Bühnen
Interview mit "Dispatch" aus Boston„Die größte Band, von der noch nie jemand etwas gehört hat“
Jahrelang verweigern sie sich allen Plattenlabeln und werden trotzdem, oder gerade deshalb zum Indie-Phänomen: Dispatch - das sind Chad Urmston, Brad Corrigan und Pete Francis aus Boston. Kennengelernt am College, machen die begnadeten Musiker eine einzigartige Mischung aus Rock, Funk, Folk und Reggae. An den etablierten Fernseh- und Radiosendern vorbei, wird Dispatch - auch dank der damals boomenden Filesharing-Plattform Napster - zum Geheimtipp und kann so in den ersten Jahren eine gewaltige Fangemeinde entwickeln. Noch heute sprechen sie von sich als „Die größte Band, von der noch nie jemand etwas gehört hat“: Zu ihrem (vorläufigen) Abschiedskonzert 2004 kommen mehr als 110.000 Fans und legen die Bostoner Infrastruktur lahm. Ihr Benefiz-Konzert für Zimbabwe 2007 im Madison Square Garden ist drei Abende in Folge ausverkauft. » weiterlesen
Joseph Calleja in der PhilharmonieBraves Gedenken an die Sternschnuppe Mario Lanza
Eine Mogelpackung? Bis zur Pause hatte Joseph Calleja, bekennender Mario-Lanza-Fan aus Malta, in der Münchner Philharmonie gerade einmal zwei Lieder aus seiner neuesten CD zum Besten gegeben. Sie hat den Titel „Be My Love“ und ist dem legendären US-Tenor gewidmet. » weiterlesen
Dürrenmatt bei Heppel & EttlichGemeines Schachern im Singspiel
Frank Dürrenmatts schwarze Kabarett-Komödie „Frank V.“ passt wie die Faust aufs Auge zur Bankenkrise: Gemeiner als in dieser „Oper einer Privatbank“ (so der Untertitel) mit Musik von Paul Burkhard kann man Geldgier, Betrug und mörderische Schacherei nicht darstellen. » weiterlesen
Stück von Nis-Momme Stockmann in der Halle 7Und jenseits der Schnellstraße keine Zukunft
Abgesang auf eine Utopie in der Halle 7: Mit Nis-Momme Stockmanns "Der Freund krank" mutet Alex Novak dem Publikum einen düsteren Monolog auf den Abstieg einer Stadt und das Ende unserer Träume zu. » weiterlesen
"Das Gras ist grüner" im Bayerischen HofWenn die Kuckucksuhr nach Anja Kruse ruft
Wer in den besten Jahren ist, hat die guten schon hinter sich. Wie das verarmte Grafenpaar, das seinen Adelssitz für Touristen öffnen muss. Dabei dringt ein reicher Ami neugierig in die Privatgemächer ein und stört die eheliche Ruhe. Denn die Dame des Hauses findet plötzlich: „Das Gras ist grüner“ auf der anderen Seite des Zaunes. » weiterlesen
Holger Dreissigs "Zeitmaschine"Utopien der Titanic
„Zeitreisen ist gefährlich“, weiß Holger Dreissig. Warum, erfährt man in seinem neuen Theaterstück „Zeitmaschine“ im i-camp. » weiterlesen
Zum Tod der Kritikerin Sigrid HardtAls die Sterne noch leuchteten
Diese Stadt München ist voller alter Geschichten, in denen eine Zeitung eine Rolle spielt, die alle mochten: Die schnell war und seriös, unterhaltsam und charmant, ernsthaft und engagiert. Die Reporter, Redakteure und Kritiker hatte, die mal besser und mal schlechter schrieben, aber für die die Suche nach Wahrheit nichts Lächerliches, sondern etwas Erstrebenswertes war und die Kulturjournalismus als Obsession betrieben und das auch durften. Eine Redaktion voller Sterne, die stolz war auf ihre Schreiber und Querköpfe, und die nicht als Contentmaschine von willfähigen Chefs und Eignern bis zur Stromlinienförmigkeit heruntersaniert worden war. In einer solchen Zeitung arbeitete Sigrid "Sigi" Hardt. » weiterlesen
Fastfood Improcup 2013 Im SchlachthofVon der Spinne zu Spiderman
Stehgreiftheater als sportlicher Wettkampf - das Viertelfiliale des Fastfood Improcup 2013 im Schlachthof gewann das Duo "Bühnenpolka" - der Applaus des Publikums gab den Ausschlag. » weiterlesen
"Closer" im Pepper TheaterKraftausdrücke wohldosiert, und auch sonst: Very British
Der aus seinen Arbeiten in der Pasinger Fabrik bekannte Peter Bishop hat das Wagnis auf sich genommen, mit zwei englischsprachigen und zwei deutschsprachigen Schauspielern das Stück "Closer" in englischer Sprache zu inszenieren, was ihm erstaunlich gut gelungen ist. » weiterlesen
„Danz Mathilda“ in der DrehleierWirtshaus? Musical? - Unter jedem Dach ist ein Ach!
Natürlich sind die Brettlbühnen längst verschwunden. Bestenfalls wiederkehrend in überseeischem Neo-Bavarismus. Verschwunden wie ihre Heimat, die Vorstädte - verformt, amalgamiert, upgedated von der Gentry des Spekulantenadels. Dennoch, in einem Haidhausen der Erinnerung fand mit dem Wirtshausmusical „Danz Mathilda“ in der Drehleier an der Rosenheimer Straße ein schräg charmanter Brettlabend statt. Bei Sex und Crime knarzte es gehörig. Das Wirtshausmusical von Hubbi Schlemer ist „ausnehmend eindringlich“. » weiterlesen

