Bühnen
Eröffnungswochenende Dance 2012Steinalt und auf Krücken zum Schattenspiel
Ein Steckspiel aus Steinen, geisterhafte Leinwände, Krücken und Rollatoren: In den ersten vier Tagen des Dance-Festivals wurde nicht mit Schaueffekten gegeizt. Sidi Larbi Cherkaouis "Puzzle", in einem Steinbruch bei Avignon uraufgeführt, eröffnete das Festival mit fulminanten Corpsszenen. Es folgten Richard Siegals rätselhafte Uraufführung "Black Swan" und Marie Chouinards "Body Remix". » weiterlesen
Brigitte Fassbaender inszeniert "Don Pasquale"Dominierende Stimmen in szenischem Schnickschnack
Sollte sie noch einmal auf die Welt kommen, würde sie am liebsten Dirigent werden. Brigitte Fassbaender, Münchens gefeierter Octavian im "Rosenkavalier" von Richard Strauss, dreizehn Jahre lang erfolgreiche Intendantin in Innsbruck, als gefragte Regisseurin in ganz Europa unterwegs, bekommt glänzende Augen: "Das wäre ein toller Beruf." Jetzt hat sie für das Gärtnerplatztheater im Cuvilliéstheater Donizettis komische Oper "Don Pasquale" inszeniert. » weiterlesen
"Dance"-Festival im i-campTanz labiler Gleichgewichte
Tanz der Materie. Minimalismus, den Blick in die Tiefe öffnend. Nicole Beutler, die bildende Kunst, Tanz und Choreographie in München, Münster und Amsterdam studiert hat, zeigte im i-camp im Rahmen von Dance 2012 mit "2: Dialogue with Lucinda" ihre Bearbeitung zweier Stücke von Lucinda Childs: "Radial Courses" (1976) und "Internal Drama" (1977). » weiterlesen
Die Ärzte in AugsburgBeste Band der Welt findet schlechteste Halle
Kein halbes Jahr nach der großen Tour noch eine kleine Tour anhängen, das ganze als "Comeback" deklarieren - fertig ist ein besonders schönes Beispiel entweder für Spielfreude oder für Ticketkaufkraftabschöpfung. Die Ärzte kamen so jedenfalls mal nach Augsburg. Deutschlands berühmteste und lustigste Punkrocker hatten ihr Frühsommer-Programm sehr ordentlich umgearbeitet, neu sortiert und ein bisschen Richtung "große Hits" getrimmt. Der Ort der Aufführung, die sagenhaft hässliche Schwabenhalle, erwies sich leider auch funktional als Zumutung. » weiterlesen
Zum Auftakt des "Dance"-FestivalsMehr als alter Wein in neuen Schläuchen?
„Zeigen, was wichtig ist.“ Das Motto wirft die Frage auf: Wichtig für wen? Für die Kuratoren? Oder nach deren Meinung fürs Publikum? Was aufs selbe rauskommt. Über die Wichtigkeit beim 13. Münchner "Dance"-Festival entschied das Kuratoren-Duo Dieter Buroch und Nina Hümpel. Buroch leitete 25 Jahre das Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm, die Mittdreißigerin Hümpel gibt in München das Internet-Magazin tanznetz.de heraus. Vom Generationenmix erhoffte sich die Stadt ein neues Konzept für die Tanzbiennale. Aber die Auswahl wirkt älter als das, was vorher Cornelia Albrecht oder Festival-Gründerin Bettina Wagner-Bergelt nach München holten. » weiterlesen
Interview mit der neuen "Dance"-Chefin Nina Hümpel"Erst Opulenz für die Sinne, später dann das Risiko"
Sie hat mehr als genug zu tun in diesen Tagen. Als das Interview am späten Nachmittag beginnt, ist sie schon seit 14 Stunden auf den Beinen: Nina Hümpel, zum ersten Mal "Dance"-Chefin, tanzt gerade etwas sehr schnell durchs Leben: Doch der Starttermin für ihr Festival (am heutigen Donnerstag, 25.10.12) rückt immer näher. Das Schlimmste wäre, sich jetzt noch eine Erkältung einzufangen, meint sie. » weiterlesen
Zum Start des Dance-FestivalsWas ist Tanz, was ist es nicht?
Morgen eröffnet Dance 2012. Das Festival bietet seinen Besuchern dieses Jahr erstmals einen Experten-Service: Fünf Studentinnen der Theaterwissenschaften mit Schwerpunkt Tanz gehen auf Wunsch mit in die Vorstellung und erklären alles, was der Normalbürger nicht versteht. Kulturvollzug stellt einer der fünf Tanz-Weisen schon mal die wichtigsten Fragen. » weiterlesen
Schnitzlers "Anatol" in der Pasinger FabrikLiebesleid nach Wiener Art - melancholisch dunkel aber ohne Pep
Dass Mann und Frau nicht zusammenpassen, wusste schon Arthur Schnitzler vor über 100 Jahren. Was ihn nicht hinderte, privat immer wieder die Probe aufs Exempel zu machen. » weiterlesen
John Cale im FreiheizFönwarme Schönheit und weg mit der Vergangenheit - Er gewinnt das Münchner Publikum
Er ist der Mann, der meist alle Erwartungen enttäuscht, um dann das, was übrigbleibt besonders gut zu befriedigen. John Cale, der in den 60ern mit Velvet Underground (VU) den artifiziellen Krach in der Rockmusik erfand, später für den kleinen Popsong die Abgründigkeit neu definierte und seitdem immer nur noch unberechenbarer geworden ist, spielte im gut gefüllten Freiheiz. Danach wusste man, wie souverän eine Musik klingen kann, die nichts mehr glauben, provozieren oder beweisen muss. » weiterlesen
BR-Symphoniker im HerkulessaalVon der Vielfalt eines Konzertabends
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bot mit Werken von Schostakowitsch, Schtschedrin und Beethoven ein abwechslunsgreiches Programm mit erstaunlichen Erkenntnissen. Sie machen neugierig auf Kommendes. » weiterlesen

