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Leben

Erinnerung an SZ-Autor Claus Heinrich MeyerAls Journalismus noch eine Zumutung sein wollte

von Michael Grill am 14.09.2012

Der Journalismus ist ein weinerliches Gewerbe, das der Welt stets ihre Wehleidigkeit vorhält, aber selbst nichts sicherer weiß, als dass früher alles besser war. Einer, der selbst nicht so dachte, aber im Rückblick wie wenige andere für die guten Tage des deutschen Nachkriegsjournalismus steht, war Claus Heinrich Meyer (1931 - 2008), der jahrzehntelange "c.h.m." der Süddeutschen Zeitung. Wenn man heute seine (nun in Buchform erschienenen) Texte wieder liest wundert man sich: Dass so etwas überhaupt möglich war. Und man ahnt: Dass wohl tatsächlich manches besser war. An diesem Samstag (15.9.12) wird an "c.h.m." bei der "Nacht der Autoren" erinnert.     » weiterlesen


Hans-Jochen Vogel über Olympia in München"Mir stehen diese Geschehnisse immer noch deutlich vor Augen"

von kulturvollzug am 03.09.2012

Ohne ihn hätte es sicherlich keine Olympischen Spiele in München gegeben: Hans-Jochen Vogel, von 1960 bis 1972 Münchner Oberbürgermeister. Heute ist der spätere Bundesminister und SPD-Vorsitzende 86 Jahre alt und einer der wichtigsten Zeitzeugen der Münchner Nachkriegsgeschichte. Im Nachklang zu unserer kleinen Sommer-Serie zum Münchner Olympia-Jubiläum veröffentlichen wir ein Interview mit Vogel, in dem er sich über die Probleme im Vorfeld der Spiele äußert, über die Frage nachdenkt, ob er das olympische Zeltdach heute noch einmal bauen lassen würde und seine Erinnerungen an den "Schwarzen September" beschreibt. (gr.)     » weiterlesen


Jazzfestival Saalfelden feiert seine 33. AusgabeAlte Recken und junge Racker, Wilde und Wirtschaftsfaktor

von kulturvollzug am 30.08.2012

Schon die Anreise lohnt sich: durchs schöne Bayern, am Chiemsee vorbei, über Traunstein, dann ins wilde Salzburger Land – bis die Augen nach gut zwei Stunden Fahrt endlich im „Steinernen Meer“ baden können – einem imposanten Gebirgszug. Am Fuße des Massivs liegt Saalfelden – eine Gemeinde, von der man denken sollte, dass sie nur Trachtler und Jodler willkommen heißt. Stattdessen aber ist sie seit den mittleren 70er Jahren Anzugspunkt für die wichtigsten Denker des Jazz und die Fans dieser Musik. Hier im Pinzgau ging jetzt das 33. Jazzfestival Saalfelden über diverse Bühnen.     » weiterlesen


München 72 (Folge 4 und Schluss)Startplatz der Stars - Silber für Musik, Theater, Kabarett, Literatur und Film

von kulturvollzug am 29.08.2012

Die Weltpremiere der Oper „Sim Tjong“ von dem Koreaner Isang Yung im Nationaltheater führte am ersten Abend im Olympia-Monat August  einen Reigen von über 50 Opern- und Ballettaufführungen an. Es gastierte die Mailänder Scala und im Festprogramm fehlte kaum eine der ganz großen Opern. Stockhausen kreierte ein Werk namens „Stimmung“, Yehudi Menuhin und Ravi Shankar spielten gemeinsam indische Ragas.     » weiterlesen


Hofgarten-Arkaden verhängtSan Marco verweht in München - Kunst, Kitsch oder gut gemeint?

von Achim Manthey am 25.08.2012

Das Feeling als nördlichste Stadt Italiens haben wir ja schon lange. Die Installation "Replika" von Ayzit Bostan und Gerhardt Kellermann verhängt die Ardaden und will uns an den Lido rücken. Mehr als ein Versuch ist es nicht.     » weiterlesen


