Bühnen
Interview mit Pippo Pollina„Vor der Musik sind wir alle nackt“
Ein Gespräch mit dem sizilianischen Liedermacher Pippo Pollina über die Wirkung der Musik, eine gemeinsame kulturelle Sprache Europas und seine Anfänge als Straßenmusiker. » weiterlesen
Wiederaufnahme "La Bayadere" am StaatsballettYun Wangs Streben nach reiner Liebe
Die Ballerina Yun Wang aus Liaoning ist gefragt wie nie, seit sie den Internationalen Ballettwettbewerb in Helsinki gewonnen hat. Vielfach preisgekrönt, eroberte die Chinesin die Jury erneut mit schwerelosen Drehungen, verspieltem Charme und einer perfekten, klassischen Linie. Münchens Ballettdirektor Ivan Liska war dabei – und lud Yun Wang sofort als Gast-Nikiya an die Isar. Der Kulturvollzug traf sie zum Interview. » weiterlesen
Münchner Philharmoniker in LuzernWenn die Akustik den Klang schafft - Ein Vorbild für München
Zwei Tage nach dem offiziellen Antrittskonzert ihres neuen Chefdirigenten Lorin Maazel präsentierten sich die Münchner Philharmoniker überaus selbstbewusst beim Lucerne Festival, einem der renommiertesten Treffpunkte aller berühmten Symphonieorchester. Der Konzertsaal des Kultur- und Kongreßzentrums am Vierwaldstätter See zählt zu den Besten der Welt. Davon konnte sich beim Auftritt der Philharmoniker auch der bayerische Kunstminister Wolfgang Heubisch überzeugen. » weiterlesen
Jazzfestival Saalfelden feiert seine 33. AusgabeAlte Recken und junge Racker, Wilde und Wirtschaftsfaktor
Schon die Anreise lohnt sich: durchs schöne Bayern, am Chiemsee vorbei, über Traunstein, dann ins wilde Salzburger Land – bis die Augen nach gut zwei Stunden Fahrt endlich im „Steinernen Meer“ baden können – einem imposanten Gebirgszug. Am Fuße des Massivs liegt Saalfelden – eine Gemeinde, von der man denken sollte, dass sie nur Trachtler und Jodler willkommen heißt. Stattdessen aber ist sie seit den mittleren 70er Jahren Anzugspunkt für die wichtigsten Denker des Jazz und die Fans dieser Musik. Hier im Pinzgau ging jetzt das 33. Jazzfestival Saalfelden über diverse Bühnen. » weiterlesen
Die Band "Instrument" und ihr "Olympus Mons"Ein Post-Rock-Gebirge, höher als der Watzmann
Das Gute hält sich zäh: Die Musik der Münchner Band Instrument ist weder massentauglich noch zeitgemäß im Sinne der Club-Moden, auch wenn ihre nun fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Debüt veröffentlichte zweite CD "Olympus Mons" noch etwas aufgefeilter wirkt. Hier sind Freaks am Werk, die in jeder Sekunde, in jedem Takt nach Perfektion suchen, und die diesen Anspruch auch an ihre Hörer weitergeben. » weiterlesen
Neue CD von Irxn "Ewig uns"Oberbayerischer Charme, so kommerziell wie witzig und herzhaft
Die Bayern-Welle in der Rockmusik rollt und rollt: Die aus München und dem Umland stammende Band Irxn um den Sänger und Gitarristen Berni Maisberger veröffentlicht ihre dritte CD und perfektioniert dabei Sound und Konzept. » weiterlesen
Salzburger "La Bohème" mit Anna NetrebkoGanz große Mimi, ganz unsensibler Gatti
Zum ersten Mal „La Bohème“. Salzburg und Puccini: Das ist nun wirklich keine Love-Story. Gérard Mortier hielt es mit Benjamin Britten, der die Musik „billig und leer“ fand. Er zeigte dem Komponisten die rote Karte. Herbert von Karajan wollte 1989 seine Osterfestspiel-„Tosca“ in den Sommer hinüber retten, doch er starb und George Pretre musste einspringen. Eine von David Pountney 2002 inszenierte „Turandot“ erwies sich als Flop. Nun soll alles anders und besser werden. Der neue Festspielchef Alexander Pereira macht's möglich. Eine „Bohème“ der Superlative war das erklärte Ziel, natürlich mit Weltstars wie Anna Netrebko: Da konnte ja gar nichts schief gehen. » weiterlesen
Salzburger Festspiele mit Ur-AriadneDer Klamauk ist verlängert, doch es fehlt die Leichtigkeit
Normalerweise dauert die Oper „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss auch bei den Salzburger Festspielen nur so lange, dass man danach noch ohne Hektik dinieren kann. Doch diesmal wurde es knapp. Vor hundert Jahren hatte die Urfassung in Stuttgart Premiere. Sie fiel durch mit Pauken und Trompeten. Für Salzburgs Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf Anreiz genug, es erneut zu versuchen. » weiterlesen
Anja Harteros mit Traviata bei den FestspielenWenn das Theater zum echten Leben wird
Ein Raunen geht durch die ersten Reihen – „Da ist sie!“ – hört man eine aufgeregte Opernbesucherin wispern. Anja Harteros hat gerade die Bühne der Bayerischen Staatsoper betreten und wird gleich das Trinklied aus La Traviata anstimmen. Der Großteil des Publikums ist wohl tatsächlich wegen ihr gekommen, um die Chance zu nutzen – wer weiß, wie lange sie diese Rolle noch singt. » weiterlesen
Ibsens "Peer Gynt" in SalzburgEin Rockstar auf popbunter Weltreise-Revue
PG ist ein Rockstar. In hautengen Gold-Glitzer-Hosen röhrt er Songs von Iggy Pop, die dieser extra für ihn geschrieben hat. Er hampelt herum wie Mick Jagger, lässt sich in der Afterparty von Groupies betatschen und gibt in der Pressekonferenz das arrogante Weltruhm-Arschloch, das besoffen und bekifft jede Bodenhaftung verloren hat. » weiterlesen

