichterhaus sowie den Wettbewerb um die drei Beile gegründet, das Haus lange betrieben und das Programm gestaltet. Aber erstmals war in diesem Jahr alles anders. Bis zum Innenhof im ersten Stock wurde das historische Gebäude vom Hochwasser im Juni 2013 überflutet. Den Flügel, den man dort vorsichtshalber raufgehievt hatte, musste man nochmal umheben und aufbocken. Und weil das Erdgeschoss-Gewölbe immer noch trocknen muss, kann das Haus nach der Renovierung erst im Frühjahr der in Betrieb gehen. » weiterlesen
Das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo" auf TollwoodKapstadt tanzt den Salzburger Schmäh
Das Tollwood-Festival bietet neben allseits begrüßtem kulinarischem Idealismus auch alle halbe Jahre ein sehenswertes Kulturprogramm. Diesen Winter geben sich unter dem Motto "Klassik anders" Künstler die Ehre, die klassische Werke uminterpretieren. Darunter befindet sich auch das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo", einer südafrikanischen Adaption von Mozarts Singspiel "Die Zauberflöte". » weiterlesen