München 72 (Folge 3)Sonderling Spielstraße - Ein Freiraum für Künstler, die experimentierten und auch provozierten

von kulturvollzug am 21.08.2012

Sie war für viele Olympia-Planer das Lieblingskind, für andere ein Problem: die Spielstraße. Denn auf dieser Spaßmeile zwischen dem aufgestauten See und dem frisch begrünten Hügel aus Kriegsschutt, die ein wesentlicher Bestandteil des Kulturprogramms war, sollte exemplarisch dargeboten werden, was das Motto der „heiteren Spiele“ meinte.     » weiterlesen


München 72 (Folge 2)Spiele ohne Muskelkraft - Bayernschau mit Leibls Lederhose

von kulturvollzug am 12.08.2012

Der Mai war gekommen, und mit einem Schlag war München völlig „verspielt“. Museen, Theater und andere Kulturstätten widmen sich plötzlich – mit großem Ernst – dem heiteren, sportlichen, künstlerischen, kreativen Spiel. Ein Vorlauf des umfangreichen, anspruchsvollen olympischen Kulturprogramms wurde im Bayerischen Nationalmuseum gestartet. 439 Objekte aus eigenem Bestand und von Leihgebern veranschaulichen „Gesellschaftsspiele aus einem Jahrtausend“.     » weiterlesen


München 72 (Folge 1)Gold für die Kultur - Der nicht ganz gelungene Versuch, die künstlerische Welt zu bündeln

von kulturvollzug am 06.08.2012

Nicht weniger als „die Darbietung der gesamten künstlerischen Substanz“ des Volkes und der Stadt verhieß das Organisationskomitee zu den Olympischen Spielen – den Hunderttausenden von Gästen ebenso wie den Bewohnern der Region selbst. Nicht nur als Metropole der Muskeln, sondern auch der Musen wollte sich München ein Jahr lang der Welt öffnen. Dementsprechend umfangreich und vielfältig war das offizielle Kulturprogramm mit rund tausend Präsentationen und begleitenden Publikationen aus allen Bereichen des kulturellen Lebens. Daneben gab es noch viele andere, oft improvisierte Veranstaltungen. So wäre 1972 ein Goldenes Jahr für die Kulturstadt München geworden – wenn nicht im Oktober darauf die kommunale Kulturpolitik kollabiert wäre.     » weiterlesen


Ibsens "Peer Gynt" in SalzburgEin Rockstar auf popbunter Weltreise-Revue

von Gabriella Lorenz am 02.08.2012

PG ist ein Rockstar. In hautengen Gold-Glitzer-Hosen röhrt er Songs von Iggy Pop, die dieser extra für ihn geschrieben hat. Er hampelt herum wie Mick Jagger, lässt sich in der Afterparty von Groupies betatschen und gibt in der Pressekonferenz das arrogante Weltruhm-Arschloch, das besoffen und bekifft jede Bodenhaftung verloren hat.     » weiterlesen


Elena Poniatowskas Roman "Frau des Windes"Die Surrealistin Leonora Carrington und ihr Leben auf schmalem Grat

von kulturvollzug am 02.08.2012

Leonora im englischen Nebel, Leonora mit wehendem Haar in den Straßen von Paris, Leonora als Debütantin am englischen Hof, Leonora mit Max Ernst nackt am Flussufer und immer wieder: Leonora mit Pinsel und Zigarette vor der Staffelei. Es ist ein wilder Strudel von Bildern und Ereignissen, der den Leser in den ersten Kapiteln von „Frau des Windes“ erfasst. Bereits in jungen Jahren sprengt die englische Industriellentochter und spätere Surrealistin Leonora Carrington die Konventionen ihrer Zeit. Von Eltern und Lehrern verlangt sie Erklärungen anstelle von Befehlen, geschickt und lustvoll wechselt sie beim Malen und Schreiben zwischen rechter und linker Hand, statt früh zu heiraten studiert sie in London Kunst.     » weiterlesen


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