Bühnen
„Warte, bis es dunkel ist“ in der KomödieSpannend bis zuletzt
Dieses Püppchen hat es in sich: einen Beutel Diamanten. Ein netter Fotograf hat es für eine Mitreisende im Flieger mitgenommen. Leider war es unauffindbar, als die Dame es abholen wollte. Weshalb jetzt drei Gangster dahinter her sind und die irrsten Räuberpistolen erzählen, um die Wohnung zu durchsuchen - in Anwesenheit der blinden Hausfrau Susy. 1967 wurde Frederick Knotts Bühnen-Thriller „Warte, bis es dunkel ist“ mit Audrey Hepburn verfilmt. In der Komödie im Bayerischen Hof hat Susanne Kieling den Krimi-Klassiker inszeniert. » weiterlesen
Blumentopf mit neuer CD "Nieder mit der GbR"Gnadenlos frisch und immer noch die selben
Nach den letzten beiden eher uninspirierten und fast lau wirkenden Blumentopf-Alben legte ich das Album mit einigen sorgenvollen Vorahnungen in meinen Player. Glücklicherweise grundlos, denn schnell war klar, dass es sich hierbei um ein wirkliches Meisterwerk handelt, voller Tiefe, voller Schwung und sehr oft voller erfrischender Lustigkeit. » weiterlesen
50 Jahre "The Dubliners"Ergraute Boygroup aus Irland auf Abschiedstour
Same procedure als every year. An Allerheiligen startete die irische Folkband ihre Jubiläumstour durch Deutschland in München. Es wurde ein sentimentales Goodbye. » weiterlesen
Ecco Di Lorenzo mit "Self-fulfilling Prophecies"Verschroben, vogelwild - und mit Frack und Fliege aus der Zeit gefallen
Manchmal entdeckt man auch in einer langjährigen Beziehung noch etwas völlig Neues. Wer also das quietschbunte Schaffen des Moderators, Texters und Lach-&-Schieß-Ensemblemitglieds Ecco Meinecke sowie seines musikalischen alter ego Ecco Di Lorenzo so einigermaßen verfolgt zu haben glaubt, mag trotzdem überrascht sein, wenn nun ein Album des Ecco Di Lorenzo Quartetts erscheint: Jazz aus einer Zeit, als die Töne blue und die Bilder schwarz-weiß waren. Und ungläubig fragt man: Schatz, warum hast Du mir denn nie davon erzählt? » weiterlesen
Tanzfestival Dance 2012 - die BilanzFlandern ist wichtig, doch es braucht noch mehr Entdeckerlust
Jetzt wissen wir, was wichtig ist im zeitgenössischen Tanz: Die neuen Kuratoren Dieter Buroch und Nina Hümpel haben es beim "Dance"-Festival vorgeführt: „Zeigen was wichtig ist“, war ihre Devise, und wichtig war ihnen vor allem das flämische Tanzwunder der letzten 30 Jahre. Sie rechtfertigten ihre Auswahl der teils schon jahrealten Produktionen berühmter belgischer Choreografen damit, dass diese noch nie in München zu sehen waren. » weiterlesen
Erna Omarsdottir bei Dance 2012Alle meine Monster
Eine Revolution in der Horrorsparte kündigt sich schon länger an. Das Publikumsinteresse an Folterpornos wie "Saw" stagniert, zudem rief Drew Goddard dieses Jahr mit "The Cabin in the woods" alle Ausgeburten der Hölle zur Inventur auf den Plan. "Wovor fürchten wir uns wirklich?", müssen wir uns fragen. Eben damit beschäftigt sich auch die Isländerin Erna Omarsdottir mit "we saw monsters" bei Dance. » weiterlesen
John-Cage-Uraufführung beim Dance-FestivalBizarre Harmonie der 50er Jahre
Von den Dance-Kuratoren war fürs Festival unbedingt eine Münchner Produktion gewünscht. Also stellten Nina Hümpel und Dieter Buroch den ansässigen Choreografen eine Aufgabe: Anlässlich des 100. Geburtstages von Komponist John Cage sollten sie seine "Sixteen Dances" von 1951 neu interpretieren. Vier Choreografen gewannen die Audition mit ihren Vorschlägen – das gemeinsame Ergebnis kam jetzt im Schwere Reiter zur Uraufführung. » weiterlesen
Wim Vandekeybus bei Dance 2012Ein Geschichtenerzähler, dem die Geschichten nicht gehorchen
In welchem Film sind wir eigentlich? Die Frage liegt auf der Hand, angesichts der Bilderflut, mit der Wim Vandekeybus' "Monkey Sandwich" das Publikum in der Muffathalle forderte, man kann auch sagen: überforderte. » weiterlesen
"Babylon", aktuelle Sensation an der StaatsoperTatort Nationaltheater - Geklaute Kokosnüsse und nackte Trompeter
Im 19. Jahrhundert delektierte sich das Münchener Hofopernpublikum an exotischen Stoffen wie von Poißls "Die Prinzessin von Provence" oder von Perfalls "Sakuntala". Beide Komponisten wurden später sogar Intendanten. Aktuell ist "Babylon" des Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann Favorit. Wie Poißl und Perfall wird er wohl nicht den amtierenden Intendanten beerben. Wie diese längst vergessenen Komponisten mit Exotik reüssierten, sollte dies letzten Samstag dem Autorenduo Widmann-Sloterdijk mit ihren Ausflug in die mythische Antike widerfahren. » weiterlesen
Antony Rizzi bei Dance 2012Ein Gesamtkunstwerk namens Leben
Heiliger Unernst: Eine Feier des Lebens zelebriert Antony Rizzi in seiner Performance "An attempt to fail at groundbreaking theater with pina arcade smith". Und zeigt, dass man im Gesamtkunstwerk namens Leben nicht alles kapieren muss, um die Angelegenheit doch schön zu finden. » weiterlesen

