Leben
Das Lächeln des Kouros oder worauf wir in der postkapitalistischen Kloake nicht mehr warten sollten / Eine Anklage von Serge Mangin
Vor genau einem Jahr erschien das Buch "Empört euch!" von Stéphane Hessel auf Deutsch. Es war ein Büchlein, das die westliche Welt aufschreckte und als eine Art Manifest der Occupy-Bewegung heftig diskutiert wurde: Sind wir noch zu retten? Muss man dem Irrsinn der Banken, der Konzerne nicht endlich ein Ende machen? Der Franzose Hessel brachte viel Wut auf nur 30 Seiten unter. Wurde aber das, was Hessel begann, seitdem weitergedacht? Hier gibt es einen Versuch: Woher kommt diese Krise, die offensichtlich nicht nur eine materielle ist? Sind Deformationen der Moral vielleicht sogar ästhetisch oder kulturell begründbar? Der in München lebende Bildhauer Serge Mangin denkt Hessel weiter. Er hat ein düsteres Pamphlet geschrieben, das hier exklusiv erscheint. (gr.) » weiterlesen
Ist die Münchner Jazz-Debatte schon wieder tot? Hey Mann, das ist doch Fasching! Oder: Tanz den Hartz Bop!
Man hat´s nicht leicht, das Leben ist eine Bloggerei, wie man im schönen Franken sagt. Immerhin frischen Wind in die alten Blätter des Feuilletons (Autumn Leaves) brachte Gastblogger Michael Hornstein mit seiner Improvisation über die gesellschaftliche Evaluierung der Jazz-Musik Nowerdays, heitzutag in den harten Zeiten der Jazz-Cholera. Eine abgestürzte Feldstudie kam heraus, rund herum um die Behauptung, dass es kein Geld mehr gäbe für den Jazz, vor allem dann nicht, wenn sich vorher schon Journalisten, gar Redakteure, wenn nicht ganz und gar Verleger im Pott bedient hätten. » weiterlesen
Ein Veranstalter zur überkochenden Jazz-Debatte: "Der Idealist Hornstein hat recht. Aber viele Musiker sind wie Texter ohne Text"
Seit Tagen streitet man in München um Gegenwart und Zukunft des Jazz: Ist die Szene längst kaputt? Fall ja, wer trägt daran Schuld? Nach unserem Autor Ssirus W. Pakzad im Kulturvollzug vom 2. Februar schreibt nun Thomas Vogler, Gründer und Betreiber der Jazzbar Vogler, warum die Kritik an der Szene teilweise berechtigt ist - und was jetzt zu tun bleibt. » weiterlesen
Morgenröte, Schamesröte: Der „BMW Welt Jazz Award“ lockt immer mehr Menschen aus allen Gesellschaftsschichten an
Da steht der Gegenbeweis. Er ist einige Hundert Meter lang und ziemlich ungeduldig. Der Doppelkegel der BMW Welt kann gerade mal etwas mehr als fünfhundert Zuhörer in sich aufnehmen. Im nebenan befindlichen Auditorium des Gebäudes aber scharren deutlich mehr Menschen mit den Füßen und warten darauf, dass sich die Türen endlich öffnen. Sie sind neugierig auf Klänge, die, glaubt man bestimmten Medien, eigentlich nur elitäre Minderheiten interessieren sollten. » weiterlesen
Schuttabladeplatz der Zeit: King Kong & Co. hinterm Bauzaun an der Landsberger Straße
Über einen seltsam berührenden Schrottplatz für Skulpturen in München. » weiterlesen
Karl-Valentin-Preis an Helge Schneider: Angriff auf den Materialismus
Premiere für einen Preußen: Helge Schneider hat als erster Nichtbayer den Karl-Valentin-Preis erhalten, als legitimer Nachfolger des legendären Münchners. Zum Gratulieren kamen die Drei von der geplatzten Biermösl-Blosn und Gerhard Polt. » weiterlesen
Die Schäffler tanzen: Wenn das Glockenspiel auf dem Marienplatz zum Leben erwacht
In München ist man stolz auf seine Traditionen: Oktoberfest, Christkindlmarkt, Christian Ude. Alle sieben Jahre gesellt sich eine tanzende Männerschar hinzu, denn es ist Schäfflertanzsaison. So auch 2012. » weiterlesen
Totaler Absturz der Fledermaus in Augsburg: So geschmacklos, dass einem die Sänger leid tun
Die Intendantin Juliane Vötteler brachte es in ihrer Spielplan-Vorschau auf den Punkt: „Theater machen heißt auch: Erfahrungen machen.“ Die guten unlängst, als der weitgehend unbekannte Mauro de Candia Prokofjews „Cinderella“-Ballett mit so viel Witz und Fantasie choreographierte, dass so manche Münchner Tanz-Premiere dagegen ziemlich alt aussah. An der „Fledermaus“ von Johann Strauß hat sich jetzt aber das Theater Augsburg gründlich überhoben. » weiterlesen
Von der Residenz zum neuen Konzertsaal: Beim Rekord-Neujahrsempfang von Horst Seehofer ist nicht nur der Gast Christian Ude neu
Der Neujahrsempfang des Bayerischen Ministerpräsidenten in der Residenz ist ein Ritual wie das Anzapfen auf der Wiesn: Scheinbar immer gleich, doch aus den Abweichungen im Kleinen entspinnen sich Geschichten. Außerdem bekräftigte Horst Seehofer sein Versprechen für einen neuen Konzertsaal in München und duellierte sich ein bisschen mit seinem Herausforderer, dem Münchner OB Christian Ude. » weiterlesen
Carl Spitzweg in Schweinfurt: Nicht nur seine Sterne leuchten da
In der opulenten Schau "Nächtliche Sternstunden" zeigt das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt Nachtbilder von Carl Spitzweg und seinen Zeitgenossen. » weiterlesen

